Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
108
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Nachod war, wie Sie wiſſen, das erſte der ruhmreichen Gefechte, an dem unſer 5. Armeecorps ſich betheiligt hat. Es war die Feuer⸗ V taufe für uns Weſtpreußen, und deshalb wird es uns vor allen andern unvergeßlich bleiben. Die ausgeſuchteſten öſterreichiſchen Truppen ſtanden uns gegenüber, einer ihrer bewährteſten Generale, der F.⸗M.⸗L. Ramming führte 28 Bataillone Infanterie, eine 1 Brigade der Reiterdiviſion des Prinzen von Schleswig⸗Holſtein und eine zahlreiche Artillerie gegen die Unſern, 22 Bataillone, von denen

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1 Unter den Kirſchbäumen von Nachod. Nach einer Originalſtizze des Musketiers F. Tſchierſ ch.

nige ſogar in der Reſerve blieben. Sein beſtes Regiment, ſein erühmteſtes, das Regiment Deutſchmeiſter, hatte uns der Feind V atgegengeſchickt, und dieſes, wie alle übrigen, war in die Flucht ge⸗ hlagen, und ihre Fahnen erbeutet. V Sie werden nicht von mir verlangen, daß ich Ihnen all die länzenden Details dieſes erſten Ruhmestages unſeres Corpschefs, V es greiſen Helden von Steinmetz, ſchildere. Auch könnn r..: Börenſagen erzählen, denn ich ſtand mit meinem RegicLraum, ſagt end ten linken Flügel und konnte von dem Gefechteeerfloſſen, und wo war

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was ſich in meiner unmittelbaren Nähe zutrug. geweſen ſo unglücklich was ich geſehen, wäre ich nicht fähig, Ihnen viel Fellein, von allen ver⸗ Der Rauſch des Kampfes hatte ſich meiner, wie ſo vienjetzt? inmitten aller dem erſten Schuſſe ſchon bemächtigt, und alle Ruhe, wie mein Bruder da, al. zählte up Ibie auf dieſer Welt nur noch einen Ge⸗ xeifen werden, war aus meinem Geiſte entſchwunden Gott, wie iſt Deine an Euch, däv. g

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es drei Uhr Nachmittags, und ſeit Uhr fochten wir, als man uns Ruͤhe gönnte; der Feind war im vollen Rückzug auf Skalitz und deckte dieſen Rückzug durch ein heftiges Artilleriefeuer. Man erlaubte uns, uns hinzuſtrecken, nicht allein, um zu ruhen, ſondern auch, um den hier und da immer noch einſchlagenden Granaten zu entgehen.

Jetzt fingen die Geſpräche an, ein jeder hatte ja ſo viel, ſo gar viel zu erzählen! So viele hatten Freunde, Verwandte, ja Brüder zu ſuchen... und fanden ſie nicht mehr oder mit blutigen Verbänden

wieder. Noch waren die Ambülancen nicht gekommen, und bunt durch⸗ einander lagen hinter unſeren Reihen Preußen und Oeſterreicher und harrten mit Schmerzen, daß man ihre Wunden verbinde, ihren Schmerz lindere, ihren tödtlich brennenden Durſt ſtille. Welcher Tag, dieſer 27. Juni! Die Strahlen der Sonne ſielen verſengend auf unſere Helme, der Inhalt der Feldflaſchen war längſt geleert, und jetzt lagen

wir da auf der faſt verdorrten Erde, nach langem, ermüdenden Marſche,)

nach ſechsſtündigem Kampfe und lechzten nach einem Schluck Waſſer anid hätten alles, was wir beſaßen, für einen kühlenden Trunk hinge⸗ den, und wenn wir ihn gehabt, ich möchte es beſchwören, daß keiner uns daran gedacht hätte, ihn an ſeine Lippen zu ſetzen, ſondern anigſt ihn denen gebracht hätte,) deren Leben vielleicht nur noch

filden, wo die meines Aur noch einen Schmerzey wbrei hatten: 1

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war er bei einem ve F ſt in d der Flaſche feſt i K 1 n b So! nunb erhob, aber deſſenn laſche warft Einige Augen Negimente vorbei, Er war einige Aug wie wir ſpäter eſu blick und rief dann Dumme Ker klagen ſich über Du Im erſten Au

was der Hauptman an, aber dann erſt daß die andern R ten den Feind mit Und nun ſti

man immer noch nicht geduldet, m Auftrag, für die:

Wer hätte berühmten Pik ei iichen, das die? der Tiefe des Oc cees Jahrtauſende ſch ziſchend und Jahrhunderten ſch hat, in ungeſtörte grünenden Teyy Ein ſtumm gewaltige Berg demüthig ſein H das wir vergebe dietet, aus nächſe Naturforſch er Inſel alle eit Var d Es kan d unſere Freunde d keit der Plan m S weh! wieder eine Pi indeſſen, wenn dungen noch ei punktzu eröffne eavallerie. ieren 2 den unreBade ä vrragender S renoneint, die urſpleiß Stunden

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