Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
107
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ich auch nit mehr bei Euch ſein werde, meine Lieben über Euch wachen werden, wie ich es gethau. Ruben! Eleazar hat mir geſagt, daß Du bei ihm aufs Gut gehen ſollſt und die Landwirthſchaft treiben, und ich weiß, daß dies iſt immer geweſen Dein ſehnlichſter Wunſch. Du, Rebecca, ſieh Deiner Freundin Johanna ins Geſicht, ſie wird Dir Freundin und Mutter ſein, wenn ich nit mehr bin... ,8O Mutter, ſchweigt, ſchweigt! ruft Rebecca,Ihr brecht mir das Herz. Warum, mein Kind? Wenn Ruben fern von Dir wäre, würde Dein Herz nicht in immerwährender Sehnſucht ſchlagen, mit ihm vereint zu werden? und meines Davids Seele erwartet mich ſeit vierzehn Jahren ſchon... Verzeiht mir, Ihr Lieben meines Herzens, wenn ich Euch bald

verlaſſen möchte... doch Gottes Willen wird geſchehen, und nit der

meinige!... Nun ſag, mein Ruben, ſag, liebſt Du Rebecca und wirſt ihr ſein der treue Gefährte durchs Leben?

Tante! erwidert Ruben mit ſeiner tiefen, wohlklingenden Stimme,der Herr, boruch hu! hat gethan den Kindern der Karaiter Brüder mehr Wunder, als es bedarf, um ſeine Größe und Allgnade auch den Blinden und Tauben zu beweiſen. Der Herr, der alles das gethan, der ſieht und lieſt auch in meinem Herzen und weiß, daß Rebecca iſt Blut von meinem Blute und das Herz meines Herzens! Für Rebecca leben zu können, iſt die größte Gnade, die Gott mir je

erwieſen hat, und dafür werd' ich ihm danken Morgens und Abends!

Und Du, Rebecca? fragt Rahel mit bewegter und ſchwacher Stimme.

O Mutter, ſagt das junge Mädchen erröthend,warum wollt Ihr nicht, bei uns bleiben und das unermeßliche Glück Eurer Tochter ſehen?

So beugt Euer Haupt, daß ich Euch beuſche.. mit leiſer Stimme,beugt Euer Haupt, daß ich für Euch bete!..

Rebecca und Ruben knieen vor ihr nieder, und ihre Geſichter berühren ſich faſt, als der Mutter Hände ſich auf ihre Häupter legen. Sie ſchließt die Augen, und ihre Lippen murmeln leiſe Worte.

Alle Anweſenden ſind aufgeſtanden, und mit zu Boden geſenktem Blicke und gefalteten Händen ſtehen ſie in ſtummer Rührung da. Auch ihr Geiſt erhebt ſich zum Herrn der Welten, auch ſie beten, die einen in Worten, die anderen in Gedanken auch ſie beten, und

ihre der Erde entſchwundenen Sinne weilen vor dem Angeſicht Gottes!

.... Lange... lange dauert dieſe heilige Scene...

. Da ertönt plötzlich ein Schrei.. alle erwachen...

. ſagt Rahel

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Doctor Elias iſt auf Rahel zugeſprungen; alle drängen ſich verwirrt um ihn... ein Augenblick unendlicher Angſt... dann wendet ſich der Doctor an Rebecca und Ruben und mit bebender Stimme ſagt er:

Kinder, Eure Mutter ſegnet Euch in dieſem Augenblicke ſchon vom Throne Gottes aus... ſie iſt bei ihrem David!...

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Unſere Erzählung iſt beendet! Das Fehlende iſt leicht zu er⸗ rathen! Der beneidenswerthe Tod Rahels hatte wiederum Ragiwen einige Tage lang ſchmerzhaft erregt, und dann war alles wieder in die alte monotone Ruhe zurückgeſunken, um einige Monate ſpäter von neuem ſich mit der Familie Reb Iſaacs zu freuen, als Ruben vom Gerichte gänzlich freigeſprochen wurde!

Was dieſen letzteren betrifft, ſo wie ſeine Braut Rebecca... wir ſprechen ſelbſt unſerer Feder die Fähigkeit ab, ein ſo tiefgefühltes inniges Glück, wie das ihre zu ſchildern. Allwöchentlich beſuchten ſie denguten Ort und weilten lange da, wo der Karaiter David ben Iſachar zwiſchen ſeinem Todfeinde Meyer und ſeiner treuen Rahel ruhte.

Sieh, Rebecca, ſagte Ruben eines Tages,dieſe drei Gräber geben uns mehr Lehre und mehr Verſtändniß von Gott unſerm Herrn, als alles, was wir von Menſchen, und wenn ſie auch die weiſeſten ſind, hören können!

Ja, Ruben, treue Liebe beſiegt ſelbſt der Tod nicht!

Ja, und da der Tod ſelbſt Feinde mit uns friedlich vereinigt, warum ſollen wir haben Feindſchaften auf Erden?

.... Ein Jahr lang lernte Ruben die Landwirthſchaft in Lob⸗ chow bei Eleazar, dann heirathete er Rebecca, die unter Johannas Führung in dieſem Jahre ſich herrlich geiſtig entwickelt hatte. Von ihrem Glücke ſprechen? Wie die Völker, die keine Geſchichte haben, die glücklichſten ſind, ſo ſind auch die Ehen, die unbemerkt in ſtillem Streben nach Gottes Segen die Bahn der Zeit durchlaufen, die aller⸗ glücklichſten.

Auch Reb Iſaacs Familie gedieh noch lange Jahre in Ragiwen, bis endlich der Tod auch hier ſeine zerſtörende Macht walten ließ und die Kinder ihre theuren Eltern dahin geleiteten, wo auch ſie einſt liegen ſollten!

.... Ruhe und Fviede herrſchte wieder in Ragiwen... ſelbſt zwiſchen Mendel und Claus Nitſchke... auf beinahe acht Tage.

Reminiscenzen aus der Hochſommerzeit. II. Das Kirſcheſſen bei Nachod.

Aus einem Privatbriefe.

.... Daß ich Ihrer nicht vergeſſen habe, beſter Herr Doctor, erſehen Sie aus beiliegender Skizze; aber Ihre Vorwürfe, mein Ver⸗ ſprechen, Ihnen von Zeit zu Zeit etwas aus unſerm böhmiſchen Feldzuge zu ſenden, nicht gehalten zu haben, ſind ebenſo gerecht als grauſam. Wiſſen Sie, was das heißt, aus Böhmens blutgetränkten Feldern nach wochenlangem Sehnen in ſeinem trauten Daheim, um⸗ geben von all dem, was man liebt, zu ſein? und können Sie denn nicht begreifen, daß man dann egoiſtiſch genug iſt, um Ihr Daheim, jene Caravanſerei, wo tauſende von ermüdeten Geiſtern ſich eine Stunde Erholung ſuchen, zu vergeſſen?

Wie ich wieder dazu gekommen bin, Ihrer, Ihres Blattes und meines Verſprechens zu gedenken, wäre intereſſant genug, um erzählt zu werden; doch Ihre Leſer kennen wahrſcheinlich jenen Kreislauf der Ideen, der oft bei dem gewöhnlichſten und alltäglichſten Dinge beginnt und da endet, wo man es nie gedacht hätte.

Ich habe einen Bruder, er iſt erſt 8 Jahre alt, aber ein Schelm, wie es keinen zweiten gibt. einen Birnbaum geklettert und hatte ſich weit vor auf einen Aſt g

wagt, um eine ſpätreife Birne zu erhaſchen. Wie das ſooft geſchie ſitzen, und die Geſellſc, Szählen wollte, woran ich dachte, als ich bei brach der Aſt, und mein Ausbund lag auf dem Boden, jedoch ohne laufenden Treiber auf

den geringſten Schaden gethan zu haben. Da gab es ahe hiice

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Neulich war er trotz aller Verbote außeſinnung.

Leid ſeinem Bruder mit dem bunten Rocke zu klagen und ſagte zu ihm mit bewundernswürdiger Logik:Warum bekomme ich denn Schläge, da ich mir doch keinen Schaden gethan habe?

Die ganze Familie konnte nicht ernſt bleiben, mir allein gelang es, nicht zu lachen; denn eine ſchmerzliche Rückerinnerung hatte mein Hirn durchkreuzt. Ich ging hinunter in den Garten, ich ſah mir den abgebrochenen Aſt an, und meine Gedanken trugen mich in einem Augenblicke weit von dem freundlichen Elternhauſe, hin zu dem Lande, von wo ich erſt ſeit einigen Wochen gekommen, wo ſo viel Ruhm für unſer Vaterland entſproſſen iſt, wo ſo viel kaum erblühte Hoffnungen auf ewig geknickt liegen. Ich dachte des Freundes, der nicht ſo glücklich, wie wir, war, den Sieg ſeiner Waffenbrüder zu ſehen, der auuf dem erſten Schlachtfelde in Böhmen ſein ſo reichbegabtes Leben laſſen mußte. Ich dachte an jenen Tag, wo ich zum erſten Male mich dem Feinde gegenüber ſah, wo die erſte Granate über meinen Kopf und die durchſchugel um meine Ohren pfiff; ich dachte an jenen mir 1ldaten, der gleich zu Anfang des Gefechtes todt Unter Benutzung Trſtürzte: ol ich könnte Ihnen Seiten ſchrei⸗

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z1 mein kleiner Bruder vor wenigen Augen⸗

55 9 4 * ſich jeder mit ‿᷑ T And endlich dachte ich an eine Epiſode unſeres mn feir S 5 Er ſkizziren, erzählen und ſomit mein Ihnen 5 S⸗ Stlöſen könnte.* ſchon wi neben dem S Silöſen. 4 8 9. 1) nten ſind kleinẽk ˖=. S 2wan Brein, e prol,

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