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dung, gleich unterhalb einer bedeutenden Waldhöhe— Poaſſu ge⸗ nannt— einen reißenden, aber ſchiffbaren Durchbruch durch den ſumpfigen Wald nach Norden gemacht, einen ſogenannten Furro, den Canal von Poaſſu, welcher nach einem Laufe von etwa drei Meilen einen kleinen Nebenfluß des Rio Pardo, den Rio da Salſa, und mit⸗ telſt dieſes Nebenfluſſes den Rio Pardo ſelbſt erreicht, an deſſen ſchiff⸗ barer Mündung der kleine Hafenort Canavieiras einen eigenthüm⸗ lichen Stapelort bildet. Von Canavieiras aus wird, nebſt einigen geringen Manufacturwaaren, beſonders Salz den Rio Pardo auf— wärts durch den Rio da Salſa, den Canal von Poaſſu und den Jequitinhonha, in kleinen Canos, unter unſäglichen Beſchwerden in das Binnenland, zumal die Provinz von Minas Geraes, eingeführt, eine Schifffahrt, die beſonders von zahmen Indiauern getrieben wird. So hat der ſeltſame Canal von Poaſſu eine entſchieden mercantiliſche Bedeutung.
Geführt von zwei Negern, die jener etwas complicirten Schiff⸗ fahrt vollkommen kundig waren, und begleitet von einem jungen Franzoſen Felix, dem Aufſeher einer Töpferei auf der Beſitzung Genebra am Rio Belmonte, war ich den ebengenannten Fluß bis zur Höhe von Poaſſu hinabgefahren in einem leichten Cano, mich
wunderbar erbauend an den prachtvollen Scenerien der Waldufer mit,
ihrer üppigen Vegetation und dem mannigfaltigen Thierleben. Der breite Strom bot oft wirklich großartige Profile dar; zwei bis drei Meilen konnten wir manchmal längs der raſch dahin flutenden Waſſerſtraße hinunterblicken, Ausſichten, bei denen man nicht mehr an einen Küſtenfluß, ſondern an einen ſtrömenden Landſee denken mußte. Um ſo befangender war es, als unſer langes, aber äußerſt ſchmales und flaches Cano, als es am lichten Waldufer dahin fuhr, plötzlich— freilich beabſichtigt von meinen Bootsleuten— in den ſchmalen, von tiefer Waldesdämmerung beſchatteten Canal von Poaſſu hineingeriſſen und auf deſſen ſchmutzigen, förmlich ſchmierigen Moraſtfluten fortgetragen ward. Vorn ſtand ein Neger mit einem ſcharfen Säbel, welcher mit Geſchicklichkeit das Gewirr von Schling⸗ pflanzen zerhieb, wenn es ſich bis in die Flut geſenkt hatte, und unſer Fahrzeug aufzufangen und feſtzuhalten drohte, oder das wirklich that, wo es dann einer gemeinſamen Arbeit mit unſern Meſſern be⸗ durfte, um uns wieder zu befreien. Oft hingen Waldbäume und deren dicke Aeſte ſo dicht über dem Waſſer, daß unſer Proeiro(ein Mann in der Proa, dem Vorderſchiff) ſich mit dem Rufe: Guarda! oder: Attençao! in den Kahn niederhockte und wir uns ebenfalls ſchnell hintenüber auf den Boden warfen, bis die Rutſchpartie unter ſolcher Barriere vollbracht war, und wir wieder gerade auf dem Boden unſeres Kahnes ſitzen durften.
So waren wir ungefähr zwei deutſche Meilen durch den von keinem Pfad durchſchnittenen, weil keinen feſten Boden bietenden dunkeln Wald hindurch gefahren, als unſer Proeiro plötzlich oh diabo!(o Teufel!) ausrief und unſer Fahrzeug zurückzuhalten ſuchte. Wir ſahen alle nach vorn hin; und— o Schrecken! was ſahen wir?
Ein ſchlanker, aber doch ziemlich dicker Aragaſtamm, eine Myr⸗ thacee, die in braſilianiſchen Wäldern ungemein häufig vorkommt und nach Art der neuholländiſchen Eucalyptus, ebenfalls Myrtha⸗ ceen, ſchnurgerade, hohe und aſtloſe Stämme mit kleinen Kronen treibt, war von Ufer zu Ufer wie ein Schlagbaum über den Canal von Poaſſu gefallen, ſo daß der Durchmeſſer des Stammes halb unter dem Waſſer lag, halb aus demſelben herausragte. Oberhalb des Stammes war das Waſſer einige Zoll aufgeſtaudet, unterhalb deſſelben quoll der graue Strom in dicken Wirbeln hindurch und ſchoß ſeinen Lauf weiter.
Wir machten Halt und gingen auf dem Baumſtamme hin und her, um zu ſehen, ob irgend etwas anzufangen wäre, denſelben zu umgehen, und unſer Boot zu Lande um ihn herumzuſchleppen; das war aber unmöglich. Eben ſo unmöglich ward es uns, das Cano über die Barriere hinüberzubringen; eine Axt zum Durchhauen des Baumes fehlte. Was alſo thun?— Die Flußſchiffer jener Wald⸗ gegenden, ſchwarze wie braunen wiſſen zu allem Rath, ſo auch meine Bootsleute!— Sie luden den ganzen Inhalt unſeres Kahnes aus, entkleideten ſich dann, hockten auf den Rand des Fahrzeuges, zählten eins, zwei, drei, warfen das Cano um und ſetzten es unter Waſſer; der eine Neger verſchwand mit ihm unter dem Stamme, während der andere ſich mit der Bruſt auf denſelben hinaufwarf und in völliger Gemüthsruhe auf das Zumvorſcheinkommen ſeines Kameraden jen⸗
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ſeits des Baumſtammes wartete. Mir ſelbſt ſtanden die Haare etwas zu Berge, denn der Taucher ſchien gar nicht die Abſicht zu haben, aus dem dunkelgrauen Waſſer wieder aufzutauchen. Endlich erſchien er ſchnaufend auf der Oberfläche, hatte aber das Cano ver⸗ loren. Nun ſprang der andere auch ins Waſſer; ſie tauchten auf und nieder wie die Bläßhühner, bis ſie das im Grunde feſthängende Fahrzeug entdeckten und wirklich zum Vorſchein brachten. Aber in demſelben Augenblicke wurden Schiffer und Kahn vom Strom fortge⸗ riſſen und um die nächſte Waldecke herumgeführt; noch lange hörte ich ihr Schreien und Wirthſchaften, bis ſie zuletzt durch den ſumpfigen Wald hindurchgewatet kamen und das Boot für verloren erklärten, weil es vom Strom ſo in Wurzeln und Geſtrüpp hineingeriſſen wäre, daß es ihnen nicht gelingen wollte, es loszumachen;— es war etwa drei Uhr Nachmittags..
Eine ſchöne Geſchichte! Nach kurzer Ueberlegung, was etwa zu thun wäre, fand ich, daß abſolut nichts anzufangen war. Ohne Compaß einen Waldwegazu riskiren, wo ein Weg erſt gebahnt werden mußte und der Boden keinen feſten Tritt erlaubte, wäre ein Unſinn geweſen. Es hieß ganz einfach: Ruhig an Ort und Stelle bleiben, bis jemand kommen und uns in unſerer Noth beiſtehen würde. Dicht am. umgefallenen Stamm war der Boden einigermaßen feſt; das nächſte Buſchwerk ward abgeriſſen und damit eine Art von Unterlage gebildet; ich bekam ſogar das Brett, das auf dem Boden unſeres Canos gelegen hatte und lehnte ſein eines Ende auf den umgefalle⸗ nen Stamm, ſo daß mein Kopf, wenn ich mich auf dieſer etwa einen Fuß breiten Pritſche ausſtreckte, immer etwas höher lag, als meine Füße,— jeder machte ſich ſo ſeinen Boden zurecht, und in dieſer Poſi⸗ tion warteten wir und ſeufzten:„Wenn doch was käme und uns mit⸗ nähme.“ Aber es kam nichts. Gegen Abend theilten wir uns den Reſt eines Huhns, welches wir von der Genebra mitgenommen; Trink⸗ waſſer hatten wir nicht; das Waſſer des Canals war vollkommener, wenn auch ganz flüſſiger Moraſt. Es fing an zu dämmern, zu dun⸗ keln, es ward Nacht, aber es kam nichts; die Waldwelt rings um uns erſchien todt, der Canal von Poaſſu war ſo verödet, wie der Co⸗ eythus in der Unterwelt; wir glichen den Schatten, für die kein Nachen zur Ueberfahrt erſcheinen will. Wer ſich etwas in meine Lage ver⸗ ſetzt, wird ſie ſo unbehaglich, ja ſo unheimlich, wie nur möglich fin⸗ den. Um ſie aber noch unheimlicher zu machen, ließen ſich meine Neger von der Furcht vor Bougres beſchleichen. Es könnten, meinten ſie, Nachts räuberiſche Wilde längs des Waſſers kommen, uns finden, ſchlachten und freſſen! Ich mußte meine nur mit Schrot geladene Flinte noch mit einer Kugel verſehen, ſtellte ſie neben mein Brett, ſpannte gegen den herableckenden Nachtthau meinen Regenſchirm aus, der mir wenigſtens Kopf und Bruſt bedeckte, und ließ ſo die unheim⸗ lichſte braſilianiſche Nacht, die ich in 20 Jahren erlebt habe, über mich ergehen.
Nun, Unzen und Pumas, Giboias(Rieſenſchlangen) und Klap⸗ perſchlangen und ſogar menſchenfreſſende Botokuden kamen in der ganzen Nacht nicht ein einziges Mal; dagegen erging über uns eine andere Plage, die ſich würdig den egyptiſchen Plagen zur Seite ſtellen kann. Sowie mit hereingebrochener Nacht alle Bewegung in unſe⸗ rem jämmerlichen Bivouac aufgehört hatte, fanden ſich wahrhaft un⸗ geheure Mückenſchwärme ein, die uns mit förmlichem Heißhunger an⸗ fielen; meine leichte Kleidung, zumal meine Beinkleider ſchützten mich nicht dagegen; wir wurden alleſammt, da wir kein Waldfeuer hatten anzünden können, ſchaurig zerſtochen, während das Singen der Billio⸗ nen kleiner Ungeheuer wie wirkliche Höllenmuſik klang.— Nun, Mücken gibt es auch in Europa gewiß in großen Schwärmen, und gewiß mag mancher Schläfer in ſeinem Bett arg von ihnen incom⸗ modirt werden, ja! Aber ſolche braſilianiſche Moskitonacht im feuchten Walde, im tiefſten Dunkel, neben einem moraſtigen Strom, wo man mit dem Rücken auf einem ſchmalen Brett liegt und ſich nicht rühren darf, weil man rechts in den Moraſtwald, links gar in den Moraſtſtrom hineinfallen und ganz beſtimmt umkommen würde,— ſolche Nacht, ſolche,— und dabei der Gedanke an die Möglichkeit, dort liegen zu bleiben auf unbeſtimmte Zeit oder gar bis zum Tode, das iſt keine Nacht, die mit irgend einer europäiſchen verglichen wer⸗ den kann.
Denn wirklich hätten wir dort umkommen können! Die Cano⸗ ſchifffahrt auf dem Canal von Poaſſu dreht ſich, wie ich ſchon ſagte,
um die Einfuhr von Salz in das Innere von Braſilien. Dieſe Salztransport geſchieht nur bei ganz gutem Wetter. Sowie b der cheuer
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