Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
101
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ic derhaßte Ber⸗ elat 7 machen. Th cerbuſch ſeiner aber ſtets fand ſe nämlich nicht Janz vorzüglich A Wittwe hilfreich im Herzen, weiter, eimmal auch durch hinter die Wahr⸗

denn die Wittwe Kegen den treuen Menſch in dieſen in welcher Ver⸗ Pervor, daß er es lngen, ſowohl auf r Chriſtiane zu ſud der Feldwebel ſder einſt Geliebten r geradezu

fam, war er ängſt⸗ ſb nicht, ſeine alten und ſchüttelte nur

it überſtrömenden

g ſeiner Be⸗ de, obwohl ſie anderung in den wirkt. Frau

daß ſie die⸗ ſie zufällig

Leerlei Strei⸗

ph unter den Vo⸗ aazan genau nach

angegebenen chſten Obſtbäume des Holzes, an

a, wurden ſie ni M naturwüchſig und

ſitte⸗ ur

glücklich und jedenfalls nicht ohne Hoffnung, daß auch meine Mühen noch gekrönt werden würden.

Voreilige Sperlinge hatten zu meinem größten Verdruße ſchon längſt ſich darin feſtgeniſtet, flogen zwar davon, ſowie ein Staar an⸗ geſteuert kam, duldeten aber nie, daß der Gaſt am Plätzchen heimiſch wurde. Mit Schnabelhieben, dachten ſie richtig, ſei hier nicht beizu⸗

kommen, wie Feſtungswidder rannten ſie fliegend gegen den ſingenden

Staar, und prallte auch der Stoß machtlos zurück, ſchließlich räumte der Staar das Feld. von der Wohnung zu nehmen und ſich mit dem barſchen Spatz wirk⸗ lich einzulaſſen. Aergerlich dar⸗ über legte ich mir ein Blas⸗ rohr zu, lediglich in der Abſicht, die Eindring⸗ linge zu vertrei⸗ ben. So oft ſich einer der Spitz⸗ buben ſehen ließ, platzte eine Ku⸗ gel an die bret⸗ terne Wandung. Höhnend flogen ſie davon, ſchließ⸗ lich aber von der Ungefährlichkeit meines Feuerns überzeugt oder auch meinen gu⸗ ten Willen, ſie nur zu vertrei⸗ ben, nicht aber zu tödten, als Ungeſchicklichkeit d, blieben ruhig e Achdn

ſich

in

und ſicher ſend dem Kaſten ſitzen, mochte ich auch Kugel auf Kugel ihrer Feſtung in die Flanke ſen⸗ den.

Endlich gab ich den Kampf auf und mit ihm die Hoffnung, für mein lufti⸗ ges Logis Staa⸗ renmiether zu bekommen. Doch ihr Freibenter, nicht zu früh gejubelt! Heraus zuerſt mit euch und hinterdrein das ganze Geniſte. macht Staarmatz Ernſt!

Myaa wiſ⸗

So eben trifft ein Staarpärchen ein. Jetzt Und das ſchienen die Spatzen zu merken; ſie leiſteten keinen erheblichen Widerſtand, flogen wohl gegen die Staare an, ſuchten aber ſtets das Weite, ſowie ſie doppelte Gegen⸗

wehr fanden. Es war Morgens in aller Frühe. hatten ein Paar Stunden zu ſchaffen, um das Neſt von dem Wuſt der fremden Eindringlinge zu ſäubern. Auch nicht ein Fäſerchen blieb darin; das litt ihr Stolz nicht. Jetzt flogen ſie auf und davon und erſt am Spätnachmittag kehrten ſie heim. Doch ihre Heimat war es noch lange nicht. Immer noch liebten ſie, zwiſchen Morgen und Abend, gemeinſchaftlich mit den Scharen ihrer Brüder dort ſich her⸗ umzutummeln, wo ſie gleich bei der Ankunft aus den Winterquar⸗ tieren ſich zuſammengefunden hatten. Dort pflegen ſie annoch zu übernachten, dort nehmen ſie ihr erſtes Frühſtück ein. Nur Morgens und Abends kommen ſie zu einem längeren oder kürzeren Beſuche

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Es war ja auch gar nicht ſein Wille, Beſitz

Meine Staare

nach der zukünftigen Brutſtätte. Erſt dann halten ſie Tag wie Nacht hier aus, wenn Eier oder Junge ihre dauernde Anweſenheit fordern.

So trieben es die zukünftigen Bewohner des einen meiner Staar⸗ käſten die anderen waren ſchon längſt den Sperlingen anheimge⸗ fallen fünf Tage lang. Am ſechſten Tage wo bleibt die Staarin? kommt blos das Männchen zurück. Sehnſüchtig lockend ruft er alle vorübereilenden Kameraden an, unkreiſt ſeinen Bezirk, hoch von dem Firſt der Dächer und dem Gipfel der Bäume ſpäht er nach allen Seiten. Kürzer als ſonſt verweilend entfernte er ſich und kehrte des Abends wieder, aber diesmal nur auf ganz kurze Zeit. Was er ſuchte, er fand es nicht. Am anderen Morgen ſtand und blieb ſeine Wohnung ver⸗ laſſen. Es ver⸗ ſtrichen ſechs lange Tage für mich. Ein ein⸗ ziger Tag ſeiner Abweſenheit ge⸗

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nügte, die Sper⸗ K linge zu leh⸗ 8 ren, daß ihnen freie Hand ge⸗ 8 laſſen ſei. Zu 8 meinem gro⸗ ßen Verdruße 8 ſchleppten die 8 unverbeſſerlichen Freibeuter ihr von den Staaren herausgeworfe⸗ nes Material

wieder zu Neſt und richteten ſich häuslich ein. Doch halt, Mei⸗ ſter Spatz! Nur wenige Tage ſollte euer Jubel währen. Noch einmal kehrt der Staar heim, immer zwar noch allein, doch ſo fort wird das Sperlingspaar ain die Luft ge⸗ ſchlagen. Das

Hauſes beginnt von neuem. Er ſelbſt trifft ernſt⸗ liche Anſtalten und trägt emſig zu Neſte. Nicht ſo haſtig, lieber Freund! Wo iſt dein Weib geblieben? Ja ihr, der Lieben pfeift und lockt er unauf⸗ hörlich, ſo oft er ein Stück Arbeit verrichtet hat, und jeden vorüber⸗ fliegenden Staar der Nachbarſchaft ruft er an.

Das arme Thier nahm mein ganzes Mitleid in Anſpruch. In ſeinen Tönen hörte ich Klagen, in ſeinem langgedehnten Pfeifen er⸗ kannte ich Sehnſucht, in ſeinem haſtigen Weſen und unaufhörlichen Flügelſchlagen die Unruhe und Angſt ſeines Herzens.

Endlich trieb es ihn fort, hinweg. Sieh da! Er bringt das Weibchen mit. In ſcheuer Entfernung vom Neſte läßt es ſich nieder. Mein Staarmatz kroch hinein und ſchaute einladend mit dem Kopfe heraus. Jetzt kommt er hervor, ſich dem Weibchen zu nahen, ſchnell aber flog es von dannen.

Frau Sperling hatte gut gemerkt, daß dieſe Ehe ſich bald wieder löſen würde und gab die Hoffnung nicht auf, ihren alten Sitz wieder beziehen zu können. So oft Meiſter Staar ſich entfernte,

Ausräumen des