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Augenleiden ſeinen Ruhm doch bewahren!— Einem Täßchen Flieder⸗ thee läßt ſich etwas Böſes wohl kaum nachreden; hat ſich doch ein jeder bei Erkältungen von dem Nutzen einer tüchtigen Schweißcur überzeugt. Und dennoch kann derſelbe Fliederthee, zur Unzeit, im Uebermaß und im Verein mit einem ſonſtigen erhitzenden Verhalten, bei Pocken, Maſern und Scharlach angewandt, überaus nachtheilig wirken. Der thörichte Volkswahn ächtet in dieſen Krankheiten die friſche Luft, das kühle Waſſer; er ſetzt ſeine Zuverſicht auf eine Back⸗ ofentemperatur, er meint, durchs Schwitzen in einer qualmigen, ver⸗ peſteten Atmoſphäre den ſäumigen Ausſchlag mit Gewalt herauszu⸗ treiben, und fördert dadurch nur das Fieber, den Blutandrang nach dem Gehirn, woran ſo viele zu Grunde gehen.
Die Hausmittel ſind am Tode vieler Menſchen ſchuld!— Wie reimt ſich nun aber mit dieſem Feldzuge gegen die Hausmittel mein Vorhaben, den Leſern dieſer Zeitſchrift eine Reihe von ſolchen Mitteln vorzuführen, für gewiſſe Fälle zu empfehlen und ihre Wirkungs⸗ und Anwendungsweiſe zu beſprechen?— Ich denke, ganz gut. Denn wenn nur zu häufig die Mißhandlung durch Hausmittel den übeln Ausgang vieler Krankheiten veranlaßt, ſo kann keineswegs der Stab über die Hausmittel ſammt und ſonders gebrochen, es ſoll nicht gegen den Gebrauch im allgemeinen, ſondern nur gegen den Mißbrauch ge⸗ warnt werden. Viele derſelben haben ihre Berechtigung innerhalb gewiſſer Grenzen, in kleineren, aber doch beſchwerlichen Leiden, in be⸗ ginnenden Krankheiten, bei augenblicklicher Ermangelung des Arztes. Unter ſolchen Umſtänden erweiſen ſich manche als erſte Hilfe wahr⸗ haft ſegensreich. Indem ich daher meine Leſer mit einer Anzahl von mir in einer langen Erfahrung erprobter Hausmittel bekannt mache, hoffe ich, in weiteren Kreiſen Nutzen zu ſtiften, ohne der Quackſalberei Vorſchub zu leiſten.
1. Senf und Senſfſpiritus.
Freund Senf, der flinke, flüchtige, augenbeizende, naſenkribbelnde Geſelle, der Jung und Alt erröthen, weinen und nieſen läßt, iſt mein unentbehrlicher, in tauſend Nöthen brauchbarer, niemals läſtiger Famulus, mein Muſter aller Heilgehilfen. Werd's ſchon machen— heißt ſein Wahlſpruch; und er ſchafft's, wenn's halberwege geht. Ihn brauche ich häufig als Kleingewehrfeuer, mit dem ich der Krank⸗ heit zu Leibe gehe, bevor ich ſie mit dem ſchweren Geſchütz angreife. Ihn ſchicke ich gar oft als Bahnbrecher und Pfadfinder voraus, wenn mir Weſen und Sitz des Uebels noch unklar, und Abwarten geboten erſcheint. In ſchlimmen und leichten Zufällen, bei Krampf, Ohn⸗ macht, Stechen, Reißen, Drücken, und ob das Leiden im Kopfe ſtecke oder im Hals, im Magen oder im Kreuz— mein anſtelliger Burſche von Heildiener weiß überall Rath und Beſcheid.
Fragen wir dem Wundermann ſeinen Urſprung und ſeine Künſte ab.
Zu lediglich diätetiſchen Zwecken bedient man ſich in der Regel des weißen, zu düätetiſchen und mediciniſchen des weit ſtärkeren ſchwarzen Senſſamens. Die Kraft deſſelben beruht in ſeinem Ge⸗ halt an dem ätheriſchen Senföl, einer klaren, höchſt penetrant riechenden, thränenauspreſſenden, brennend ſcharfen, blaſenziehenden Flüſſigkeit. Da das Senföl zu den allerſchärfſten Arzneiſtoffen ge⸗ hört und deshalb nur auf beſondere ärztliche Vorſchrift aus der Apo⸗ theke verabreicht wird, ſo kann nur ſeine Verdünnung in Alkohol— Senfſpiritus— neben dem Senfſamen als Hausmittel in Betracht kommen.
Der Senf gehört mit dem Meerrettig, dem Seidelbaſt, den ſpa⸗ niſchen Fliegen u. a. m. zur Klaſſe der zug⸗ und ableitenden Mittel, welche dem Reiz einen Gegenreiz entgegenſetzen oder, indem ſie or⸗ ganiſche Flüſſigkeiten nach einer vom Leidensort entfernten Hautſtelle hinziehen, dort einen künſtlichen Lebensvorgang(Blutandrang, Haut⸗ entzündung, Blaſenbildung, Eiterung) anregen.
Dieſes Verfahren bezweckt, ſchmerzhafte oder Gefahr drohende Krankheitsproceſſe durch Ableitung nach außen zu brechen oder zu ſchwächen; damit das edle Organ geneſe, macht man das— ver⸗ hältnißmäßig— unedle, die Haut, zum Leidträger, der äußere Schmerz ſoll den inneren vertreiben. Und daß der Senf in ſeiner Sphäre ſeiner Aufgabe vortrefflich genügt, davon zeugt die Erfahrung namentlich in folgenden Krankheitszuſtänden:
1) Der raſendſte Kopfſchmerz, ſei er aus Unterleibsſtörungen entſtanden, oder rheumatiſch⸗nervöſen Urſprungs, ſchwindet oft, wie
woeeggeblaſen, nach einem in den Nacken oder an die Waden gelegten
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Senfteig. Dieſelben Dienſte leiſtet der Senf auch in vielen anderen Kopfleiden, als da ſind: Schwindel, Blutandrang, Ohrenbrauſen, Ohnmacht und ſchlagflußähnliche Zufälle. Oft gerathen Kinder beim Anzuge verſchiedener Krankheiten in bedenkliche Hirncongeſtionen, wobei das lebhafte Fieber, krampfhafte Zuckungen, unruhiges Hin⸗ und Herwerfen, Betäubung, Irrereden eine hohe Gefahr verkünden. Ein einflaches Senfpflaſter verwandelt hier(beſonders, wenn noch nebenbei ein Klyſtier angeſetzt wird) das Bild des Sturmes in ein Bild des Friedens und bewirkt wenigſtens bis zur Ankunft des Arztes einen Stillſtand der Gefahr. Wie oft ereignen ſich nicht ſolche Fälle von anſcheinend lebloſem Zuſammenſinken, bedenkliche Zuſtände, wo der Laie rathlos daſteht— eine erſte Zuflucht zum Senf wird nie— mals ſchaden.
2) Auch bei Krankheiten im Gebiete des Bruſtraums dür⸗ fen wir uns als Lobredner dieſes Mittels bekennen. Lungenfellent⸗ zündungen geben ſich in der Regel kund durch Bruſt⸗ und Seiten⸗ ſtiche. Solche Stiche ſind oft auch blos Folge von Rheumatismus der Bruſtmuskeln, dauern längere Zeit an, und verurſachen heftige Schmerzen beim Athemholen; ängſtliche Kranke glauben dann gar wohl, an beginnender Tuberkelſchwindſucht zu leiden. Nun, unſer Senf wird ſie dieſer Krankheit entheben, ſo daß ſie dann wahrhaft frei aufathmen. Aber auch bei Stichen, welche unzweifelhaft auf be⸗ ginnender Entzündung der Bruſtorgane beruhen, iſt der Senf an ſeinem Platze und lindert wenigſtens zeitweiſe die Schmerzen. Ebenſo bewährt er in jenem qualvollen Leiden, Aſthma genannt, wo der Kranke ſeine Bruſt von furchtbarem Krampf zuſammengeſchnürt fühlt und vergeblich nach Luft ſchnappt, einen bedeutenden Nutzen, und kann viel zur Milderung und Abkürzung des Anfalls beitragen.
3) Manche Menſchen unterliegen, vorzüglich nach Erkältungen oder dem Genuß ſchwer verdaulicher Nahrungsmittel(harter Käſe, zähes Rindfleiſch) zeitweiſe wiederkehrenden Anfällen von Schluch⸗ zen; auch Säuglinge werden öfters davon heimgeſucht. Dieſes läſtige Leiden beſteht in einer krampfhaften, ſtoßartigen, laut vernehmbaren Zuſammenziehung des Zwerchfells, dauert Stunden und Tage an, verurſacht große Pein und hat zuweilen ſchon tödtlich geendet. Durch tüchtiges Einreiben der Zwerchfell⸗ und Bruſtbeingegend mit Senf⸗ ſpiritus habe ich das Uebel ſchon öfters ſchnell beſeitigt.
4) Bei Magenkrampf, Magenſchmerz und anhaltendem Erbrechen leiſtet das Auflegen von Senfteigen und Senſſpiritus höchſt ſchätzbare und unentbehrliche Dienſte.
5) Bei ſchmerzhaften Affectionen aus rheumatiſcher und nervöſer Urſache, z. B. Zahnſchmerz, Reißen im Nacken oder Kreuz (dem ſogenannten Hexenſchuß) empfiehlt ſich der Senf ebenfalls als gewöhnlich ſchuell linderndes Mittel.—
Daß der Senf auch innerlich gebraucht wird, damit ſage ich niemanden etwas neues, am wenigſten den Hausfrauen, deren manche ſich im Beſitze eines ausgezeichneten Moſtrichreceptes zu ſein rühmt. Die Engländer, dieſe fleiſcheſſende Nation par excellence, wiſſen ihn ſchon ſeit langem zu würdigen. Ja, ein Shakeſpeare in ſeinem Som⸗ mernachtstraum hat ihm(Act III, Scene 1) die Unſterblichkeit geſichert. Eine Elfe ſtellt ſich dem Weber Zettel unter dem Namen Senf⸗ ſamen vor, worauf er von Zettel angeredet wird:„Lieber Musje Senfſamen, ich kenne Ihre Geduld gar wohl. Jener niederträchtige und ungeſchlachte Kerl, Rinderbraten, hat ſchon manchen wackeren Herrn von Ihrem Hauſe verſchlungen, ſeien Sie verſichert, Ihre Freundſchaft hat mir ſchon oft die Augen übergehen machen. Ich wünſche nähere Bekanntſchaft, lieber Musje Senfſamen.“
Auch wir wollen dieſe Bekanntſchaft pflegen, nicht blos zu un⸗ ſerm Rinderbraten und zu unſerm„Zand mit brauner Butter“. Der weiße Senf wird in Körnern oder in Pulverform zu 1 bis 3 Kaffee⸗ löffel täglich gegen Verdauungsſchwäche, Verſchleimung und krank⸗ hafte Säurebildung und Luftentwicklung aus dem Magen mehrfach empfohlen. Er regt die trägen Gangliengeflechte der Hypochonder zu kräftiger Thätigkeit an und befördert die Abſonderung der berühr⸗ ten Schleimhautflächen.—
Handelte es ſich hier um eine erſchöpfende Darſtellung ſämmt⸗ licher Krankheiten, in welchen ſich der äußere und innere Gebrauch des Senfs wohlthätig erweiſt, ſo wäre jetzt noch mancher Fall zu er⸗ wähnen, wo der Arzt ſich ſeiner(z. B. zu Fußbädern, Beimiſchung zu Breiumſchlägen) mit Erfolg bedient. Dies würde jedoch die Gren⸗ zen unſrer Aufgabe überſchreiten, da wir die Hausmittel hier nur als erſte Hilfe in läſtigen oder gefährlichen Uebeln, nicht aber alle mög⸗
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