der ſellſt iuema aſn
altblütig, eda küunen
ſchwimmen. u
der bleiben.. bei meinen
ormer e une Junge da, nimm — MWieu! ich geh nach
ritte, doch Claus Nitſchle ihn nich laſſen,)
nit— ich weiß nicht wo⸗ em armen Jungen in den lverdiente Strafe,“ ſagt erliefern, indem Du uns t Du drin... wer an⸗ ots geſehen habe.“
ꝛderes geſehen habe, als ſie
in bekommſt Du nicht en⸗ ¹, anſtatt dreimal, täglih
ia nicht— es iſt nicht ſo aber mein Vater ſagt, ih
hwatzen.“
2... wie war es denn!
vabs aber beſſer geſehen
eaßt haben.“
aufbinden.“
nicht ſchimpfen— und 1
außerſt aufmerkſam gewor bt des furchtſamen Cland um ihm eine Lüge aufze hon im Stande wäre, O
du etwas wüßteſt, würdeſ
denn der Ruben hat mit nge; Ihr ſchimpft alle auf
del,„ich ſehe voraus, daß del,„o
u as damit, was huſt d .
„Komm mit mir nach Hauſe, ich geb' ihn Dir gleich.“
„Ja, nicht wahr!... damit mich das Gericht einſperren laſſe, wie Du mir vorhin geſagt haſt.“
„Es war ja nur Spaß!“
„Ja Kuchen! Spaß— ich laſſ' mir nichts vorreden— ich bin ſo dumm nicht— wenn ich jetzt nach Ragiwen zurückkomme, dann faſſen ſie mich...“
Mendel ſieht, daß ſeine Lügen von vorhin ſeinem Vorhaben ge⸗
adet haben— und immer mehr ſagt ihm eine innere Stimme, daß Claus Nitſchke vielleicht bedeutende Enthüllungen machen könne. Er berechnet nicht, daß derſelbe ja leicht gezwungen werden könne, die Wahrheit zu ſagen, ſein fieberhaft erregtes Gemüth ſpiegelt ihm vor, daß der arme Junge wirklich fortlaufen könne, und ſo die Wahrheit, die, wie er mit Beſtimmtheit glaubt, Ruben erretten, ſeine Eltern und Großeltern wieder heiter ſtimmen kann, verborgen bleiben würde.
„Claus!“ ſchreit er mit hochtragiſchem Pathos,„jetzt mußt Du mit mir nach Ragiwen— todt oder lebendig— Du mußt mit!“
„ was— ich denk nicht daran...“
„Claus!... noch einmal— willſt Du oder willſt Du nicht?“...
„Nein!— komm nur her— Du Judenjunge! ich fürchte mich gar nicht vor Dir!“
Das Maß iſt voll— das Gewitter bricht los... wie ein Ver⸗ zweifelter ſtürzt Mendel auf Claus Nitſchke, und ein Zweikampf beginnt, wie die Jugend von Ragiwen und Umgegend keinen zweiten je geſehen.
..... Die Zeugenvernehmungen auf dem Rathhauſe ſind vorüber. Ruben iſt ruhig und beſcheiden geweſen, und ſeine Aus⸗ ſage hat einen ſehr günſtigen Eindruck auf den Richter gemacht, er hat mit der größten Ausführlichkeit alles bis zum Augenblicke des Wurfes erzählt— von da ab behauptete er nichts mehr zu wiſſen, fand es aber ganz natürlich, daß er ſo gehandelt, und verſicherte, daß er bei gleicher Gelegenheit wahrſcheinlich ebenſo wieder handeln würde. Die Ausſagen Rebeccas, ſowie der übrigen Zeugen ſtimmten dermaßen mit denen des Angeklagten überein, daß es dem Inquirenten leicht ward, die Thatſache in ihrem wahren Lichte feſtzuſtellen, und er dem dazukommenden Bürgermeiſter, der als Ortsbehörde das beſte Zeugniß für Rubens bisherigen Lebenswandel ablegte, ſagen konnte, daß, ſo leid es ihm auch thäte, er wahrſcheinlich, wenn Meyer ſeiner Ver⸗ letzung erläge, die Anklage au odtſchlag“ richten müſſe, und daß die einige Tage vorher von Ruben ausgeſprochene Drohung, die weder er noch Rebecca leugnete, als ein erſchwerender Umſtand ins Gewicht fallen würde. Die Fachausfagen des Kreisphyſicus wurden einfach zu Protocoll genommen, und ſchon wollte der Richter den ſchriftlichen Rapport des behandelnden Arztes, Dr. Elias Bentheim, ganz einfach zu den Acten legen, als der Kreisphyſicus ihm bemerkte, daß ſein junger College ſeine Meinung durchaus nicht theile, ihr ganz entſchieden entgegenträte, und es deshalb vielleicht gut wäre, wenn das Gericht gleich Kenntniß von dem ärztlichen Gutachten des Dr. Bentheim nähme.
Mit etwas geringſchätziger Miene nahm der Richter den Rapport des jungen Arztes und begann die Lectüre deſſelben, doch kaum hatte er die erſte Seite geleſen, als ſein Geſicht den Ausdruck des höchſten Intereſſes annahm, was ſich, je weiter er las, immer mehr ſteigerte.
„Hm... hm...“ ſagte er, nachdem er geendet,„ich glaubte, daß die Unterſuchung ſpiegelglatt ſei, und nun ſehe ich, daß es eine der complicirteſten ſein wird, die wir ſeit langen Jahren gehabt... hm... wir müſſen das halbe Städtchen vernehmen... vor allen Dingen aber den Verwundeten.. wo iſt der Herr Doctor Bent⸗
heim— zum Kuckuck, das iſt ein junger Arzt, der ſtark debütirt—
was ſagen Sie dazu, Herr Kreisphyſicus?“
„Obgleich ich die Meinung meines Collegen nicht im geringſten theile, ſo beruht dieſelbe doch auf einer— ich muß es geſtehen— ſo feſten Hypotheſenbaſis, daß ich ſelbſt beim hochlöblichen Gerichte eine Conſultation von andern Aerzten oder eines Mitgliedes des Medi⸗ cinalcollegiums der Provinz beanſpruche!“
„Hm... hm...“ brummte der Richter... ſſchichte...“
Elias trat ein, und der Kreisphyſicus trat ihm entgegen...
„Feſt, College... feſt!“— ſagte er ihm leiſe und halb lachend —„Sie haben Unrecht, aber das ſchadet nichts... wir wollen den Herren den Kopf ſchon heiß machen... nur recht viele techniſche Ausdrücke, hören Sie...“ 4
„Ihr Gutachten, Herr Doctor,“ ſagte der Richter,„hat mich
III. Jahrgang.
„verteufelte Ge⸗
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erſtaunt und Sie ſetzen uns dadurch in große Verlegenheit, Sie machen aus dieſer ebenſo einfachen wie ſchmerzlichen Affaire eine der complicirteſten, die dieſer Kreisgerichtshof wohl je gehabt hat. Haben Sie auch wohl Ihre Relation überdacht?“
„Sonſt würde ich ſie wahrſcheinlich nicht eingereicht haben,“ entgegnete Elias.
„Aber Sie ſind in offenbarem Widerſpruch mit dem Herrn Kreisphyſicus.“
„Ich bedaure...
„Sie behaupten, daß der Knittelwurf nicht die innere Ver⸗ letzung hervorgebracht habe, der der Kranke, Ihren beiderſeitigen Vor⸗ ausſetzungen gemäß, unterliegen muß— Sie behaupten, daß ein heftiger Schreck allein die Sprengung eines Blutgefäßes zur Folge gehabt hätte— und daß die durch den Wurf beigefügte Contuſion keine lebensgefährliche Bedeutung habe...“
„Dies ungefähr iſt in der That meine Meinung...“
„Hm... hm... und wie wollen Sie dies beweiſen?“
„Ich habe die Gründe dafür in meiner Relation ſchriftlich an⸗ gegeben.“
„Und ſtimmen Sie dem Vorſchlage des Herrn Kreisphyſicus bei, eine ärztliche Conſultation zu berufen?“
„Ich fürchte, es wird keine Zeit dazu übrig bleiben.“
„Weshalb?“
„Ich fürchte, daß der Kranke die Nacht nicht überleben wird...“
„Nun... dann wollen wir ihn nur gleich vernehmen; ich muß überhaupt bald fort... dürft' ich bitten, meine Herren, mich zu dem Verwundeten zu begleiten?...“
Das„Gericht,“ von den beiden Aerzten begleitet, verließ das Rathhaus und begab ſich nach Meyers Wohnung. Als ſie vor Reb Iſaaks Thür vorbeikamen, winkte dieſer ſeinen Sohn zu ſich.
„Wie ſteht es?“ fragte er ihn.
„Entweder ich blamire mich fabelhaft,“ erwiderte Elias,„oder Ruben kömmt mit einer kurzen Gefängnißſtrafe davon. Iſt Eleazar noch immer in Lobchow— iſt alles geglückt?“
„So, wie ich gehört habe, ja.“
„Adieu! ich muß fort.“
.„Wiſſen Sie, Herr College,“ ſagte der Kreisphyſicus leiſe zu Elias, als dieſer wieder neben ihm herging,„ich würde eine Flaſche Champagner zum Beſten geben, wenn noch ſo viele Incidenzfälle da⸗ zwiſchen träten, daß der Richter heute nicht fortkönnte.“
„Wie ſo das?“
„Es würde mich königlich freuen; dann würden ſie in der Reſ⸗ ſource heute kein Phombre ſpielen können, und dann wäre die ganze Geſellſchaft in Verzweiflung...“
„Sie böſer Menſch...“
„Was ſoll man in einem kleinen Städtchen anfangen? lieber College, man wird böſe aus lauter Langeweile; es wird Ihnen auch noch ſo gehen.“
VIII.
Majeſtät des Todes! erhabene, unerbittliche Majeſtät! Maje⸗ ſtät ohne Gleichen, die Du alles auf Erden überragſt; wie ſchauer⸗ voll prangſt Du in Deiner düſtern Macht, wenn der belebende Hoff⸗ nungsſtrahl des Glaubens nicht ſeinen Glanz auf Dich wirft und die grauſe Finſterniß, die Dich umgibt, in ein goldnes Abendroth ver⸗ wandelt? O warum führt man böſe Menſchen nicht an das Sterbe⸗ bett eines Böſen? ſie würden tief erſchüttert von dannen weichen, und warum führt man ſie dann nicht, um das letzte Glückeslächeln eines Gerechten, eines Gläubigen zu ſehen? Würde ihr noch ſo verſtocktes Herz dieſem Vergleiche zu widerſtehen fähig ſein?
O nein! gewiß nicht! Die Atmoſphäre, die einen Todeskampf umgibt, iſt eine eigenthümlich erhabene, und die Seele, die ſich zu ihrem Schöpfer erhebt, verläßt dieſe Erde nicht, ohne einen bleibenden Eindruck auf ihre Schweſterſeelen, die noch in der Verbannung des Tages der Befreiung harren, auszuüben!
. Da liegt jener Mann, dem noch vor wenigen Tagen ein unheimliches Feuer aus den grauen Augen leuchtete... und dieſe Augen ſind dem Erlöſchen nahe... jener Mund, der ſo viele hä⸗ miſche Worte geſprochen— ſeht! wie er eingefallen iſt; ſeht! wie er
zuckt und unverſtändliche Worte murmelt; jener geſchmeidige Körper,
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