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nur hie und da haben ſie einige unbedeutende ſtrategiſche Bewegungen ausgeführt. Die Republikaner haben dieſe Zeit benutzt und Paris mit Barricaden überſäet. Das Comité de résistance triumphirt! Jules Favre hat am ſelben Morgen„dem Bonaparte“ keine vier⸗ undzwanzig Stunden gegeben, um auf dem Wege nach England zu ſein.— Paris bewegt ſich; der alte Geiſt der Fronde, welcher hier ſeit Jahrhunderten nur geſchlummert, wird wach, man ſchreit wie wüthend: Vive larépublique! man ſingt die Marseillaise, den chant du départ und die Girondins und zwiſchen alledem ziehen Horden von Straßenjungen durch die Straßen und erfüllen die Luft mit ihrem unſinnigen: des lampions— des lampions! in welchen jetzt ſogar„das Publikum“ von Zeit zu Zeit miteinſtimmt.
Und zu alledem glauben die Optimiſten der Volkspartei eine gewiſſe Zaghaftigkeit, eine gewiſſe Unentſchloſſenheit bei den Sol⸗ daten zu bemerken, die ihnen die beſten Hoffnungen gibt.— In der That, es ſcheint unbegreiflich, warum die Truppenführer ſeit dem vorigen Abende nicht die geringſte Bewegung ausgeführt, warum ſie zugelaſſen, daß ſo viel Barrikaden entſtehen, und nicht allein den aufmerkſamen Spähern des Comité de résistance, ſondern auch den Generalen ſelbſt erſcheint es unfaßbar, weshalb die Befehle zum Angriffe ſo lange ausbleiben.
Um zwölf Uhr erhält der an der Porte St. Martin ſtationirte Brigade⸗General Certain⸗Canrobert durch einen Schwadronschef den Befehl, das Kommando ſeiner Brigade dem General Rebell zu über⸗ geben und ſich ins Elyſée zu verfügen.
Wir kennen den General Canrobert nur aus der unwilligen Philippika, welche der General St. Arnaud am Vorabende des Staatsſtreiches gegen ihn geſchleudert, ein Officier, ohne Schulden, der gratis ſeinen Beiſtand dieſem Unternehmen leiht;— mit einem Worte, ein höchſt verächtlicher Menſch in den Augen des Herrn Kriegsminiſters, General⸗Lieutenants Leroy de St. Arnaud!— Im Phyſiſchen iſt der General Canrobert gleichfalls eine Art von Ano⸗ malie. Würde er einen Civilanzug anhaben, könnte man ihn für alles in der Welt halten, nur nicht für einen Soldaten. Er iſt klein, etwas korpulent, trägt lange, nach hinten gekämmte Haare und einen kleinen, zierlichen Schnurrbart; für einen Muſiklehrer hat er im Civil oft gegolten, für einen General noch nie! Man rühmt ihm eine aufopfernde Sorgfalt für die Soldaten unter ſeinem Kom⸗ mando nach, die ſich gar eigenthümlich mit einer eiſernen Strenge paart; er beſtraft ſehr wenig, doch es gibt vielleicht keinen General in der ganzen Armee, der von ſeiner Brigade ſo gefürchtet iſt wie er und wiederum auch ſo aufrichtig geliebt!.
Als der General Canrobert in das Cabinet des Präſidenten tritt, liegt dieſer in ſeinem Fauteuil, er iſt bleicher denn je;— ſeine Arme hängen ſchlaff herab, er iſt ein Bild der phyſiſchen Ermattung; doch nie hat ſein Blick ſo feſt, ſo energiſch geleuchtet als gerade jetzt.
„General,“ ſagt er zu dem Eintretenden, welcher in militäriſcher Haltung an der Thüre ſtehen geblieben iſt,„ich habe Sie zu mir beſchieden, um Ihre perſönliche Meinung über den Zuſtand der Stadt
jeden Preis vermeiden will, und in welchem wir übrigens auf die Länge auch unterliegen würden!“
Canrobert antwortet nicht; er ſieht mit einem ganz neuen Ge⸗ fühle zum Präſidenten empor, welchen er bisher nur wie alle Welt kannte.—
Der Präſident fährt fort mit kurzer, ſtark accentuirter Stimme:
„Die Inſurrection muß nicht beſiegt, ſie muß zermalmt werden; die Köpfe der Hydra müſſen alle mit einem Male fallen, damit ſie nicht wieder wachſen; ein Schreckensmantel muß über Paris geworfen werden, ſo bleiern ſchwer, daß der Boden davon kracht und die Barrikaden von ſelbſt fallen! Ich habe Sie rufen laſſen, General, um Ihnen zu ſagen, daß von der ſtrikten Ausführung der Befehle, die Sie binnen kurzem erhalten werden, das Wohl Ihres Vaterlandes abhängt; daß Ihre Energie den Bürgerkrieg verhüten kann; daß Sie der Held des Tages werden ſollen!“
Ein Blitz ſchießt aus den Augen des Generals,— der Soldat tobt in ſeinem Herzen, und das befriedigte militäriſche Ehrgefühl ſteigt ihm wie Syrakuſerwein in den Kopf!
„Ich habe Sie auf dieſen Poſten hingeſtellt, General,“ fährt der Präſident mit etwas ſanfterem Tone fort,„weil die Nachwelt dieſen Poſten am ſtrengſten beurtheilen wird, und“... der Prinz ſtreckt ihm die Hand entgegen,....„ich wollte einen tapferen und auch ehrlichen, fleckenloſen Soldaten, darum habe ich Sie erwählt, General... Sie können ſich zurückziehen!“
Punkt zwei Uhr beginnt der Kampf in den Straßen, wie der Prinz vorausgeſehen, die Barrikaden werden genommen mit mehr oder weniger Schwierigkeit; doch Tage, ja Wochen würden vergehen, wenn man Straße für Straße erobern wollte, zumal da der Pulver⸗ dampf den Pariſern zu Kopfe geſtiegen iſt, und ſie auf eine Barrikade wie zu einer Luſtpartie laufen.
Um halb vier öffnet der General Roguet vielleicht zum hundert⸗ ſten Male die Thüre des Cabinets des Prinzen. Er iſt ſo eben vom Pferde geſtiegen und hat ſich ſelbſt von dem Zuſtande der Stadt überzeugt.
„Schlecht, Monſeigneur,“ berichtet er niedergeſchlagen,„es geht ſchlecht! Tauſende von Müßiggängern ſtationiren auf dem Boule⸗ vard des Italiens bis zur Porte St. Martin, laſſen die Republik hoch leben und verhöhnen die Truppen!“
Der Prinz läßt den Kopf in die Hände ſinken, ſtarrt einige Minuten lang vor ſich hin, dann plötzlich ſpringt er wie durch einen elektriſchen Schlag getroffen in die Höhe, nähert ſich dem erſtaunten General Roguet, und mit einer Stimme, wie dieſer ſie nie von ihm gehört, ruft er:
„Dites à St. Arnaud, qu'il exécute mes ordres!“
Der Prinz ſtößt den General faſt zur Thüre hinaus, und als er ſich allein ſieht, fällt er auf einen Stuhl, er iſt bleich wie Marmor und ſeine Hände zittern convulſiviſch...
Länger als eine halbe Stunde ſitzt er da wie eine Statue des blaſſen Schreckens und kalten Schauders... da zuckt er mit einem Male von neuem zuſammen— fährt auf— ſpringt an den Tiſch—
zu hören!— Wie ſteht es mit Paris, General?“
„Schlecht! Monſeigneur,“ entgegnet der Sieger von Zaatcha.
„Wie ſo, General? Geben Sie mir Gründe an!“
„Man hat zu lange gezaudert, Monſeigneur, die Officiere und die Soldaten glauben, fürchten, daß die Regierung, nachdem ſie einen ſo herzhaften Schritt gethan, jetzt Scrupel fühlt und einen andern Schritt thun wird, aber..“
„Aber? General, ſprechen Sie frei und offen.“
„Einen Schritt nach rückwärts, Monſeigneur!“
Ein ſeltſames Lächeln umſchwebte die Lippen des Prinzen.
„Und was nach Ihrer Meinung, General, müßte jetzt geſchehen, um die Partie zu gewinnen?“ ſagte er.
„Keinen Augenblick zögern, Monſeigneur, von allen Seiten die Barrikaden angreifen, ſie nehmen und...“
„Und dann, General?“
„Nun dann, Monſeigneur,“ erwidert Canrobert lächelnd,„ſcheint es mir, daß wir Sieger wären!“
„Sie täuſchen ſich, General! dann wären in vierundzwanzig Stunden andere Barrikaden erbaut, die von neuem wieder genommen werden müßten, und während deſſen ſchöpft die Provinz, welche ſieht, daß Paris noch immer nicht beſiegt iſt, neuen Muth, waffnet ſich mehr und mehr, und das iſt der Bürgerkrieg, General, den ich um
da kracht es plötzlich,
ergreift die Piſtole, die ſeit drei Tagen an ihrem Platze liegt.... als wenn der Erdboden ſich öffne, ein ununter⸗ brochenes Getöſe durchzuckt die Luft— ein Kanonengebrüll, wie Paris kein zweites gehört, erſchüttert die bebende Atmoſphäre... die Piſtole entſinkt ſeiner Hand, er richtet wiederum ſein kreideweißes Angeſicht in die Höhe— will einen Blick auf das Bild des Kaiſers werfen, doch wendet ihn ſcheu wieder ab— dann ſchreitet er der Thüre zu und bemerkt zu ſeinem Entſetzen, daß dieſelbe... geöffnet, und daß ſeine„Getreuen“ die ganze vorhin beſchriebene Scene beobachtet haben.— Es gelingt ihm mit übermenſchlicher Kraft, ein Lächeln zu erzwingen, und ſich an Herrn Mocquard wendend, ſagt er:
„Meine gewöhnliche Migräne hätte auch zu einer andern Zeit kommen können!“
Die„Getreuen“ antworten nicht,— ſie ſind eben ſo bleich wie der Gebieter!
Und immerfort dauert das Getöſe,— das Gebrüll der Kanonen, das Geheul der Verwundeten, das Geſchrei der Fliehenden... immer länger dauert es— und es ſchlägt fünf— und noch hat es nicht aufgehört— ſechs!— ſieben!— immer noch!— immer noch!.. Endlich gegen acht Uhr wird alles ſtill... ruhig... öͤde... eine Todtenſttillle.
zaris iſt bezwungen; der zukünftige Caeſar hat ſein Schreckens⸗


