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und hofſte durch
ſchänen; ſo leß er
e im Vegrif vnr
zun Klippenyfade;
auf den Capitän oſen den Vorſchlag
gleiben, den dieſer befahl, heimzukeh⸗
„ Myer, der ſie ,vejunge Frau ellſen homan. Sie pfel nicht weit vom ſchaurig, mehr als führt nur äin ſma⸗ ſelige, vier Matro⸗ ad die anderen mit davontrieben, welche ar unter ihnen, ich nauf die Kmiee— einer Piſtole warf tſegöche wo ſah! cht, ſie ſtand dich ei verzweifelnd die e Verfolger nahten, ernden Gewand— holde Geſtalt lag Gogen, die ſie hin⸗ den Haien. Der iß begleitete, weckte war der Schredee äglich hinab in ihr mmernden, convul⸗ ſein Glück bübiſc den erſt nach anen eclichen Schluß des Schiffe ſeiner Bande als er die erſte 4 Meſſer niederſtieß; einen Matroſen 4 7 in Eiſen
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gierung, und dieſe ließ im darauf folgenden Jahre durch ein eigens abgeſandtes Fahrzeug abermals zweiundvierzig unſerer Anſiedler nach dem Cap der guten Hoffnung abholen. Zurück blieben nur die Wei⸗ ber und Kinder, deren Ernährer auf Walfiſchfängern fuhren, und
meine Schweſter, ich, der Pfarrer, deſſen Pflicht es iſt, auszuharren bis zur letzten Stunde, wie der Capitän auf dem brennenden Schiff. Im Ganzen zählt die Bevölkerung der Inſel noch achtundzwanzig Perſonen; ein paar Männer ſind ſchon zurückgekommen, die wenigen Fehlenden werden in einigen Wochen erwartet. Und dann werden wir ſcheiden von dem liebgewonnenen Eiland, von der friedlichen Hei⸗ mat, aus der uns die verbrecheriſche Rohheit des Auswurfs der Menſchheit treibt. Was aus uns werden wird, das weiß der liebe Gott! Ihm ſei unſer Loos anbefohlen!“
Wir fühlten nach dieſem in mehr als einer Hinſicht ergreifenden Bericht das Bedürfniß, die empfangenen Eindrücke in uns zu ver⸗ arbeiten. Als ich draußen vor der Wohnung hin⸗ und herſchritt, geſellte ſich Mr. Taylor zu mir.„Ich habe eine Bitte,“ ſagte er. „Es will mir faſt als ein Fingerzeig Gottes erſcheinen, daß gerade jetzt ein deutſches Schiff hier erſcheint— es iſt, als ſei dies ein Wink in das geliebte Vaterland. Freilich vorläufig nicht für mich— ich bin der letzte, der dieſen Felſen verläßt. Aber für meine Schweſter — vielleicht ließ ſich Ihr Capitän bewegen, ſie mitzunehmen bis zur Capſtadt, womöglich dann auch nach Europa— eine ſchwere, tiefe Sorge wäre dann von meinem Herzen genommen.“ Leider konnte ich dem wackeren Greis nichts entgegnen, als daß ich meinem Capitän ſeinen Wunſch mittheilen werde, verhehlte ihm aber mit möglichſter
Schhonung nicht, daß er ſchwerlich Ausſicht auf Erfüllung habe, da
die Kriegsartikel die Mitnahme von Paſſagieren, insbeſondere Frauen, auf den Kriegsſchiffen ſchlechterdings nicht geſtatten. Betrübt ging der Pfarrer; unmittelbar darauf trat Fräulein Eliſabeth an mich heran.„Ich weiß, wovon Sie geſprochen,“ ſagte ſie mit mildem, gewinnendem Lächeln, indem ſie ihre Hand auf meinen Arm legte; „nicht wahr, Sie glauben doch nicht, daß ich ihn verlaſſen werde?“ Ich konnte nur tief bewegt mich auf ihre Hand niederbeugen und doch ſchwoll mir das Herz vor Stolz, einem Volk anzugehören, das ſolche Frauen und ſolche Männer erzeugt, wie den Pfarrer von Triſtan da Cunha und ſeine Schweſter.
Am Abend war ich mit reichbeladenem Boot voll friſchem Ge⸗ müſe, Kartoffeln, Fleiſch, Waſſer an Bord der Carolina zurückgekehrt und hatte Capitän Sellier meinen Bericht erſtattet, der ihn höchlichſt zu intereſſiren ſchien. Um ſo unangenehmer war es ihm, die Bitte des Pfarrers rundweg abſchlagen zu müſſen; wahrſcheinlich mit aus dieſem Grunde verſagte er ſich am nächſten Tage den Beſuch der Inſel ſelber, während Urlaub erhielt, wer nur irgend entbehrlich war. In großer Geſellſchaft fuhren wir mit dem Kutter, der Launch und dem Gig ans Land; wir brachten den Coloniſten mancherlei willkommene Gaben an Kaffee, Thee, Zucker, Rum, Munition und Waffen;
namentlich hatten wir für unſeren lieben Landsmann und ſeine ehr⸗
würdige Schweſter an deutſcher Lectüre zuſammengeſucht, was nur irgend aufzutreiben war; viel war es gerade nicht, zu unſerer Be⸗ ſchämung ſei's geſtanden. Wir wurden diesmal noch viel freudiger empfangen; unſer Aufenthalt unter den lieben Leuten geſtaltete ſich zum wahren Feſt. Nun erſt betrachteten wir uns die Anſiedler etwas näher. Die anweſenden Männer waren weißer Abkunft, außer Mr. Taylor drei Briten und ein Capholländer, die Weiber Negerinnen und Mulattinnen. Alle hier Geborenen ſind Mulatten, aber nur ganz leicht gefärbt, von wunderbar ſchöner, ſchlanker Geſtalt; die meiſten hatten bei weitem mehr den Typus europäiſchen, als äthiopiſchen Ur⸗ ſprungs; namentlich trugen faſt alle langes, kaſtanienbraunes Haar. Unter den halberwachſenen Mädchen waren mehrere von ſo untadel⸗ jafter Schönheit des Antlitzes und der Formen, daß ich mich nicht trinnerte, jemals einen ſo prächtigen Menſchenſchlag geſehen zu haben, und doch habe ich alle Küſten des Erdballs befahren, die Malayinnen in Bali, die Creolinnen der Havanna, die Mädchen von Tahiti und die Amerikanerinnen des high life im Oſten bewundert. Die Leute ſchienen zugleich nur eine große Familie zu bilden; man ſah, daß ſie ſcch gegenſeitig liebten, und Mr. Taylor beſtätigte uns, daß ſtets die größte Eintracht und ein muſterhafter Lebenswandel unter ihnen ge⸗ herrſcht habe. Das milde, gemäßigte Seeklima der Inſel iſt äußerſt gleichmäßig und geſund; außer dem„König“ war noch niemand auf Triſtan da Cunha natürlichen Todes verblichen. Producte können in Ueberfluß und von ſeltener Güte erzeugt werden, gutes Waſſer iſt
reichlich vorhanden und wird oft von vorüberſegelnden Schiffen hier eingenommen; an Schafen, Geflügel iſt kein Mangel, und die Rinder⸗ herde würde ſich noch ſtattlicher vermehrt haben, wenn man nicht Be⸗ dacht darauf nähme, ſie vor dem Abzug möglichſt zu verwerthen. Wie ſchade, daß alle dieſe hoffnungsreichen Keime abgebrochen werden müſſen, blos der muthwilligen Bosheit zuchtloſer Piraten halber!
Die Inſel Triſtan da Cunha hat eine nahezu runde Geſtalt, ſechsdreiviertel engliſche Meilen im Durchmeſſer und iſt vulkaniſchen Urſprungs. Nach dem Mittelpunkte zu erhebt ſie ſich in einem ſteilen Kegel bis auf 8300 Fuß Höhe. Ringsum umgürtet iſt dieſer von einer zerklüfteten, nur an wenigen Stellen zugänglichen Klippenwand, deren niedrigſter Abſturz vierzig Fuß über der Flut erhaben iſt, die jedoch ſtellenweiſe ſich ſenkrecht bis zu tauſend Fuß in ſchauerlicher Majeſtät darüber erhebt und im Süden und Oſten unnahbare Brut⸗ ſtätten für Millionen von Seevögeln bildet. Die Niederlaſſung be⸗ findet ſich auf der Nordweſtſeite der Inſel, nördlich von einer ſchmalen, beinahe eine Meile langen, muldenförmigen und ſanft abfallenden Hochebene, gebildet durch einen vor Jahrtauſenden erſtarrten Lava⸗ ſtrom, der den Klippengürtel der Inſel in horizontaler Richtung durchbrach und ſeine Schründe ausfüllte. Dies geneigte Plateau liegt an ſeiner tiefſten Stelle, da, wo der Klippenpfad zum Strand hinabführt, vierzig bis fünfzig Fuß überm Meeresſpiegel. Im Halbkreis vertheilt ſtehen hier die Gebäude; es ſind deren nur noch vier bewohnt; eines dient als Bethaus und Schule. An die Süd⸗ ſeite der Hochebene ſtoßen einige mächtige, ausgebrannte Krater, deren Ringmauern die in ihrer Mitte angelegten Gemüſefelder und Obſt⸗ gärten der Anſiedler ſchützend umgeben. In üppigſter Fülle wuchſen hier Kartoffeln, Bataten, Kohl, Rüben und viele andere Küchenkräuter; nicht minder gedeiht der Mais, der an die Stelle des aufgegebenen Weizens getreten iſt, und das Obſt; wir ſahen zahlreiche herrliche Aepfel⸗ und Pfirſichbäume, auch Weinreben. Die Einwohner benutzten das Land bisher ſtets nur zu einmaliger Anſaat oder Bepflanzung, da genug jungfräulicher Boden vorhanden iſt, welcher die Koſten der mühſamen Beſtellung am beſten lohnt. Der abgeerntete Acker wird mit Obſtbäumen beflanzt und bleibt zur Viehweide liegen.
Obgleich die Jahreszeit zur Erſteigung des Pies von Triſtan da Cunha noch keineswegs günſtig, indem der Gipfel deſſelben noch theilweiſe mit Schnee bedeckt war, ſo beſchloſſen wir doch auf des Doctors Andrängen die Unternehmung, zumal wir Capitän Selliers Erlaubniß zu einem entſprechend langen Aufenthalt am Land und die Inſtrumente mitgenommen hatten, um die Höhe zu meſſen. In Be⸗ gleitung des Pfarrers, der es ſich nicht nehmen ließ, uns wenigſtens das Geleit bis zu den ſchwierigeren Stellen des Wegs zu geben, und zweier kräftiger Inſulaner, zogen wir ſelbfünf, mit Plaids, Cognac und Brot wohl ausgerüſtet, gegen neun Uhr Vormittags aus. Am Ende der Hochebene verließ uns Mr. Taylor, um ſeine Höhle zu revidiren; wir betraten einen ſchmalen Pfad im Bett einer un⸗ geheueren Felſenſpalte. In tiefer Rinne neben demſelben ſtürzte ein Wildbach ſchäumend und ſprühend dem Meere zu und machte den ſteilen Weg theilweiſe ſo ſchlüpfrig, daß wir die Hilfe unſerer mit Seilen verſehenen Führer, ſehr geübter Steiger, mehr als einmal in Anſpruch nehmen mußten, um nur vorwärts zu kommen. Tauſende von Seevögeln, deren Neſter in den uns umgebenden Klüften ſich be⸗ fanden, wurden von uns aufgeſcheucht und umflatterten uns in Schwärmen, welche zeitweilig das Licht des Himmels im wirklichen Wortſinn verdunkelten. Mit widrigem Gekrächze ſchoſſen Captauben, Möven, Scharben, Pinguine, Fregattenvögel, Albatroſſe dahin, dort⸗ hin; dazwiſchen ſpannten große Seeadler ihre gewaltigen Fittige aus und der Doctor war ſo glücklich, eineg ſolchen zu ſchießen, der über fünf Fuß zwiſchen den beiden Flügelſpitzen maß. Höher ſteigend, ließ das Geſtein breite, hochgelbe Schwefeladern gewahren, deren Material von den Inſelbewohnern früher fleißig geſammelt ward; gegenwärtig dient es nur noch dem häuslichen Bedarf. Sonſt war der Pfad einförmig, immer von dunklen, phantaſtiſch geſtalteten Felſen eingeengt, die nur ſelten einen ſchmalen Fernblick hinab aufs Meer geſtatteten. Nach unſäglicher Anſtrengung erreichten wir um die Mittagszeit die Kante des ſteilen, an 4000 Fuß hohen Abhangs; von hier aus laufen die Bergwände weniger ſchroff dem Gipfel zu. Dieſen Theil des Pics nennen die Inſulaner„the Base“; er iſt reichlich bewachſen mit würzigen Gräſern, Flechten und Mooſen und
ernährt zahlreiche wilde Ziegen, deren Behendigkeit im Erklettern der ſchärfſten Grate, deren Schnelligkeit und Ausdauer weder von der


