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Die intereſſanteſte Staffage des Ateliers aber ſind Herrn Dei⸗ kers lebendige Modelle, die Hunde, ſeine Freunde, die er gemalt hat mit einer Lebenswahrheit und Treue, wie Menſchen nicht verſtänd⸗ nißvoller gemalt werden können. Der Rattenpinſcher als Tantalus mit einem Stück Zucker auf der Naſe, der Hühnerhund mit der Jagd⸗ taſche und die Bracke mit der Hetzpeitſche im Maul ſind oftmals ge⸗ malt und verkauft worden.
Unſere Zeichnung ſchreitet indeſſen weiter vorwärts. Aus den undeutlichen Umriſſen entwickeln ſich zuſehends Hunde, Hunde wie ſie leiben und leben; hier wird der edle Kopf des ſchönen Hühnerhundes ſichtbar, die Muskulatur, das feine, ſeidenweiche Haar tritt hervor, und fehlt noch etwas, ſo genügt ein Pfiff, und hinter der Staffelei ſpringt Juno, das Original, hervor, ſe iich vor ihrem Herrn nieder, ſchaut ihn mit klugen, glänzenden Augen verſtändnißvoll an, und im Nu iſt der letzte Treffer aufgeſetzt, die letzte Vollendung gegeben. Der Pinſcher und das Dächſel ſind ſo oft gemalt, daß Herr Deiker ihrer Dienſte kaum benöthigt iſt, aber es macht nichts, ſie ſitzen trotzdem!
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Das Concert auf dem Holzſchuh.
Es war im Spätherbſt des Jahres 1832. Die Villa Lutetiana im Faubourg Poiſſonniére von Paris beherbergte neben anderen leidenden Pen⸗ ſionären auch den ernſtlich erkrankten Paganini. Jeder lebte dort, wie er wollte, doch fiel es immerhin auf, wenn einer ſich lange nicht im Salon ſehen ließ. Namentlich verziehen das einige unverheirathete Damen dem großen Künſtler nicht. Indes das ſtörte ihn nicht im geringſten; wie ſehr auch die böſen Zun⸗ gen ihn angriffen— er ließ ſich aus ſeiner Einſamkeit, die ihn ſichtlich raſch geneſen half, nicht herauslocken, und verkehrte nur mit Nicette, einem harm⸗ loſeu, fröhlichen Mädchen vom Lande, das ſeine Aufwartung beſorgte und ihn oft in trüben Stunden aufheiterte.
Eines Morgens erſchien Nicette mit verweinten Augen, die ſie nicht auf⸗ zuſchlagen vermochte, und bediente den Künſtler, ohne ein Wort zu ſprechen. Paganini, der ſich damit unterhielt, ein Stück Elfenbein zu einem Dolchgriff zurechtzuſchnitzen, bemerkte es und fragte:„Nun, was gibt's, Kind? Warum haſt du geweint? Iſt dir ein Unglück begegnet?“—„Ach, ja, mein Herr!“ —„Sprich, ſprich— was iſt es?“— Sie ſchwieg. Paganini richtete ſeine großen ſchwarzen Augen auf das bekümmerte Antlitz des Mädchens.„Nun, heraus mit der Sprache,“ ſagte er;„ich ſehe ſchon alles! Nachdem er dir tauſend Verſprechungen gemacht, hat er dich verlaſſen— nicht wahr?“— „Ach! der arme Burſche! Gewiß hat er mich verlaſſen, aber er war unſchul⸗ dig daran.“—„Wie iſt das denn gekommen?“—„Er hat in der Conſcrip⸗ tion eine ſchlechte Nummer gezogen und hat als Soldat fortmüſſen— ich werde ihn wohl nie wieder ſehen—“ ſchluchzte das arme Mädchen.—„Aber Nicette, könnteſt du nicht einen Stellvertreter für ihn kaufen?“— Hronſieur ſcherzt wohl; wie käme ich zu einer ſo großen Summe?“—„Iſt essrdenm. ſo theuer?—„Dieſss Jahr ganz beſonders, da das Gerücht geht, es werde ein Krieg ausbrechen. 1500 Franken iſt der niedrigſte Preis.“— Der Künſt⸗ ler erwiderte nichts, aber als Nicette das Zimmer verlaſſen, nahm er ſein Taſchenbuch und ſchrisb auf ein leeres Blatt:„Mem.— Nachzudenken, was für die arme Nicette geſchehen kann.“
Im Winter befand ſich Paganini viel wohler und verbrachte auch von Zeit zu Zeit ſeine Abende im Salon, ſtets ohne zu ſprechen, aber auch ohne ſich um die oft genug an ſein Ohr dringenden, kritiſchen Bemerkungen über ſeine Unliebenswürdigkeit im geringſten zu kümmern. So nahte das Weih⸗ nachtsfeſt heran, an dem in Frankreich eine der Jugend beſonders zuſagende Sitte herrſcht. Ein Holzſchuh wird nämlich in die Ecke des Herdes geſtellt, damit die wohlthätige Fee, die den Kamin hinabſteigt, ihn mit allerhand Leckerbiſſen und anderen Geſchenken fülle. In einem einzigen Jahre ſoll die⸗ ſer Weihnachtsholzſchuh den Geſchäftsleuten von Paris 2 Millionen Franken einbringen.
Am Nachmittag des 24. December ſaß Paganini, wie es ſeine Gewohn⸗ heit war, auf dem Sopha des Salons und ſchlürfte ſein Zuckerwaſſer, als ein ungewöhnliches Geräuſch auf dem Flur gehört wurde. Gleich danach trat Nicette ein und meldete, daß ſo eben ein Kaſten, an Signor Paganini adreſſirt, angelangt wäre. Der Künſtler erwiderte, er erwarte nichts derart, man möge ihn aber nur hineinbringen. Der Kaſten erſchien, der Träger wurde bezahlt, und nun ging es ans Oeffnen. Das erſte, was des Künſtlers Hand heraus⸗ zog, war ein Packet in ſtarkem, braunem Papier und mehrfach verſiegelt. Eine Hülle wich nach der andern— immer kleiner wurden die Packete— endlich erblickten die neugierigen Augen der etwa zwanzig Anweſenden einen rieſigen Holzſchuh, aus Eſchenholz geſchnitzt und beinahe groß genug, um ein Kind darin wiegen zu können. Alles lachte laut auf.
„Ein Holzſchuh!“ ſagte Paganini lächelnd.„Ich kann mir wohl denken, von wem er kommt. Einige dieſer vortrefflichen Damen wollen mich mit einem Kinde vergleichen, das immer Geſchenke erwartet und niemals welche gibt.
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freiwillig mit Virtuoſität und mit einer Ausdauer, um die ſie das beſte menſchliche Modell beneiden könnte. Noch fehlt der Spitz, der Kläffer. Er hat nur darauf gewartet; nach Oeffnung der Thür fährt er luſtig bellend einige Male durch's Atelier und wird dann mit der ganzen Geſellſchaft entlaſſen.
Das Bild iſt fertig, allerdings nicht in ſo kurzer Friſt, als ich es hier dargeſtellt habe. Es iſt ein beſcheidenes Genreſtück aus der Thierwelt des Dorfes. In der Sonnengluth eines Sommermittags ſpielt ſich das Stück am Rande des Kornfeldes ab. Wer weiß, welche Hetzjagd vorhergegangen iſt, ehe die verfolgte Katze die Höhe eines der leider immer ſeltener werdenden Gränzpfähle gewonnen hat. Sie ſitzt geborgen oben; unten lärmen die Verfolger, und was für Ver⸗ folger! Welchem Hundefreunde und Hundekenner lacht nicht das Herz beim Anblick dieſer Exemplare. Da kläfft der niedrige, kräftig⸗ gedrungene Dachshund, der zottige, abſcheulich häßliche und doch ſo ſchöne Pinſcher in zorniger Enttäuſchung himmelan; der boshaft⸗ giftige Spitz, der feiſte Mops,— ſie ſind dem Leben, der Natur ab— gelauſcht, wie nur das Auge des Waidmannes ſie ſehen, wie nur die Feder Deiker's ſie hinwerfen kann.
Wir gedenken unſere Leſer gelegentlich mit einem anderen Bilde des Künſtlers zu erfreuen. O. K.
Am Jamilientiſche.
Nun meinetwegen! Wer weiß, ob dieſer Schuh nicht noch ſein Gewicht in Gold verdient!“ Mit dieſen Worten verließ der Künſtler, kaum grüßend, den Salon und nahm den Kaſten und den Holzſchuh mit.
Drei Tage lang war nichts von ihm zu ſehen. Nur erfuhren die Neu⸗ gierigſten, daß er von Morgen bis Abend mit Zimmermannshandwerkzeug arbeite. Und wirklich ſchufen in dieſer Zeit des Künſtlers wunderſam geſchickte Hände ein vollkommenes, wohltönendes Inſtrument aus dem plumpen Holz⸗ ſchuh. Eine einzige Silberſaite hatte er darüber geſpannt. Am folgenden Tage wurde öffentlich angezeigt, daß Paganini am Neujahrsabende in dem großen Saale der Villa Lutetiana ein Concert geben würde. Der große Mei⸗ ſter kündigte an, daß er 10 Stücke ſpielen würde, 5 auf einer Violine, 5 auf einem Holzſchuh. Das Billet koſtete 20 Franken. Nicht mehr als 100 wurden ausgegeben und reißend ſchnell von Perſonen der höchſten Kreiſe gekauft. An dem beſtimmten Abend war ſchon zeitig der Saal vollſtändig gefüllt. Jeder⸗ mann war neugierig, was der Holzſchuh zu bedeuten habe.
Endlich erſchien Paganini, lächelnd, heiter, verneigte ſich und ſpielte— ſchöner als je, zum Entzücken ſeiner Zuhörer, auf ſeiner alten Geige. Und nun ergreift er den Schuh, der zur Violine umgewandelt, doch etwas von ſei⸗ ner alten Geſtalt zeigt, und beginnt eine jener freien Phantaſieen, die nie ver⸗ fehlten, alle hinzureißen. Iſt es Muſik? iſt es Poeſie? man glaubt das Schei⸗
den des Rekruten vor ſich zu ſehen, ſeiner Braut Schluchzen zu hören... es folgt ſein bewegtes Leben im Lager... ſeine Thaten in der Schlacht... end⸗ lich ſeine Rückkehr... Triumph— Jauchzen Hochzeitglocken ertönen
fröhlich zum Schluſſe. Ein nicht enden wollender Applaus ertönt, in den⸗ ſeli die feindlichen Damen einſtimmten— mit Blumen wird der Künſtler überſchüttet. Nur in einem Winkel des Saales wurde geweint— aber nie⸗ mand achtete darauf; es war— die arme Nicette, die nur an den Abſchied von ihrene Rekruten dachte.
„Hier, Nicette“, ſagte Paganini, als die Geſellſchaft den Saal verlaſſen, „ſind 2000 Franke⸗,-5bo mehr als du brauchſt, um einen Stellvertreter zu kaufen— dafür wird dein Bräutigam zurückreiſen können. Damit ihr aber euren Haushalt gleich beginnen könnt— nimm hier dieſe Schuhvioline oder dieſen Violinſchuh und verkauf ihn zu deiner Ausſtattung.“
Nicette that es und erhielt von einem reichen Sammler 6000 Franken für Paganinis Holzſchuh. Derſelbe ſoll jetzt im Beſitz eines engliſchen Edel⸗ mannes ſein. O. a. W.
Eine ungewöhnliche Schlittenfahrt.
Vor längerer Zeit hatte ich an Bord einen Kameraden, einen prächtigen gutmüthigen Burſchen, den jeder von uns gern leiden mochte, der aber zu den ſogenannten Pechvögeln gehörte. Sein ganzes Leben war eine Kette von Schick⸗ und Trübſalen, bisweilen tragiſch, meiſtens jedoch tragikomiſch. Auf den langweiligen Hundewachen erzählte er mir bisweilen dergleichen Epiſoden mit ſelbſtironiſirendem Humor, und ich habe oft von Herzen darüber lachen müſſen. Auch bei uns an Bord hörte das Schickſal nicht auf, ihn zu ver⸗ folgen und er entging mehrere Male dem Tode nur durch ein Wunder. Ich erinnere, wie er während einer Windſtille mitten im Ocean ſich gegen das er⸗ gangene Verbot badete, durch die Erſcheinung des Capitäns aufgeſchreckt, ſchleunigſt aus dem Waſſer an Bord kletterte und keine 5 Secunden, nachdem er die Füße über der Meeresfläche hatte, der Kopf eines koloſſalen Hais an derſelben Stelle erſchien. Ein ander Mal wurde er bei einer Jagdpartie auf Java nur durch Zuwerfen einer Leine vom Ertrinken im Schlamme ge⸗ rettet, den er zur Abkürzung eines Weges durchwaten wollte. In Folge die⸗ ſes Schlammbades und der dabei ausgeſtandenen Todesangſt erkrankte er und mußte in das Hoſpital von Batavia gebracht werden. Als wir uns ge einige Tage darauf nach ſeinem Befinden erkundigten, war er geſtorben. Wyl waren durch dieſen ſchnellen Tod eines befreundeten Kameraden ſehr erſchüt Ahler
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