Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
41
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andern Weiſe irgend ein kleines Geſchäft zu machen, wie doch ſonſt auf allen Rheden der Welt; auch kein anderes Kriegsſchiff befand ſich

auf dem Platz, den man eineRhede eigentlich gar nicht nennen kann. Das rechte La Plataufer, auf welchem Buenos⸗Ayres liegt,

war nur in ſchwachen Umriſſen zu ſehen, während das linke Geſtade durch die ungeheure Breite des Stroms unſeren Blicken gänzlich ent⸗ rückt war. In der Nähe des Landes ſtill zu liegen und nicht heraus zu dürfen aus dem hölzernen Kerker iſt aber für den Seemann noch weit peinlicher, als die gezwungene Raſt bei Windſtillen auf der hohen See. Man kann ſich daher die Freude der geſammten Equipage denken, als ſich endlich, am 12. November, Nordbriſe erhob, mit wel cher wir unter Segel ſetzen konnten. Das beengte Fahrwaſſer und die Strömung, wonach man ſich zu richten gezwungen iſt, vergönnten uns jedoch als Dreingabe das äußerſt geringe Vergnügen, noch drei Tage lang auf den gelben Fluthen des Rio de la Plata zu ſegeln, ehe wir, meiſt lavirend, deſſen Mündung erreichten.

Endlich ſchwammen wir wiederum auf den reinen Salzwogen des atlantiſchen Oceans und verloren bald die Küſte der neuen Welt aus Sicht. Mit trefflichem N. W. ſteuerte die Corvette direct nach Oſten, dem Kap der guten Hoffnung, unſerem nächſten Reiſeziel, ent⸗ gegen, von welchem uns an der La Platamündung ein Weg von über dreitauſend Seemeilen trennte. Ich war zweiter Lieutenant auf der hübſchen CorvetteCarolina, Capitän Sellier, welche auf einer Explorationsreiſe längs der Küſten von Braſilien und Weſtafrika be griffen war; ein neues, ſeetüchtiges Kriegsſchiff, vorzüglicher Schnell⸗ ſegler, vollzählig und faſt nur mit befahrenen Leuten benannt. Treff⸗ liche Kameradſchaft herrſchte unter den Offizieren, die zugleich für ſich in gutem Verhältniß nach oben und unten, zum Capitän, wie der Mannſchaft, ſtanden. Auch über die Meſſe(die Verköſtigung der Offiziere, welche dieſe ſelber zu beſtellen pflegen) war nicht zu klagen, und das iſt viel, denn man muß bedenken, daß bei dem eintönigen Leben auf hoher See die Mahlzeiten ein wirkliches Vergnügen, will⸗ kommene Unterbrechungen des tödtenden Einerlei ſind. Obgleich uun unſere Meſſe, Schuld der hohen Preiſe und der zahlreichen extra ordi⸗ nären Ausgaben in den ſüdamerikaniſchen Hafenſtädten, bei Weitem nicht mehr ſo reichlich ausgeſtattet war, als im Anfange der Reiſe, ſo war doch noch kein fühlbarer Mangel in den Bedürfniſſen des täg⸗ lichen Lebens eingetreten. Nur kam jetzt, ſtatt der feineren Conſer⸗ ven, öfters die rauhe Mannſchaftskoſt auf den Tiſch, und den durch das Salzfleiſch erzeugten Durſt löſchte, ſtatt der faſt ausgegangenen vaterländiſchen Weine, trübes Waſſer oder allenfalls ein leichter Grog. Eine lange Fahrt von einem Hafen zu dem andern gehört wahrlich nicht zu den Annehmlichkeiten des Schiffslebens; aber ſie bietet wenig⸗ ſtens den Vortheil, daß ſowohl der Meſſefonds, als auch die Privat⸗ finanzen durch die längere Abweſenheit der Verſuchung eine Schonung erfahren, welche dem darauf folgenden Landaufenthalt zu gut kommt. Daher rührt es vielleicht auch hauptſächlich, daß das Erſcheinen des Seeoffiziers in den Städten ihm vor dem Publikum häufig den Nim⸗ bus bedeutender Einnahmen verleiht, während doch die alsdann ver⸗ ſchwenderiſch ausgeſtreuten Gelder nur die Frucht längeren, gezwun⸗ genen Sparens und herber Entbehrungen an Bord ſind. Auch wir

werth erachtet wurde. Es ſchienen auch mehr Schiffernachrichten zu ſein, als verbürgte Kunde, daß in unſerm Jahrhundert ſich eine Co⸗ lonie darauf feſtgeſetzt habe, von welcher die ſonderbarſten Gerüchte im Schwange geweſen waren, die ſich ſogar bis zu einem darauf er⸗ richteten Piratenkönigthum verſtiegen. Ob aber gegenwärtig noch eine Anſiedelung auf derſelben exiſtire, ob ſie überhaupt nur bewohnt oder bewohnbar ſei, davon war keinem unter uns das geringſte be⸗ kannt. Um ſo geſpannter hingen unſere Blicke an dem immer dunk⸗ ler, gewaltiger aus den rollenden Fluthen emportauchenden Eiland. Die heftigſte Neugierde, dies abgelegene Stückchen der Welt zu betre⸗ ten, ward unter uns wach; ſie verband ſich mit dem Wunſche nach grünen Früchten und friſchem Waſſer, und da der Schiffsarzt, als eifriger Botaniker, am allermeiſten darauf brannte, ſeine Kenntniſſe auf einer Stelle zu bereichern, die nur ſehr ſelten von Männern der Wiſſenſchaft aufgeſucht wird, ſo gaben ein paar leichte Zahnfleiſchent⸗ zündungen Gelegenheit, bedenklich von Scorbut zu reden, was denn die letzten Bedenken des Capitäns glorreich niederſchlug. Das Wetter konnte nicht günſtiger ſein und zumal iſt der Monat November ge⸗ rade die günſtigſte Jahreszeit zur Landung, welche der furchtbaren Brandung halber einen großen Theil des Jahres hindurch höchſt ge⸗ fährlich, wo nicht geradezu unmöglich iſt. Am 27. um 9 Uhr Mor⸗ gens waren wir der Inſel mit N. W. Wind auf zwei Meilen nahe gekommen, eine Entfernung, welche mit einem Schiff zu überſchreiten unbedingt nicht rathſam iſt. Da die Witterung ſich immer beſſer geſtal⸗ tete und Dauer verhieß, ſo ließ Capitän Sellier den zweiten Kutter ausſetzen, um damit Triſtan da Cunha anzulaufen; der Befehl ward mir übertragen, es begleiteten mich der Doctor, der Zahlmeiſter und ſechs Matroſen; wir hatten Proviant, aber auch hinreichend leere Ge⸗ fäße an Bord und waren ſämmtlich bis an die Zähne bewaffnet; be⸗ ſonders gefährlich ſah des Doctors ungeheure grüne Botaniſirbüchſe aus. Die Corvette ſollte inzwiſchen auf die Leeſeite der Inſel ſegeln; wir ſtießen von Bord ab, und bald kam unſere ſchwimmende Heimat außer Sicht. Es iſt ein eigenthümliches Gefühl, das auch den beherzten, befahrenen Seemann beſchleicht; wenn er ſich auf ſolche Weiſe mitten im Ocean von ſeinem Schiff entfernt, welches mächtig zunimmt, ſo⸗ bald das letztere aus Sicht verſchwindet. Wer bürgte uns dafür, daß wir die Corvette wieder fänden? Es iſt gewaltig unſicher, daß ein Schiff in ſeiner Lage bleibe, ſich in naher Diſtanz von dem Ort aufhalten kann, dem ein Theil ſeiner Mannſchaft ſich zuwendet; Wind und Wetter wechſeln namentlich in dieſen Breiten ſo oft, daß ein Fahr⸗ zeug leicht wochenlang von der Küſte fern zu bleiben gezwungen wird; zu ankern wäre mit der größten Gefahr verbunden geweſen. Doch gehört, wie geſagt, der November zu den günſtigſten Monaten für einen Beſuch der Inſel, da er in den Anfang des hieſigen Sommiers fällt. Die Carolina, das ſei vorausgeſchickt, hielt ſich übrigens in Lee des Eilands, zeitweilig in Windſtillen, und ſteuerte ſonſt derart, daß ſie ſich nicht weiter, als vier Meilen vom Lande fern hielt und ihr ſowohl Triſtan da Cunha, als auch die zu der Gruppe dieſes Na⸗ mens gehörigen Inſelchen Inacceſſible und Nightingale in Sicht blieben.

Wir brauchten mit dem Kutter ungefähr eine Stunde, um in die

r ganz wundervollen hatten in Bahia und Rio, in Montevideo und Buenos⸗Ayres wenig Nähe des gewöhnlichen Landungsplatzes für Boote zu gelangen. man ſich von dem an das Sammlen von Schätzen für kommende Tage gedacht; daher Heftige Rollwellen trieben uns bis dicht unter Land, wo glücklicher⸗ Abendeſſen die alin⸗4 wuürde jetzt auch, je länger die Fahrt ſich dehnte, mancher Laut des weiſe die gewaltigen Bewegungen des Bootes durch einen breiten Gür⸗ run ausgeſöbnt⸗i Mißvergnügens hörbar und ſelbſt die Genügſamſten wurden auf ein- tel von Seetang weſentlich gemindert wurden. Mit großer Mühe der Sg ſierfrichler mal ſenderbare Schwärmer für friſche Gemüſe und Beefſteak und durchdrangen wir dieſes Hemmniß und befanden uns nunmehr in ver⸗ 82 Ader Nechts⸗ Kartoſſeln. Wir waren eben alle verwöhnt durch das vorherige all⸗ hältnißmäßig ruhigem Fahrwaſſer. Deutlich erkannten wir mehrere uten ſant, rdes Cone zu gute Leben, daher die plötzliche, gemeinſame Sehnſucht nach Ab⸗ Gebäude am Land, ſowie auch den in die ſteile Felſenwand gehauenen ne ſTücte ein Jaht wechſelung der Gerichte bei Tiſch. Pfad, an welchem, der Beſchreibung nach, eine Landung allein möglich Luth tl.. Am 28. November bekamen wir die Inſel Triſtan da Cunha iſt. Allein vergeblich ſpähten wir nach Menſchen, todt und ausge⸗ Georg2 in Sicht. In ſeltſamer Einſamkeit ragt der dunkle, gigantiſche Fels⸗ ſtorben erſchien die ganze Inſel. Doch nein, dort ringelte ſich aus kegel gen Himmel aus den grünen Wogen des Oceans; vielen unter einem der ſchwarzen Häuſer ein dünner Rauchſtreif in die Luft, es uns ſiel jene ſchauerliche vulkaniſche Klippe nahe der Oſterinſel ein, mußte bewohnt ſein. Endlich erſchienen auch einige Männer am von welcher der Dichter und Weltfahrer Chamiſſo geſungen hat: Strand, als ſeien ſie aus der Erde gewachſen; wir winkten ihnen zu, ¹ Salas y Gomez raget aus den Fluthen indem wir unſere Flagge ſchwangen; ſie beriethen ſich, wie wir wohl Des ſtillen Meers, ein Felſen kahl und blos, gewahren konnten, längere Zeit dringlich miteinander; ſchließlich wink⸗ des Tie Ser en an ſheiſeathes Genun Gruihene ten ſie auch uns und ſprangen herab in den Wogengiſcht, um uns zu a Waſſer TonnoÄr⸗ id Slodee. empfangen. Und als uns jetzt eine der minder hohen Brandungs⸗ Fad j nach 2 rA⸗ Die Inſel, welche nach den neueſten Meſſungen auf 37 Grad wellen au's Ufer ſchleuderte, ergriffen ſie mit geübter Fauſt das Boot fahrei, Stadt wie ſüdlicher Breite und 12 Grad weſtlicher Länge liegt, wurde im Jahre und zogen es raſch hinauf auf das Trockene, ehe eine zweite, gewal⸗ üͤher d in einer ta 1506 von dem Portugieſen Triſtan da Cunha entdeckt, bot aber ſo tigere Sturzwelle es erreichen konnte. Vier Männer, ſämmtlich von wirklic Bumboc dder wenig Hilfsmittel und Reize, daß ſie lange nicht der Beſiedelung höherem Lebensalter, abenteuerlich gekleidet in eine Miſchung von barke⸗ kein der einen 7 III. Jahrgang. 3 7, und in 2 en, T ,