u- k den wi ſchmtt⸗ — und wie ft!
n den Laza⸗ nug müſſer ſelbſt durch V muß esmt „wo der jo des Moſer en Arzt ge⸗
Regen, im ah das Lei⸗ rät ſaht vor ohhütten Ns nicken Blu⸗ h umhertun⸗ enen auf der rchend ſtehen ſchallt wie⸗ ncht— noch n woher der 8 Menſchen⸗
g biltl.
bekanntlich Peſt ſind, und Hrenzen vLe wie auch der Diſtricte hatte ruch gegen die erufen. Die⸗ führt, welche rſt, nachdem das Material idenſchaftslos orten gelernt. allſeitig aner⸗ auf miasma⸗ geſchleppt Fch wor nuf dn Windrich⸗ wung der Cho⸗ n, nlge in dem Aus⸗
im wird, b Oberfläche
Nlaſſe gei hr Verkeht mnt
— m die Ver⸗ V
— 23
Im letzteren Falletrocknen die oberen, mit jenen organiſchen Stoffen geſchwängerten Erſſchichten aus, werden dadurch lufthaltig und fähig, ihre Zerſetzungspriducte in die Luft empor und in den Bereich der Bevölkerung zu bringen.
Andrerſeits ſteht es feſt, daß diejenigen Oertlichkeiten, in wel⸗ chen die Cholera ſich zu verbreiten nicht im Stande iſt, einen Boden haben, welcher eines ſolchen Grundwaſſers entbehrt. Hieher gehören diejenigen, welche auf reinem Felsboden oder auf tiefem, reinem Sandboden, namerlich auf Waſſerſcheiden, gegründet ſind, wo das
oynehin ſehr tiefe Grunvwaſſer keine Zerſetzungsproducte nach der
Oberfläche emporſchicken kann, ſondern nach tieferen Gegenden abfließt.
Es wird nun ſofort begreiflich, weshalb die an Flußufern ge⸗ legenen Städte, und in ihnen die Uferſtraßen, ſo ganz beſonders von der Cholera gefährdet ſind. Denn gerade dieſe befinden ſich am meiſten im Bereiche des ſteigenden und fallenden Grundwaſſers, wel⸗ ches in allen altbewohnten Städten im hohen Grade durch menſch⸗ liche Abfälle verunreinigt iſt. Je tiefer die Wohnungen liegen, um ſo näher beſinden ſie ſich dem Bereiche dieſes ſchädlichen Grundwaſſers.
Aber dieſe Beſchaffenheit des Grundwaſſers für ſich allein kann die Cholera nicht erzeugen. Sie gibt nur die Bedingung her, von der die Wirkſamkeit des in den Erdboden gelangenden Choleraſtoffes nach ſeiner Einſchleppung abhängig iſt. In welcher Weiſe dieſe Wirkſamkeit vor ſich geht, das iſt bis jetzt noch völlig unbekannt. Sicher iſt nur, daß, wenn die Cholera in einen Ort, deſſen Bodenbe⸗ ſchaffenheit die eben beſchriebene iſt, eingeſchleppt wird, unter den Be⸗ wohnern ſich eine Epidemie ſicherlich ausbreiten wizd, daß dieſer Er— folg aber ausbleibt, wenn der Erdboden jeuer Eigenſchaften ganz oder doch größtentheils entbehrt. 4“
Da nun aber glücklicherweiſe nicht alle Einwohnen eeines ſol⸗ chen für die Cholera empfänglichen Ortes nach dean Ein chleppung der Krankheit verfallen, ſo muß noch atweu andet. hinzukommen, was den Ausbruch derſelben vermittert. Es iſt dies eine eigen⸗
thümliche Dispoſition oder Körperbeſchaffenheit, Welche den einzelnen
zur Aufnahme des Choleraſtoffs empfänglich macht oder das Gegen⸗ theil bewirkt. Worin beſteht nun dieſe Dispoſition?
Bis jetzt hat man ſich mit der Beantwortung dieſer Frage ver⸗ geblich bemüht und endlich behauptet: es ſei zur Zeit unmöglich, ſie zu finden. Wenn man aber die Urſache jenes räthſelhaften Umſtan⸗ des entdecken könnte, daß nämlich die Cholera erſt in unſerem Jahr⸗ hundert die Grenzen ihres Vaterlandes hat durchbrechen und ſich auf die abendländiſchen Völker verpflanzen können, ſo würde man der Löſung der in Rede ſtehenden wichtigen Frage ſehr nahe ſein. Denn jener Satz läßt ſich auch ſo ausdrücken: welches iſt die Urſache, daß die abendländiſchen Völker Jahrtauſende hindurch keine Dispoſition
für die Anſteckung mit der Cholera gehabt, und daß ſie dieſe Empfänglich⸗
keit ſeit Anfang unſeres Jahrhunderts auf einmal gewonnen haben?
Den Weg zur Löſung dieſes Räthſels eröffnet uns das Licht,
welches die Geſchichte der Volkskrankheiten verbreitet.
Die ſogenannten ondemisRar=ee arir. Seuchen
iche auf
Schäd⸗ — defuwer arl ſein; entweder ſind es rein phy⸗ ſikaliſche, der Eigenthümlichkeit der klimatiſchen und Bodenverhält⸗ niſſe entſpringende und ſomit gewiſſermaßen unvermeidliche, wie z. B. die tropiſchen Sumpffieber; oder ſte haben ihren Urſprung in einer naturwidrigen, verkehrten Lebensweiſe der Bevölkerung.
Es iſt nun eine Eigenthümlichkeit aller ſeuchenartigen Krank⸗ heiten, daß ſie mit der Zeit einen Anſteckungsſtoff erzeugen, welcher ſodann ſeinerſeits die Verbreitung der Krankheit auch auf ſolche Be⸗ völkerungen ermöglicht, welche nicht unter denſelben Verhältniſſen leben, als diejenigen ſind, die zuerſt zur Entſtehung der Krankheit Veranlaſſung gegeben hatten. Die Erfahrung lehrt nun, daß für die Anſteckung diejenigen Völker am empfänglichſten ſind, welche unter möglichſt ähnlichen Verhältniſſen mit denen der Erzeuger der Seuche leben; wogegen ſich wieder andere Bevölkerungen für die Anſteckung weniger oder jar nicht empfänglich zeigen, welche, in Folge ſehr ab⸗ weichender Lezensweiſe, auch eine andere Körperconſtitution und Säf⸗ temoſſe haber. 8 diſt leicht einzuſehen, daß die ausſchließlich von Milch Zarf S Seenden Nomaden Mittel⸗ und Hochaſiens eine maia efen ☛ aben müſſen, als die aus religiöſen Urſachen au⸗ feittgen vegetabiliſchen Diät hingegebenen, Be⸗
—————·
wohner Indiens. Die Seuche nun, welche dieſes Volk, in den ſeich⸗ ten Niederungen rieſiger Flüſſe, unter tropiſchem Klima, auf einem ſeit Jahrtauſenden dicht bewohnten und daher mit organiſchen Aus⸗ wurfſtoffen tief inficirten Boden, in Verbindung mit einer einſeitigen naturwidrigen Nahrungsweiſe ausgebrütet hatte, konnte ſich früher unter ſeinen Grenznachbarn nicht verbreiten, weil dieſe eben, wegen gänzlich verſchiedener Säftemiſchung und Körperconſtitution, keine Empfänglichkeit für jenen Krankheitsſtoff hatten. Und ſelbſt, wenn zeitweiſe der Verkehr Indiens mit den umwohnenden Nationen durch Kriegszüge und geſteigerte Handelsverbindungen ein beſonders lebhaf⸗ ter war, gelang es der Seuche nicht, in jenen Nachbarländern feſten Fuß zu faſſen, noch weniger aber, ſich auf die Völker des Abendlan⸗ des zu verbreiten. Denn auch dieſe waren bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts weſentlich Fleiſcheſſer. Erſt ſeitdem die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für den größten Theil der europäiſchen Völker geworden, hat ſich allmählich deren Säftemiſchung gegen früher weſent⸗ lich geändert. Es iſt in Folge deſſen ein anderer ſogenannter Krank⸗ heitsgenius eingetreten, demjenigen der von Vegetabilien lebenden Indier ähnlich, und daher auch empfänglich für die von dieſem Volke ausgebrütete Seuche.
So einleuchtend dies ſein dürfte, ſo will ich doch verſuchen, es durch ein Beiſpiel aus der Geſchichte der Volkskrankheiten noch er⸗ ſichtlicher zu machen. Im Gefolge der innigen Berührung des Abend⸗ landes mit dem Orient während der Kreuzzüge verbreitete ſich der Ausſatz des Morgenlandes mit furchtbaren Schnelligkeit über ganz Europa. Bald kam es dahin, daß faſt ölijedem größeren Dorfe eine Leproſerie(Ausſatzhaus) errichtet wer He. mußte. Aber wie kam es, daß nach wenigen Jahrhunderten bereits der Ausſatz allmählich immermehr abnahm, bis er als Volkskrankheit in Europa ganz voll⸗ ſtändig erloſchen iſt?— Die Urſache hiervon war die Erfindung und der bald allgemein gewordene Gebrauch— der Seife. Bevor man dieſes Mittel der Wäſchereinigung kannte, war das Volk genö⸗ thigt, im Winter wie im Sommer nur Wollenſtoffe als Leib⸗ und Bettwäſche zu gebrauchen, weil Leinwand ſich durch bloßes Waſſer oder durch Walken nicht reinigen ließ, wohl aber Wolle. In Folge nun des ſteten Gebrauchs des Wollenzeuges, welches bei der großen Maſſe des Volkes natürlich von gröbſtem Gewebe und harten Faſern war, war die ſtets überreizte Haut allmählich dasjenige Organ ge⸗ worden, welches zu Erkrankungen ganz beſonders neigte und daher für den Anſteckungsſtoff des Ausſatzes beſonders empfänglich war. Sobald aber durch Einführung der Seife der Gebrauch des Leinen⸗ zeuges für Leib⸗ und Bettwäſche allgemein wurde, und jene ſchädliche Ueberreizung der Haut aufhörte, da verſchwand auch die Dispoſition zu Hautkrankheiten und mit ihr der Ausſatz. Es wird nun begreif⸗ lich ſein, wie durch Einführung der Kartoffelnahrung allmählich die Säftemiſchung der europäiſchen Nationen eine andere geworden; die Dispoſition für gewiſſe Krankheiten, wie z. B. den Skorbut verloren, dafür aber die Empfänglichkeit für andere Seuchen gewonnen hat.
Man wird nun aber zu wiſſen verlangen: was dieſe Kenntniſſe über das Weſen der Cholera nützen und wie ſie praktiſch zu verwer⸗ then ſeien?
Als Urſache der Choleraepidemie haben wir den in einen Ort eingeſchleppten Choleraſtoff erkannt, der an die Auswurfſtoffe des Kranken gebunden iſt; ja, der auch ſchon in denen von geſunden Menſchen enthalten ſein kann, die aus einem inficirten Orte kommen. — Als Bedingung der Wirkſamkeit dieſer Urſache aber erkannten wir die beſchriebene Eigenthümlichkeit des Bodens, nämlich ſeinen Gehalt an einem mit excrementellen Stoffen verunreinigten, bald ſteigenden, bald fallenden Grundwaſſer. Um alſo der Cholera vorzubeugen, muß man ſowohl der Urſache, als auch der Bedingung ihrer Wirkſamkeit entgegenarbeiten.
Da nun eine Verhinderung des menſchlichen Verkehrs in unſe⸗ rer Zeit geradezu undurchführbar iſt, ſo bleibt in erſterer Beziehung nichts anderes übrig, als der Verſuch, den verſchleppbaren Krankheits⸗ ſtoff oder Keim zu zerſtören. Dies kann nur auf chemiſchem Wege erreicht werden und zwar durch Stoffe, welche zerſetzend auf die or⸗ ganiſchen Subſtanzen wirken, an welche dieſelben gebunden ſind. Am zweckmäßigſten iſt hierzu der rohe Eiſenvitriol(ſchwefelſaures Eiſenoxydul), namentlich, wenn er mit etwa l¹ 20 ſeines Gewichts Kupfer⸗ vitriol vermiſcht wird. Seine Wirkſamkeit wird durch den Zuſatz brenzlicher Säuren, z. B. der Carbolſäure oder auch des rohen Holz⸗
verm 8 ——
——


