Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
21
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Binden mit rothen Kreuzen darin um ihre Arme, nicht weit davon ſiid noch mehrere ſolcher Männer beſchäftigt, die anderen Verwunde⸗ ten aufzuheben, ſie ſchieben die Gefundenen ſorgfältig in den Wagen, der auch mit rothem Kreuze geziert iſt, und ſich gegenüber ſieht der dem Leben Wiedergegebene die hohe Geſtalt eines Mannes in Uniform und grauem Soldatenmantel, auch dieſer Mann trägt das rothe Kreuz im weißen Felde, er brdnet die Transporte der Verwundeten, die Hilfe iſt nahe, mitten durch Leichen und Sterbende, durch ſchwer und wn jener Mann bringt ſie: Es iſt Graf Stol⸗ ar Fohanniter. Nun kehrt Lebensmuth zurück, der Ver⸗

ete wird emporgehoben, kunſtgerecht ausgeführte Griffe befördern

eyn vald in den bequemen Wagen, und eine halbe Stunde ſpäter iſt

theilt. Jede Section kann 200 Verwundete aufnehmen. Der Ab⸗ ttheilung ſteht ein dirigirender Arzt mit 13 Aerzten, 15 Gehilfen, 32 Krankenwärtern und 3 Apothekern vor. Wenn die Anzahl der Verwundeten, wie es namentlich nach der Schlacht von Königgrätz der Fall war, ſehr bedeutend zunimmt, oder wenn das Vordringen der Truppen die Nothwendigkeit des Mitführens der ſchweren Laza⸗ rethe erheiſcht, dann hat unſere treffliche, preußiſche Armeeeinrichtung eine Aushilfe durch die ſtehenden Kriegslazarethe, durch die Etappen⸗ lazarethe, durch die Reſervelazarethe. Es kann durch dieſe drei Ab⸗ theilungen die Entleerung der überfüllten Räume ſehr ſchnell bewerk⸗ ſtelligt werden. Bei den ſtehenden Kriegslazarethen wird beſonders auf die Wahl des Ortes Rückſicht genommen, auch vertheilt man nach

Graf Stolberg, der Johanniter

er in den Händen der Aerzte, der leichte Verband wird angelegt, dann geht es wieder in das Depot, ein Bett, eine Matreatze mit guter, rein⸗ licher Decke nimmt ihn auf, er kann noch hoffen, gerettet zu werden, und muß er ſterben, ſo ſtirbt er doch mindeſtens unter Freunden im ſicheren Aſyle, gepflegt von pflichttreuen Wärtern, die Hufe der Roſſe zerſchmettern ihn doch nicht, die Räder der Geſchütze zermalmen ihn doch nicht langſam und die fernen Lieben erfahren doch, wo und wie er geſtorben, ſeine kleine Baarſchaft, die letzten Andenken: eine Uhr, ein Ring oder dergleichen kann dereinſt in ihre Hände kommen, und nicht die Beute nächtlicher Marodeurs wird die ſchlichte Habe des Verſtorbenen.

In Verbindung mit den Diviſionslazarethen(den leichten) ſtehen die ſchweren Lazarethe, von denen jedes Armeecorps über drei verfü⸗ gen kann. Die Mittel, welche dieſen Lazarethen zu Gebote ſtehen, ſind dieſelben, die in den leichten gefunden werden, nur ſind ſie bei jenen in größerer Quantität vorhanden, auch iſt das Perſonal bei weitem ſtärker. Um eine ſchnellere Bewegung des großen Etabliſſements zu ermöglichen, hat man jedes ſchwere Lazareth in drei Sectionen ge⸗

Originatzeichnung von Georg Bleibtreu.

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preußiſchem Syſteme die Verwundeten, welche aus den Feldlazarethen kommen, ſo viel es ſich thun läßt, an verſchiedene Verpflegungsorte, um ein Anhäufen zu vermeiden. Während des Krieges von 1866 waren 12 ſtehende Kriegslazarethe etablirt, welche etwa 6000 Lager⸗ ſtellen enthielten. Für Kranke, deren Zuſtand eine andauernde Fahrt nicht zuläßt, ſind die Etappenlazarethe beſtimmt.

Man iſt preußiſcherſeits immer darauf bedacht, die ſtehenden Lazarethe an Orten zu etabliren, welche innerhalb des Eiſenbahnnetzes oder, was beſonders gerne geſehen wird, an einer großen Waſſer⸗ ſtraße liegen. Dies erleichtert natürlich den Transport bedeutend, und die Etappenlazarethe werden meiſt an ſolchen Stellen gegründet, die Kranken können ſich hier erholen und Eiſenbahnfahrten, ſowie Waſſertransporte werden in größeren oder kleineren Abſchnitten zu⸗ rückgelegt. Reſervelazarethe hat man gewöhnlich in den weiter vom Kriegsſchauplatze entfernten Orten errichtet. Kranken und Verwundeten in dieſe Lazarethe geſchieht durch die Kran⸗ kentransportbehörde. Dieſe Behörde ſetzt ſich aus einem Officiere,

einem Arzte und einem Verwaltungsbeamten zuſammen. Sggleich

Die Beförderung der