Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
15
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Sonderbares Geſchäft.

(Hierzu die Abbildung auf Seite 13.)

r aus dem Millernthor Hamburgs nach dem unvermeidlichen und een St. Pauli hinauswandelt, der gelangt, an den verſchiedenen Ta⸗ und anderen, halb engliſch, halb deutſch benannten Erholungs⸗ und ungslokalen vorbei, auch an eine unſcheinbare Hausthür, über welcher, ſt wie ſelten, Löwen, Elephanten und andere ungebildete Thiere abge⸗ ſchauen ſind. Das Fenſter links der Hausthüre iſt mit Papageien in äfigen vollgepfropft, welche ſich gegenſeitig anſchreien, weil ſie nichts thun können, um wieder Appetit zu bekommen. Wer ſich durch das welches beſagt, daß hier die Handelsmenagerie von Hagenbeck Eintritt veranlaßt ſieht, der zahlt, wenn er nicht bekannt iſt, 2 oder 3 ge, und kann nun alle gerade anweſenden Thiere in Augenſchein neh⸗ ne durch die üblichen Menagerie⸗Erklärungen geſtört zu werden. Er gewiß nicht bereuen, eingetreten zu ſein. Hier iſt nämlich eine Stätte des Thierhandels, der nicht die zu ſchlachtenden Ochſen, Schafe,

jefert, ſondern zur Befriedigung unſeres Wiſſensdurſtes und un⸗ Zeuweide die Menagerien und zoologiſchen Gärten mit Thieren

e Geſchäftsinhaber, Vater und Sohn, haben ihr Comptoir vorn in ztübchen. Beim Eintritt ſieht man daſſelbe nicht etwa mit Pulten an⸗ blos ein ganz beſcheidenes Schreibtiſchchen ſteht da, ein oder zwei ſonſt nichts als Papageien in ihren Käfigen; nicht blos das erwähnte alle Wände ſind bis faſt unter die Zimmerdecke mit ihnen vollgepfropft, Geſchrei iſt ſo gräßlich, daß von einer Unterhaltung nicht die Rede iſt, nen nicht erſt Ruhe geboten wird, was freilich auch nicht lange hilft. Ul man, dieſes Zimmer verlaſſend, nun die Hauptſache in Augenſchein ſo tritt man durch die Hausflur in den Hof, zu welchem man auf mernen Treppe emporſteigt. Oben angelangt, bietet ſich ein Anblick, ööchſten Grade ſroevant und maleriſch iſt. Hof an ſich leich keineswegs ein architektoniſches Meiſterwerk, ch durch lliche Regelloſigkeit auf einen Künſtler einen ent⸗ de es kaum noch der einzigen Staffage bedürfte, um ſein. Unſer Bild kann begreiflicherweiſe nicht alles Verdeutlichung dienen. An das Vordergebäude an⸗ ragt bis mitten in den Hof ein auf Holzſäulen hoch errichtetes photo⸗ hes Atelier, und ſchwerlich dürfte ein zweites in ſo origineller Umge⸗ iſtiren. Eine hölzerne Treppe an der Außenmauer des Hintergebäudes einer über der Raubthiergalerie liegenden Werkſtatt. An einer andern iſt ein überdachter Stall angebaut, aller übrige Raum iſt nun aber ſo figen der verſchiedenſten Größe beſetzt, daß an einzelnen Stellen oft nur jaler Gang zwiſchen den drei⸗ und vierfach übereinander geſetzten Be⸗ übrig bleibt. Außerdem ſtehen noch Bottiche in unterſchiedlichen For⸗ d Größen herum, bewohnt von Krokodilen, Seehunden und Schild⸗ und zwiſchen dieſen in Fäſſern und Kgü⸗n eingeſperrten Thieren bewegt derum ei freie Thierwelt in nacer Ungenirtheit. Hier ſteht viel⸗ n Marabu, jener afrikaniſche opfſtorch, in tiefes Nachdenken über ſe Ortsveränderung, die ihm geworden, verſunken. Unbekümmert um loſophen und ſein Syſtem läuft dagegen ein munteres Peccari bald ald dorthin, ſeinen Rüſſel überall hinſteckend, um etwas Freßbares zu n. Gleiche Zwecke verfolgt eine langſam, im gleichmäßigen Tempo da⸗ itende Truthenne, plötzlich aber macht ſie einen Seitenſprung, denn ein Langeweile geplagter Bär, deſſen zu ebener Erde ſtehendem Käfig ſie kommen, ſchlägt mit der Tatze nach ihr, überläßt ſich aber nach dem ag wieder ſeinen Betrachtungen. Dort läuft ein Hahn mit ſeinen Hüh⸗ nd wenn er zu krähen vergißt, ſo ſorgen die immer eilig herumtrippeln⸗ lhühner durch die ihnen angeborenen Töne für die dem Ohr gebührende ſelung. Mit der Harmloſigkeit des durch herbe Erfahrungen zum braven gewordenen Spitzbuben bewegt ſich zwiſchen dieſem Geflügel die ſchwarze tzee, oft auch auf einem Käfig Platz nehmend und mit blaſirtem Blinzeln nze überblickend. Die Hauptperſon dieſer freien Thierwelt iſt aber der ud, ein Bulldogg, welcher ſich bei dem Auspacken neu angekommener ſtets als aufmerkſamer Zuſchauer einfindet. Während der Nacht wird as Hintergebäude, welches die größeren und vor Kälte zu ſchützenden birgt, eingeſchloſſen, wo er dann beim leiſeſten ungewohnten Ton wü⸗ ufbellt, während er am Tage ſich unter dem herrſchenden Getreibe mit ommer Duldſamkeit bewegt. tellt man ſich den geſchilderten Hof nun noch vor, wie er nicht blos von , ſondern auch von Menſchen in verſchiedenſter und wechſelndſter Weiſe öird, ſo hat man ein ungefähres Bild von dem Treiben, welches ſich glich übicfe ¹s demn Hofe tritt man in das Hintergebäude, welches einem geweſenen alle täuſchend ähnlich ſieht. Lleme in lde, wehan aöwenha winden ichtigen kaum das heilige, darin herrſchende Dunkel. Auf der einen ind die Käfige der Löwen, Tiger, Leopärden über ß reſſer, auf der andern die Ställe der harmloſeten erhaupt ber großen Straußen u. ſ. w., und zwiſchen dieſen zwei Hauptr rhiere, der Wieder⸗ um im Hofe nicht zureicht, noch eine Menge auhtreihen ſind oft, wenn nander geſtellt, ſo daß für ein geehrtes Jublikum oft d äfige über⸗ und leibt. Die Eintrittsgelder des Publikims bilden aaumn einiger Raum ache, folglich auch das Publikum ſelbſt. Die Hauptſache auch nur eine Thieren, und zwar in einem von den miſten ungeahmte iſt der Handel er dem Entſtehen der zoologiſchen Gärtiin Deuiſchland mfange. liner zoologiſche Garten ſein Daſein allin und unbenellinnnd ſe lange Concurrenten genoß, beſchränkte ſich de Thierhandel Hegennich auff

die Thiere, die man in wandernden Meagerien zumeiſt ſieht, durch ht, durch

die neu entſtandenen Thiergärten aber hat das Geſchäft einen bedeutenden Aufſchwung erhalten. Von dem Gange ſolcher Geſchäfte möge einiges der Wirklichkeit Entnommene hier erzählt werden.

Im vorigen Jahre war der frühere Beſitzer eines Affentheaters, Caſanova, welcher jetzt faſt jedes Jahr nach Afrika reiſt und von dort Thiere zum Verkauf nach Europa zurückbringt, eben auch zurückgekehrt, und hatte von Trieſt oder Wien aus ſeine Ankunft an alle zoologiſchen Gärten, aber auch an Hagenbeck telegraphirt. Gleich iſt dieſer auf dem Wege nach Wien, trifft aber doch dort Caſanova bereits in Unterhandlung mit einem Berliner Profeſſor. Als dieſer aber ſeine Auswahl für den Berliner zoologiſchen Garten getroffen, kauft Ha⸗ genbeck den ganzen Reſt, darunter zwei afrikaniſche Elephanten, und bringt alles glücklich nach Hamburg. Sofort meldet er ſeine Beute nach London und hat nach wenig Tagen das meiſte wieder nach dem dortigen zoologiſchen Gar⸗ ten verkauft.

Es war zur Leipziger Oſtermeſſe 1866, als die Scholzſche Menagerie dort zur Schau geſtellt war; Herr Hagenbeck, Sohn, war auch da, um die ganze Menagerie zu kaufen, da gerade ſeine Vorräthe ziemlich ausver⸗ kauft und die Räume leer waren. Aber man konnte ſich über die Summe nicht einigen, und der Händler reiſte ab. Als ich aber im Auguſt nach Hamburg kam, was ſah ich bei Hagenbeck? die Scholzſche Menagerie! und vieles war ſogar ſchon wieder verkauft. Der mit Scholz bis dahin gereiſte Thierbändiger war auch bei der Menagerie geblieben und gab Sonntags vor einem geehrten Publikum Vorſtellung in der höheren Thierbändigung. Aber bereits gehörte die Menagerie nicht mehr Hagenbeck; der neue Käufer, ein Franzoſe, welcher dieſelbe in Italien zur Schau ſtellen wollte, beſichtigte ſie alle Tage, und die Abreiſe war ſchon feſtgeſetzt. Auch der Thierbändiger wurde abermals vom ueuen Eigenthümer übernommen, und bei dem Abkommen diente Hagenbeck noch als Dolmetſcher. Da nun aber der bevorſtehende Abgang der nach Italien beſtimmten Menagerie eine große Lücke zurücklaſſen mußte, ſo hatte der umſichtige Thierhändler auch hier vorgebeugt. Er kam, als ich vor meiner Abreiſe meinen letzten Beſuch machte, eben aus Frankfurt a. M. zurück und brachte die ſämmtlichen Raubthiere des dortigen zoologiſchen Gartens, die man aus Mangel an Mitteln hatte verkaufen müſſen, mit ſich. Da ſtanden nun die Löwen, Leoparden u. ſ. w. dicht aufeinander geſchichtet und warteten ſehn⸗ ſüchtig auf die Abreiſe der nach Italien Ziehenden, um mehr Raum und Licht zu bekommen. Vielleicht haben auch ſie bereits wieder einen neuen Herren.

Selbſtverſtändlich werden nicht immer ſolche Maſſengeſchäfte gemacht, aber der Ein⸗ und Verkauf im einzelnen ſpielt auch eine große Rolle. Durch ſeine geſchäftlichen Verbindungen erfährt es Hagenbeck faſt jedes Mal ſofort, wenn ein Schiff, welches Thiere mitgebracht hat, im Hafen angekommen iſt, und er kauft gewöhnlich oder immer alles zuſammen.

Eine Zeitlang ſchien die Verwaltung des Hamburger zool. Gartens dem Thierhändler eine drohende Concurrenz bereiten zu wollen, denn ſie erließ öffentliche Anzeigen, daß man von allen ankommenden Thieren ſie gleich be nachrichtigen möge, da ſie die höchſten Preiſe zahle. Bei der von ſolchen Ver⸗ waltungen unzertrennlichen Langſamkeit und Umſtändlichkeit hat aber Hagen⸗ beck der angehenden Concurrenz bald die Luſt benommen und ſein Geſchäft um ſo mehr ausgedehnt.

Kommt von einem Schiff ein Thiertransport auf dem Wagen an, ſo ent⸗ ſteht bald ein lebhaftes Treiben in den Räumen der Handelsmenagerie. Zu⸗ nächſt wird, wenn nöthig, Raum geſchafft für die Ankömmlinge, und dann geht es ans Auspacken. Sieht man hierbei die primitiven Holzkäfige, in denen die Thiere, eng zuſammengepfercht, die Seereiſe durchleben mußten, ſo muß man ſich oft wundern, daß ſie dieſelbe überſtanden haben. Freilich, zuweilen wenn aus einem ſolchen Kaſten ein halbes Dutzend oder mehr Affen herausgeholt werden, ſind bereits einige todte dabei, aber ohne daß dies viel Aufſehen macht, Den überlebenden Affen ſieht man dagegen um ſo mehr die Freudig⸗ keit an, mit welcher ſie ihr bisheriges Gefängniß verlaſſen, gleichviel, wohin ſie kommen. Umlogirt müſſen die ankommenden Thiere jedesmal werden, ſchon des gräßlichen Schmutzes wegen, von dem umgeben ſie ankommen; aber das geſchieht alles mit großer Sachkenntniß und Schnelligkeit, und manchmal werden Thiere einfach wie Aepfel aus einem Kaſten in den andern geſchüttet. Herr Hagenbeck, Vater, greift bei ſolchen Gelegenheiten mit wahrem Feuer⸗ eifer ſtets ſelbſt mit zu, bis alles an Ort und Stelle iſt, und jede Bewegung bekundet ſeine Meiſterſchaft. Hier iſt z. B. ein Transport Thiere angekommen, welche ein aus Südamerika zurückgekehrtes S, affen, Klammeraffen, eine echte, P 2l? fene Die letzteren enteſt uus Furggnf fgaig über beſchmutzt.e(Geulen oe onstrictor, Pacas, Aguti Hoec Holzgitters ck. wewfr neue nanehr als zollhoch im Koth and Knte ds, blitzſchrwer losgebrochen ſind, iſt bereit, und nachdem einige Latten des

e. 7 2 8 e f N. 8 1 aelhan den Beinen und zient derr Hagenbec, Bater, den einen Vogel vbit im Dienſt, wi Ein Wärter, ni S vielem vergekſhevil helfen, denkt aber reinlicher wes Lueter, nicht lange erſt 1. blichen Greifen den andern N wegz men, packt nach blos ſämmtliche Schwungfedern in dern Bogel am Flügel, und behält richti⸗ Scene zu vermeiden zwiſchen der Hand. Schnell werden dieſe, um din Hagenbeck um kunſtgerecht K e Käſſen Verſeck. denn ſchon kommt Herr j en V 3

nacidem esmiſchen dem Kaſten herdorſchauende Se beler⸗ Dabei entgeht alle entdeckt, iſt er auch üb hwungfeder nicht, und

einen Augenblick

im Zweifel.

Außer den der Quellen, aus degeichiderten baber unſere Thierhändler aber auch noch andere bindnngen mit L hr Thierlager immer von n 4

und ondon, nach welcher S euem füllen. Durch Ver⸗ . r S 2 V Schiff gebracht werden als nach Kr Stadt natürlich viel mehr Thiere zu

benſo beſtebrn derdent. Hamburg, bezi ſi Ebenſo beſtehen geſchäftliche Verbindungen 1 Ziehen ſie auch von dort Pialas

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