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und die für ihn einen ganz anderen Werth haben, als die farbloſen biographiſchen Skizzen eines Converſationslexicons.“ 4 Er lächelte, und ich bemerkte, daß in dieſen eiſernen Zügen ſich auch ein Ausdruck von Güte und Freundlichkeit, wie man ſelten einen gleichen ſieht, mit jenem vorher angegebenen paaren könne. „Sie kommen ſchlecht bei mir an“, ſagte er,„wenn Sie denken,
. Moltke in ſeinem Arbeitscabinet. 9 Nach dem Leben gezeichnet von A. Toller. d 1 1 daß mein Leben ſich zu einer jener glänzenden Beſchreibungen eigene,„Gewiß!“ V wie die Herren Poeten und auch das Publikum ſolche zu lieben pflegen.„Und das nennen Sie ein epiſodenarmes Leben, Excellenz?“ 1
Mein Leben iſt ſo arm an Epiſoden, daß man es faſt langweilig nen⸗ nen könnte, und ich wüßte nicht, was die Biographen anderes, als Daten und wiederum Daten darin finden könnten!“ „Wollen mir Excellenz erlauben, die Behauptung außzuſtellen, daß unſer Leben einem Fremden immer intereſſanter erſcheint, als uns ſelbſt?“ „Weshalb, Herr Doctor?“— V „Weil der Fremde nur immer den Kern der Ereigniſſe zu erfah⸗ ren bekömmt, nicht aber den langen und oft ſo langweiligen Weg, der bis zu dem Punkte führt, wo das oft momentane Intereſſe beginnt.“ „Sie können Recht haben! oft iſt uns der Erfolg ſchon von vorne herein verbittert oder der Mißerfolg gar nicht ſo ſchmerzlich, als III. Jah⸗Gang.
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es dem Uneingeweihten wohl ſcheinen mag. Man kömmt ae V ſeiner Wünſche oft an, und der Triumph läßt kalt, weil der Kanz ſehr angegriffen hat— und umgekehrt. Doch ich verſichere Ouls könnte höchſtens drei oder vier Epiſoden in meinem Leben finden,« irgend einen Werth für das leſende Publikum hätten.“ „Und eine derſelben iſt ſicherlich der böhmiſche Feldzug?“
Er lächelte von neuem, aber diesmal, wenn ich mich ſo aus drücken kann, ernſter, als vorher.——
„Ich will Ihnen meinen ganzen Gedanken mittheilen,“ ſagte „ich habe eine Antipathie vor Lobhudeleien, wie.... nun, wie ge 1 wiſſe Leute vor gewiſſen Thieren haben. Es macht mich für einc ganzen Tag verſtimmt, ſo etwas zu hören. Ja! der böhmiſche Feldi⸗ zug iſt ein erhabenes, ein unſterbliches Blatt in der Weltgeſchichte, ein Ereigniß, deſſen Tragweite niemand,— niemand heute zu Tage zu berechnen fähig iſt. Ich habe dabei ehrlich meine Pflicht, meiner Stellung gemäß, gethan, wie alle meine Kameraden die ihrige gethanf haben—n hohen Bhts! Gottes Allmacht hat den preußiſchen Adle in ſSie! Ich war zum Litet. Die Tapferkeit unſrer Armee, die Un
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d von den vielen intereſſa⸗ Aträgen, die mir inn


