Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
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vonegewaltigen Dimenſionen geſchaffen. Die hoch darüber ausge⸗ ſpannten Sonnenſegel dienen als Schirmdach des improviſirten Ball⸗ ſaals, zu deſſen Ausſchmückung der reiche Flaggenſchmuck des Schiffes benutzt wird. Mit gewähltem Geſchmack und ſymmetriſcher Farben⸗ ſtellung bilden die geſchickten Hände der Seeleute aus ihm Vorhänge, Draperien und Feſtons. Das Gangſpill gibt den Unterbau für eine Pyramide von blitzenden Waffen her, und von der Decke des Sonnen⸗ zeltes ſchweben Kronleuchter herab, die kunſtvoll aus Bajonetten her⸗ geſtellt ſind.

So entſteht aus dem vereinigten Wirken bald ein prachtvoller Salon, der in ſeiner Originalität und ſeinem blendenden Farben⸗ ſchmuck namentlich bei Beleuchtung einen feenhaften Eindruck macht. Mit unermüdlichem Eifer hat Kurzſpleiß alles ſelbſt angeordnet und überwacht und dabei einen Geſchmack und Schönheitsſinn entwickelt, der wahrhaft überraſchend iſt.

Doch wie auch der ſehr ſchnell wieder geneſene Capitän ihm darüber Elogen macht, der erſte Officier ſelbſt iſt mit ſeinem Werke noch nicht zufrieden. Es fehlt noch etwas Weſentliches Blumen und Sträucher zur Herſtellung einer künſtlichen Laube um ein Baſſin, gus dem eine Fontaine hervorſpringen und eine erfriſchende Kühle verbreiten ſoll. Der Capitän findet die Idee zwar ſehr ſchön und gmial, vermag aber noch nicht, einzuſehen, wie ſie zur Ausführung

as ausgebürſtete Haar wird da⸗

Die ätzende Salbe darf jedoch

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ſie dann mit den Fingern aus. D durch unfehlbar ſchön braun gefärbt. nicht mit der Haut in Berührung kommen, warnt der Schreiber, und muß unter allen Umſtänden trocken zerrieben werden, weil An⸗ wendung von Waſſer ſie zäh wie Leim macht. Bölting verſpricht ſich alles genau zu merken, und beſchließt, da er die Vormittagswache hat, das Experiment in den Stunden von 12 3 Uhr vorzunehmen, damit er, wenn um 5 Uhr die Geſellſchaft anlangt, als vollendeter Adonis hervortreten kann. Der Schreiber verſpricht die Salbe gegen 11 Uhr in die Kammer zu ſetzen und gelobt tiefes Stillſchweigen. In Gedanken an die bevorſtehenden Eroberungen vergeht Bölting die Wache ſehr ſchnell. Armer Adolph, wer dir geſagt hätte, daß du nichts von dem Balle haben, ſondern mit zerriſſenem Gemüthe kum⸗ mervoll in deiner Kammer ſitzen würdeſt, während über deinem Kopfe nur Luſt und Frohſinn herrſchte!

Eine ſehr ſchlechte Einrichtung an Bord der Schiffe, die ſchon oft zu Inconvenienzen geführt, iſt auch die, daß man durch die dünnen Zwiſchenwände der Kantmern jedes Wort verſtehen kann, was in dem benachbarten Raume nicht ganz leiſe geflüſtert wird. So will es Böltings böſes Schickſal denn auch, daß der nichtsnutzige Vogel in der nebenanliegenden Kadettenmeſſe ſitzt und die ganze Unterredung Wort für Wort mit anhört.

Andern Morgens, kurz bevor derſchöne Adolph von

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gelangen ſoll. Doch Kurzſpleiß entwickelt ſie ihm bald ſehr klar. Eine große Deckwaſchbalje, deren urſprüngliche Beſtimmung Wache abgelöſt wird, ſchlüpft geheimnißvoll eine Geſtalt in ſeine au natüxlich durch Blumen zu verdecken iſt, wird über der kleinen Luke Kammer. Aus einem mit verdächtiger Flüſſigkeit angefüllten Fläſch⸗ aufgeſtellt, die hinten vom Oberdeck in die Cajüte des Capitäns führt. chen, gießt ſie etwas in eine weißliche Miſchung, die in einer Taſſe Dann wird der Schlauch der großen, im Zwiſchendeck placirten Feuer⸗ auf dem Pulte ſteht, und rührt ſie ſorgfältig um. Dann ſchweift ſtritze, außenbords herum, in ein Fenſter der Cajüte wieder hinein⸗ ihr Auge prüfend in der Kammer umher. Hal da iſt das Geſuchte, geführt und durch den Boden der Balje geleitet, wo das eingeſchraubte die Schwefelhalzdalee Der Deckel fliegt herab, zwei mit jener ver⸗ V Spritzenrohr als Fontaine wirken ſoll. Die ſchwarze Liſte pumpt, tete Finger fahren über die Köpfe der 4 um ſo iſt das Angenehme mit dem Nützlichen vereint. H. uu Doch die Hauptſache ſind Blumen, und ſie m 1 beſdafft werden. In der Stadt gibt es zwar keig 9 glüdlicher Weiſe erinnert ſich Kurzſpleiß, geſtaſt des Gouvernementgebäudes eine reiche Oranſuu zu haben, und hält es daher für das Ansů vo fahren und um dieſe zu hittenKaoch ſch fan gar nicht bekanntgs u ltändigen Kartegg Pef d M er X er⸗ afe ß in 5 ba Bieeer nle in ſeinem Arbeitscabinet. 6 h dein Leben gezeichnet von A. Toller. l

und gekrei Stellen d 8 ker Aeech Herren Poeten und auch das weben iſt ſo arm an Epiſoden, nte, und ich wüßte nicht Conſeren und wiederum Daten darin krſeh 4Wollen mir Excellenz erlaub es Haunſer Leben einem Kaſtanienlbſt? aſenu Weshalb, Herr Doctor? grun wn Weil der Fremde nur immer den g fömmt, nicht aber den l dem Punkte führt, wo

finden könnten!

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ein Leben ſich zu einer jener glänzenden Beſchreibungen eigene Publikum ſolche zu lieben pflegen. daß man es faſt langweilig nen⸗

en, die Behauptung außzuſtellen, Vich h , als

Kern der Ereigniſſe zu erfah⸗ angen und oft ſo langweiligen Weg, der das oft momentane Intereſſe beginnt.

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Gewiß!

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anch habe⸗ at nun, wie wiſſe Leute vor gewiſſen Thieren haben.

1 Und das nennen Sie ein epiſodenarmes Leben, Excellenz?

man Er lächelt-di emas die Biordſ hen adaitn, ans achelte von neuem, aber diesmal, wenn ich mich ſo aus

Ich will Ihnen meinen ganzen Gedanken mittheilen, ſagte

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Es macht mich für einche

anzen T ſti ſ b ganzen Tag verſtimmt, ſo etwas zu hören. Ja! der böhmiſche Feld⸗ 7 A

zug iſt ein erhabenes, ein unſ Ereigniß ite ni Ereigniß, deſſen Tragweite niemand,

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in ſeSie! Ich war zum leitet. d von den vielen intereſſa Atragen, die mir inen f

Ich habe dabei ehrli ffli

ig) hrlich meine Pflicht, meiner Selng genläß, gethan, wie alle meine Kameraden die tbrig gethan habenn hohen Bhts! Gottes Allmacht hat den preußiſchen Adle Die Tapferkeit unſrer Armee, die Un

terbliches Blatt in der Weltgeſchichte, eitn!

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