Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
556
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wey und dreyßigſter Abſchnitt.

Allerley Hausregeln.

1032. Bretterne Fußboͤden ꝛc. zu ſcheuern.

Zunaͤchſt wird der Fußboden mit ſeuchtem Qan⸗ de oder Saͤgeſpaͤhnen uͤberſtreuet und mit einem Beſen abgekehrt. Das Scheuern geſchiehet mit ei⸗ nem Scheuerwiſch von Stroh mit Sand und war⸗ mem Waſſer, oder mit einer dichten ſcharfen Buͤr⸗ ſte. Wenn eine Stelle geſcheuert iſt, wird ſie mit einem Tuche abgetrocknet, mit reinem Waſſer nach⸗ gewaſchen und wieder abgetrocknet. Fettflecke wer: den mit Seife und Tinteflecke mit Scheidewaſſer oder Zitronenſaft ausgemacht. Sollten die Fettfle⸗ cke mit Seife nicht wegzuſchaffen ſeyn, ſo ſcheuert man ſie mitzuaͤtzender Aſchenlauge, waͤſcht dann die Stelle erſt mit reinem Waſſer und darauf mit Waſſer nach, wozu man ercas Vitrioloͤl getroͤpfelt hat, um das in das Holz eingedrungene Laugen⸗ ſalz zu neutraliſiren, welches ſonſt dem Holze eine gelbliche Farbe mittheilen wuͤrde. Der geſcheuerte Fußboden wird bey offenen Fenſtern und Thuͤren getrocknet, und das Zimmer nicht eher wieder be⸗ wohnt, bis derſelbe voͤllig trocken iſt.

Hoͤlzerne Hausgeraͤthe werden gleichfalls mit Sand und Waſſer vermittelſt eines Ocheusewiſches von Seroh geſcheuert. 4