Schoͤrfe und verhinderter Ausduͤnſtung.— Man trinke gleich Fliederthee alle 2 Stunden mit etwas Weinſtein, bis Stuhlgang und gelinde Ausduͤnſtung erfolgt, und huͤte ſich vor aller Erkaͤltung und vor Zugwind. Zum aͤußern Gebrauch kocht man Flie⸗ derblumen nebſt Weitzenkleye mit Milch, und legt es in Tüchern lauwarm auf. Senfpflaſter an die Fuͤße, wenn die Roſe an den obern Theilen iſt, ſo wie lauwarme Fußbaͤder ſind ſehr nuͤtzlic. Die Dioͤt muß fuͤchtig und kühlend, nicht hitzig oder gewuͤrzhaft ſeyn. Alles Schmieren muß ußerlich vermieden werden.
1005. Das Schlucken.
Dieſes beſtehet in einer ſchnellen und oͤftern Zuckung des Schlundes oder Zwerchfells, die von mancherley Urſachen, als Magenfehlern oder einer beſondern Stimmung der Nerven, entſtehet, und wobey die Luft mit einem ſcharfen Laut ſchnell in die Bruſt zu dringen pflegt. Man trinke einen Schluck Waſſer, Wein ꝛc. oder ſpanne die Aufmerk⸗ ſamkeit recht ſcharf auf einen Gegenſtand. Durchs Erſchrecken das Schtucken zu vertreiben iſt nicht rathſam..
1006. Epilepſt ie, Jammer, ꝛc.
Was⸗ man bey kleinen Kindern ſo nennt, iſt nur ein Zufall anderer Krankheiten, beſonders der Verſchleimung und der Wuͤrmer. Solchen gebe man nach Verſchiedenheit des Alters 4 bis 15 Tropſen an an leuchter Luft Lerſoſſne Weinſteinſalz(Weinſteins
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