— 141— 979. Ungefaͤrbte Zeuge zu waſchen.
1) Ehe das ſchwarze Zeug in die Waͤſche gege⸗ ben wird, muß ſolches ſorgfaͤltig durchgeſehen, und
das Schadhafte, ſollte es auch noch ſo geringe ſeyn,
ausgebeſſert werden. Dieſes Ausbeſſern geſchiehet am bequemſten nach jedesmaligem Wechſel der Wa⸗
ſche, ehe man dieſelbe bey Seite bringt. Bey die⸗
ſer Gelegenheit macht man auch alle Wein⸗Flecke ꝛc. welche etwa darin ſind, aus. Wenn beym Weg⸗ packen der ſchwarzen Waͤſche in Koͤrbe ꝛc. dieſelbe nicht ganz trocken iſt, ſo muß ſie erſt an der Luft voͤllig ausgetrocknet werden, weil ſie ſonſt leicht ſtockt.
Tiſchwaͤſche, welche mit Fett ꝛc. beſchmutzt iſt, muß
man ſorgfaͤltig vor den Maͤuſen in Acht nehmen. Jedes in die Waͤſche gegebene Stuͤck Zeug wirf vorher genau aufgezeichnet. Gefaͤrbte und ume⸗ faͤrbte Zeuge werden von einander ſortirt.
2) Die ſchwarze weiße Waͤſche kann boy der Reinigung auf erſal dens Weiſe behandat wer⸗ den:
a) Man weicht das Zeug, nachden man das grobe von dem feinen, wie auch das unreinere von dem noch weniger unreinen ſortirt hat, einen Tag zuvor in warmem jedoch nicht heißem, weichen Waſt ſer ein, weil durch die Hitze manche Unreinigkeit auf dem Zeuge mehr beveſtiget werden(einbrennen), waͤſcht es dann auf gewoͤhnliche Weiſe mit Seife, ſpuͤhlt es darauf in kaltem weichen Waſſer nach, und haͤngt es zuletzt geſtaͤrkt oder ungeſtaͤrkt zum Trocknen auf.—
1


