(Auftsſung des gebrannten Kalks im Waſſer) kann ein ſolches hartes Waſſer gereinigt werden, wenn mamn nur ſo viel davon zu dieſem hinzu ſetzt, als zur Niederſchlagung der Kalkerde erforderlich; hat man indeſſen zu viel Kalkwaſſer hinzugegoſſen, ſo kanm man dieſen Fehler dadurch, verbeſſern, daß man ens milde Lauge zuſetzt.
Wied hartes Waſſer auch noch nach ſtarkem
Aufkochen durch Seifengeiſt getruͤbt, ſo ruͤhrt ſeine
Haͤrte gemeiniglich vom Gips, oder auch wohl von latzigtſaurer Kalkerde. Beyde erdige Mittelſalze 1d koanen durch, einen Zuſatz von mildem Laugenſalze, alſo, von gemeiner Pettaſchen oder Aſchenlauge oder der Aufloͤſung der kriſtalliſirten Soda niedergeſchla⸗ gen werden. Aetzende Laugenſalze reinigen ein gyps⸗ haltiges Waſſer nicht. Das gereinigte harte Waſſer iſt ſowohl zum Waſchen, als zu jedem andern oͤkos nowiſchen Gebrauch anwendbar.
Das Flußwaſſer beſteht aus Quellwaſſer und aus demjenigen Regenwaſſer, welches nicht in die Erde eindringt, ſondern laͤngs der Oberfaͤche fort⸗ ſließt. Es enthäͤlt gemeiniglich weniger fremde
Subſtanzen aufgeloͤſt, als das Waſſer der mehreſteu 5. Auellen und Brunnen, es wird von dem Seifen:
geiſte nicht merklich Hetruͤbt, und kann daher zu dem weichen Waſſer gerechnet werden. Denn bey dem Fertfließen in anſehnlicher Weite entweicht die Koh⸗ ſaͤure, die es an der Quelle enthaͤlt, und die vermit⸗ telſt derſelben aufgelsſte Kalkerde ſchlaͤgt ſich nieder.


