Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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ten Mittelſalzen zerſetzt, indem ſich die Saͤure der letztern mit dem Laugenſalze der Seife verbindet, inzwiſchen das Fett von dieſer ſich mit dem erdigen Beſtandtheil der Mittelſalze zu einer in Waſſer un⸗ aufloͤslichen Maſſe vereiniget, daher das flockige We⸗ ſen eines ſolches mit Seife vermengten Waſſers.

Gießt man reinen Seiſenſpiritus(Aufloͤſung der

Seife in Weingeiſt) in ein hartes Waſſer, ſo wird ſolches aus gleicher Urſach ſogkeich truͤbe und ſlockig⸗ und der reine Seifenſpiritus iſt daher ein bequemes Mittel ein hartes Waſſer als ſolches kennen zu ler⸗ nen. Ein anderes dergleichen Pruͤfungsmittel iſt die Aufloſung der Laugenſalze, wodurch harte Waſſer gleichfalls getruͤbt werden. Wird friſch geſchoͤpftes hartes Waſſer durch Seiſengeiſt ꝛc. getruͤbt, nicht aber, wenn es ſtark abgekocht, und wieder abge⸗ kuͤhlt worden, ſo enthaͤlt es kohlenſaure Kalkerde. Durch die Erhitzung wird die Kohlenſaͤure in Luft⸗ geſtalt verſluchtigt, und die Kalkerde faͤllt zu Bo⸗ den. Ein gleiches geſchiehet auch, wenn man es in offenen Gefaͤßen eine laͤngere Zeit einer geringen Waͤrme, zum Beyſpiel der der Sonne ausſetzt. Am ſchnellſten aber laͤßt ſich dieſe Art des harten Waſſers durch einen Zuſatz von kauſtiſcher Laugen⸗ ſalzaufloͤſung( Seifenſiederlauge) reinigen. Das kauſtiſche Laugenſalz nimmt naͤmlich die Kohlenſaͤure in ſich auf und wird dadurch milde, und die Kalk⸗ erde ſinkt zu Boden. Hieraus ergiebt ſich, warum man ein ſolches Waſſer durch Zuſatz eines voͤllig milden(mit Kohlenſaͤure verbundenen) Laugenſal⸗ zes nicht verbeſſern kann. Auch durch Kalkwaſſer