— 437— Dreißigſter Abſchnitt.
Vom Waſchen des leinenen Zeuges, Kattuns, ſeidenen Zeuges, der Spitzen zc.
97 8. Vom Waſſer.
Das Waſſer iſt im reinen Zuſtande farbenlos, durchſichtig, voͤllig geruch: und geſchmacklos, und hinterlaͤßt beym gaͤnzlichen Verduͤnſten keinen Ruͤck⸗ ſtand. Da das Waſſer ein Aufloͤſungsmittel fuͤr viele Koͤrper iſt, beſonders der Salze, und in Ver⸗ bindung mit dieſen auch ſolche Koͤrper in ſich auf⸗ nimmt, die es ohne Beyhülſe derſelben nicht aufzus loͤſen vermag, ſo iſt es nicht zu verwundern, wenn man das natuͤrliche Waſſer ſo wenig rein antrifft. Die Wirkungen deſſelben auf andere Koͤrper ſind, nach dem Grade ſeiner Reinheit, ſehr verſchieden. Dem reinen deſtillirten Waſſer kommt das Regen⸗
waſſer am naͤchſten, wenn es bey ſtiller Luft, nach⸗
dem es ſchon eine Zeittang geregnet hat, in einiger Entfernung von Gebaͤuden, aufgefangen wird. Das von den Daͤchern herablaufende Rrhenawaſſer iſt ſehr unrein und ruſſes
Das Quell⸗ und Brunnenwaſſer beſtehet aus
Regenwaſſer, das bis auf eine groͤßere oder mindere


