Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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Satzmehl ablaufen, nimmt das unreine auf dem⸗ ſelben oben leicht ab, gießt friſches Waſſer auf und ruͤhrt das Satzmehl damit an. Sobald ſich das Satzmehl aus dem Waſſer abgeſondert und zu Vo⸗ den geſetzt har, wird dieſes mit friſchem gewechſelt. Auf ſolche Art wiederholt man das Ausſuͤßen des Satzmehls ſo oft, bis es alle Saͤure und den vo⸗ rigen unangenehmen Geruch verloren hat. Wenn man nun das Waſſer zum letztenmale ganz abge⸗ laſſen hat, nimmt man die graue ſchlammige Maſ⸗ ſe uͤber dem weißen Satzmehle rein ab, und ſucht die reinen Staͤrketheile durch Huͤlfe des Waſſers vdaraus abzuſondern. Hierauf legt man ein etliches mal uͤber einander zuſammen geſchlagenes linnen Tuch auf die Stäͤrke, und druͤckt es ſtark auf, um ihr zum Theil die Waͤſſerigkeit zu entziehen, ſchnei⸗ der ſie dann in backſteinfoͤrmige Stuͤcke, legt ſie auf Bretter oder beſſer auf ſchwachgebrannte Backſteine und bringt dieſe an einen ſchattigen, luftigen und vor Regen geſicherten Ort. Nach einigen Tagen ſtellt man die Staͤrkeſtuͤcke auf die hohe Kante und laͤßt ſie ſo lange ſtehen, bis ſich eine harte Rinde abloͤſen läßt, worauf man denn dieſelbe nebſt den ſonſtigen Unreinigkeiten von der Staͤrke abnimmt, dieſe in kleinere Stuͤcke zerbricht, auf linnenen, uͤber Horden geſpannten Tuͤchern vollends trocknet und alsdann an einem trocknen Orte aufbewahrt. Will man Kraftmehl oder Puder davon machen, ſo wird dieſelbe mit einem Mangelholz klein gemacht und purch ein Puarſte deſchlagen.