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hig ſtehen. Alsdann wird das Waſſer mit friſchem und abermals warmem gewechſelt und der Weitzen damit ſo lange ruhig ſtehen gelaſſen, bis die Koͤr⸗ ner ſo ſtark erweicht ſind, daß ſie beym Zerdruͤcken einen milchigten Saft von ſich geben. Man thut nun den Weitzen in einen Sack von grober, aber ſtarker Leinewand, bringt dieſen zugebunden in ein auf einem Geruͤſte ſtehendes Faß, das im Boden ein mit einem Zapfen perſehenes Loch hat, gießt einige Eymer weiches lauwarmes Waſſer darauf und laͤßt ihn ſtark treten, wodurch ſich die Staͤrke nebſt dem Schleimzucker ausſpuͤhlt und, wit dem Waſſer vermengt. Man zapft das milchigte Staͤrkenwaſſer ab und gießt es zum Ausſuͤßen durch ein Haarſieb. in ein anderes Gefaͤß, und wiederholt das Ueber⸗ gießen des Sacks mit Waſſer und das Treten deſe ſelben ſo oft, und lange, bis das friſch hinzugeſetzte Waſſer nicht mehr milchigt wird. Wenn ſich hier⸗ auf die Staͤrketheile in dem Ausſuͤßgefaͤß aus dem Waſſer zum Theil niedergeſetzt haben, laͤßt man dieſes ſo weit ablaufen, als es helle iſt und laͤßt das uͤbrige ruhig ſtehen. Die Staͤrketheile ſetzen ſich nun voͤllig zu Boden und der in dem Waſſer aufgeloͤſte Schleimzucker gehet in die weinige Gaͤh⸗ rung, und darauf in die Eſſiggoͤhrung uͤber. Die⸗ ſe Gaͤhrung iſt nothwendig, wenn die Staͤrke die gehöͤrige Reinigkeit erhalten ſoll; dann die erzeugte Eſſigſaͤure loͤſt die noch mit dem Satzmehle vermeng⸗ ten glutenoͤſen Theile, welche daſſelbe gelblich ma⸗ chen, auf und ſondert ſie demnach davon ab. Nach einiger Zeit loͤßt man das ſaure Waſſer von dem


