Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
508
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Fer lockerer Bodenſatz ab, der, nach wiederholtem Anruͤhren mit friſchem kaltem Waſſer und Abſonde⸗ rung deſſelben, und nach dem Austrocknen geruch⸗ und geſchmacklos, und in kaltem Waſſer, in Wein⸗ geiſt und Oelen nicht loͤsbar iſt, vom heißen Waſ⸗ ſer aber zu einem Schleim(Kleiſter) aufgeloͤſt wird. Dieſer Beſtandtheil⸗ des Weitzenmehls heißt Staͤrke, Satzmehl, Kraftmehl. Daſſelbe macht auch einen Beſtandtheil der uͤbrigen Mehlar⸗ ten, auch vieler andern Pflanzenſubſtanzen, vorzuͤg⸗ lich der Kartoffeln und der zmehligen Wurzeln aus. 3

Wird das zur Darſtelung des Klebers eurau te Waſſer ſogleich nach der Abſonderung des Satz⸗ mehls aͤber gelindem Feuer abgedampft, ſo erhaͤlt man eine braungelbe Subſtanz, von der ſich, ver mittelſt des waſſerfreyen Weingeiſtes, Zucker auszie⸗ hen laͤßt. Der Ruͤckſtand iſt Pflanzenſchleim.

Das vorbeſchriebene Verfahren, die Gemeng: theile des Weitzenmehls von einander zu trennen, wuͤrde zur Gewinnung der Staͤrke im Großen nicht oͤkonomiſch ſeyn, kauch wuͤrde dieſe nicht die gehoͤri⸗ ge Reinigkeit und Weiße erhalten. Man muß vielmehr durch eine gelinde Gaͤhrung die Beſtand⸗ theile des Weitzens von einander trennen. Das Verfahren dabey iſt folgendes: Man quellt groß⸗ körnigen und duͤnnhuͤlſigen, durch Sieben gereinig⸗ ten, Weitzen mit weichem, am beſten warmem, Waſſer ein, ſo daß das Waſſer einige Zoll hoch daruͤber ſteht, und laͤßt ihn zugedeckt einen Tag ru⸗