Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
507
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MNeun und zwanzigſter Abſchnitt.

Staͤrke zu machen.

976. Stäͤrk⸗ oder Kraftmehl aus Weitzen zu machen. 1 Wenn man Weitzenmehl mit kaltem Waſſer zu

einem duͤnnen Teige anruͤhrt, dieſen in ein Stuͤck ſeine Leinewand bindet, und dann ſo lange unter

kaltem Waſſer knetet, bis ſich friſches Waſſer nicht

mehr davon truͤbt, ſo bleibt in der Leinewand ei⸗ ne zaͤhe, geruch⸗ und geſchmackloſe Subſtanz von weißgrauer Farbe zuruͤck, die weder in kaltem noch

kochendem Waſſer, noch in Weingeiſt und Oelen,

wohl aber in aͤtzenden Laugenſalzen und Saͤuren aufloͤslich iſt, an warmer Luft zu einer hornartigen Maſſe austrocknet, die ſich nicht wieder durch Waſ⸗

ſer erweichen laͤßt, friſch im feuchten Zuſtand leicht

in Faͤulniß uͤbergeht, friſch im kochenden Waſſer ge⸗ rinnt und ihre Zaͤhigkeit verliert. Dieſe Subſtanz, welche auch in andern Getraidearten und verſchie: denen andern Pflanzenkoͤrpern einen naͤhern Beſtand⸗. theil ausmacht, wird Kleber oder Gluten ge⸗ nannt. Die Groͤße der naͤhrenden Kraft der ver⸗ ſchiedenen Mehlarten haͤngt hauptſaͤchlich von der Quantitaͤt des darin enthaltenen Glutens ab.

Aus dem zur Darſtellung des Klebers ebranch

4 ten Waſſers ſondert ſich durch die Ruhe ein wei⸗

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