1
Staͤrke der Lichte. Nachdem ſie zugeſchnitten ſind, drehet man ſie etwas zuſammen und reibt ſie ſtark
mit einem linnenen mit Wachs beſtrichenem Tuche,
damit ſie ſich nicht wieder auſinic ln.
7
973. Talglichte zu gehen.
Man laͤßt geſchmolzenen Talg uͤber gelindem Kohlenfeuer ſchmelzen und gießt denſelben in ein ſchickliches Gefaͤß, welches man durch Kohlenfeuer oder heißes Waſſer ſo ſtark erwaͤrmt, daß der Talg fluͤſſig erhalten wird. Unterdeſſen werden die Doch te in heißen Talg getaucht, dann gerade geſtrichen und an die Lichtſpieße gehaͤngt. Hierauf geſchiehet das Eintauchen in den lauwarmen Talg, welches, nach dem jedesmaligen Erkalten derſelben, ſo oft
wiederholt wird, bis die Lichte die gehoͤrige Dicke
haben. Zuletzt haͤlt man die Lichte mit ihrem un⸗ tern Ende in heißen Talg und laͤßt es wieder et⸗ was abſchmelzen, damit ſie eine gleichfoͤrmige Staͤr⸗ ke erhalten, worauf ſie nach dem Erkalten unten etwas abgeſchnitten werden.
974. Talglichte zu gießen.
Die gegoſſenen Lichte erfordern weniger Muͤhe und ſind beſſer als die gezogenen. Die dazu er⸗ forderlichen Formen koͤnnen von Glas, Metall ꝛc. ſeyn, indeſſen geben erſtere den Lichten mehr aͤußern Glanz. Nachdem man in den Formen die Dochte vöͤllig in der Mitte ausgeſpannt hat, ſtellt man dieſelben reihenweiſe in die Lichtbank und faͤllt ſie,


