Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
503
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rung des Thieres ab. Der Talg von jungen Thie⸗ ren iſt weiß und weich, von alten gelblich und hart. Mit feuchtem, warmem und weichem Futter gemaͤ⸗ ſtete Thiere geben weichen Talg; trocknes Futter verurſacht harten weißen Talg, ſo wie Oelkuchen, Klee ꝛc. dem Talge einen uͤbeln Geruch mittheilen. Auch der Talg von erkranktem und geſallenem Vieh hat immer einen unangenehmen Geruch. Sommer⸗

talg iſt auch weicher und uͤbelriechender, als Win⸗

tertalg. Nierentalg iſt unter uͤbrigens gleichen Um⸗

ſtaͤnden der beſte Talg vom Thiere. Das Ablau⸗

fen der Lichte haͤngt von der Beſchaffenheit der Ma⸗ ſtung der Thiere, von der Jahreszeit, in welcher dieſelben gemacht worden und von dem Alter des

Thieres und des Talges ſelbſt ab. Lichte von al⸗

tem Talge ſind immer zum Ablaufen geneigt.

Das Ausſchmelzen des rohen Talges geſchiehet bey gelinder Hitze. Um den ausgeſchmolzenen Talg von der damit verbundenen Gallerte, welcher beym Brennen der Lichte die Flamme truͤbt und einen unangenehmen Geruch verurſacht, zu befreyen, durch⸗

ruͤhrt man denſelben, nach einigem Verkuͤhlen, mit

heißem Waſſer und laͤßt ihn dann daruͤber er⸗ kalten.

Die Dochte werden am beſten von reinem baum⸗ wollenen, locker, gleich und eben geſponnenen, Garn gemacht, weil dieſe nicht ſo viel kohlige Schnuppe anſetzen, als die von linnenem Garne.

Die Staͤrke der Dochte richtet ſich genau nach der

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