Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
502
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reitungsart derſelben vo⸗ der erſten Seiſe beſtehet darin, daß man alle Lauge mit der Seife vereinis get, und daß man dabey kein Kochſalz anwendet. Die Fettigkeit wird mit, der Aetzlauge erſt bis zur entſtandenen Gahre gekocht, und hierauf biß zur Verduͤnſtung der Mäſerigeee der Maſſ gelinde ver⸗ ſotten.

Man macht z. E. von. 15 pfand fener Pott⸗ aſche oder 1 ½ Berliner Scheſſel reiner, gut ausge⸗ brannter Buͤchenholzaſche und 36 Pfund friſchge⸗ brannten Kalk eine Aetzlauge. Dieſe wird in ei⸗ nem Keſſel mit 30 Pfund Hanfol oder Leinzl, oder auch Herinssthran, unter beſtaͤndigem, langſamem Uumruͤhren der Maſſe, ſo lange gekocht, bis dieſe im Keſſel den Raum von Pfund kaltem Waſſer einnimmt. Alsdann wird die Seife zum Aufbe⸗ wahren in ein Faß gefuͤllt.

972. Von der Verfertigung der Piure * uͤberhaupt. aan Die Materialien zu Lichten ſind Talg und

Dochte. Gemeiniglich werden zu denſelben eine

Miſchung von Rindertalg und Hammeltalg genom⸗

men und zwar entweder beyde zu gleichen Theilen

oder, was man fuͤr beſſer haͤlt, 2 Theile Hammel⸗

talg und ein Theil, Rindertalg, indem man den

Hammeltalg, ſo wie auch den Ziegentalg, fuͤr ſi ſich allein zu ſproͤde und den Rindertalg allein zu weich zu Lichten haͤlt. Allein die Beſchaffenheit und Guͤte

des Talges haͤngt viel von dem Alter und der Nahr