Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
505
Einzelbild herunterladen

vermittelſt eines Trichters, mit lauwarmem Talge an. Nach dem voͤlligen Erkalten werden die Lich⸗ te aus den Formen herausgenommen und, nachdem

ſie unten gerade geſchnitten worden, an einem trock⸗ nen aber kuͤhlen und luftigen Orte zum Austrocke

nen aufzehingr

eichte aus Wallrath verfertiget valbtengen, un⸗ ter voͤllig gleichen Umſtaͤnden, weit ſchneller als Talglichte, auch iſt ihre Flamme flatternd, ſetzt mehr Ruß ab, als die der letztern, woraus erhelt let, daß die Talglichte nicht an Guͤte gewinnen, wenn man dazu etwas Wallrath anwendet. Uebris gens ſteht die Sparſamkeit der Talglichte im Bren⸗ nen, und die Reinheit ihrer Flamme, unter uͤbri⸗ gens gleichen Umſtaͤnden mit ihrer Dicke im Ver⸗ haͤltniſſe, und iſt um deſto Wößes. je duͤnner ſee ſind.

975. Ruͤbol zu reinigen.

Das friſche Ruͤboͤl enthaͤlt viel ſchleimigte und harzigte Theile, daher es mit truͤber und rußigter Flamme brennt. Mit der Zeit ſcheiden ſich durch die Ruhe dieſe Theile meiſt aus dem Hele ab. Allein geſchwinder und auch vollkomwener kann das Ruͤboͤl von ſeinen fremden Theilen befreyet werden, wenn man es mit Vitrioloͤl und Waſſer behandelt. Man gießt in 1 Pfund Ruͤbol 2 ½ Quentchen Vi⸗ trioloͤl und vereiniget daſſelbe damit durch anhalten⸗ des Schuͤtteln oder Umrühren. Das Oel verändert

2 4 8 4