Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
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meln, alsdann in ſtarker Lauge auskochen, dann das obenaufſchwimmende Fett abnehmen, durch einen Durchſchlag geben und mit friſchem Talgt zur Geiſe

269. Zubereitung der Seife aus Mineral⸗ laugenſalz.

Man vermengt 30 Pfund preußiſche Soda (welche in der bey der Saline zu Schoͤnehek bey Magdeburg etablirten Fabrik von chemiſchen Pro⸗ dukten bereitet wird) mit ¾ Scheffel gewoͤhnlicher Holzaſche und 70 Pfund friſchgehrannten und durch Waſſer in ein feines Pulver verwandelten Kalk, bringt alsdann das Gemenge in ein Aeſcherfaß und lauget es auf gewoͤhnliche Weiſe aus, wobey man die zwey terſten Laugen in ein Gefaͤß zuſammen gießt. Hierauf bringt man ſo Pfund Talg in ei⸗ nen Keſſel, laͤßt ſolches ſchmelzen, ſetzt etwa zwey Drittheil der Lauge hinzu, bringt die Maſſe zum Sieden, wobey man ſie fleißig umruͤhrt, und die allmaͤhlig verdampfende Fluͤſſigkeit von der uͤbrigen Lange erſetzt. Wenn nun etwa noch ein Viertheil der ſtarken Lauge uͤbrig iſt, und die Seifenmaſſe im Keſſel zu ſchaͤumen anfaͤngt, und ſich alſo ihren Gahre noͤhert, wird ſie nebſt der Lauge auf ein Filtrum von grober Leinewand gegoſſen, um die ets wa mit dem Talg vereinigt geweſenen Unreinigkeit abzuſondern. Die durchgegoſſene Seife wird nun in den Keſſel zuraͤckgebracht, mit dem Reſt der ſtar⸗ ſen Lauge angeſotten, und mit dem Sieden unter