Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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957. Thee zu kochen.

Man uͤbergießt die Theeblaͤtter mit kaltem wei⸗ chen Waſſer und erhitzt ſie, in einem wohl verdeck⸗ ten Gefaͤße, beynahe bis zum Sieden. Nachdem ſich hierbey ein weißer Schaum auf der Oberflaͤche der Fluͤſſigkeit zeigt, nimmt man das Gefaͤß vom Feuer, wirft etwas Zucker hinein und laͤßt es ſo lange bedeckt ſtehen, bis die Blaͤtter zu Boden ge⸗ ſunken ſind, da man dann die klare Fluͤſſigkeit ab; gießt. 95s. Schokolade zu machen. Man roͤſtet 1 Pfund gute Kakaobohnen in ei⸗

ner Kaffeetrommel uͤber maͤßigem Feuer, unter be⸗

ſtaͤndigem Umdrehen und oͤftern Schuͤtteln der Trom⸗

mel, bis ſie anfangen mit Geraͤuſch aufzuſpringen.

Nachdem man ſie hierauf etwas hat verkuͤhlen laſſen, ſchaͤlt man ſie mit den Haͤnden ab, zerdruͤckt ſie

dann mit einem Rollholze, und reiniget ſie von den

kleinen Stielchen und uͤberhaupt allen fremden Thei⸗ len. Man bringt ſie in einen erwaͤrmten Moͤrſer, und ſtoͤßt ſie ſo lange, bis ſie die Konſiſtenz einer

dicklichen Fluͤſſigkeit angenommen, und nicht das ge⸗

ringſte Koͤrnichte mehr enthalten. Alsdann thut man, unter fortgeſetztem Stoßen, nach und nach 4 Pfund fein geſtoßenen und durch ein Haarſieb ge⸗

ſchlagenen Raffinatzucker, 1 Loth Zimmt, ferner

auch etwas Gewuͤrznelken, Kardemomen ꝛc. alles

aufs feinſte zerſtoßen und durch ein Haarſieb ge⸗

ſchlagen, und die feinen Saamenkerne einer Va⸗ 4 X

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