Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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wird in einem, unten mit einem Zapfen verſehe⸗

nen hoͤlzernen Gefaͤße, deſſen Boden mit Roggen⸗

ſtroh belegt iſt, und woruͤber ein beweglicher und

oftmals durchbohrter Boden befindet, mit handhei⸗ ßem weichen Waſſer zu einem ſteifen gleichfoͤrmi⸗ gen Teige angeruͤhrt und zugedeckt, ungefaͤhr eine halbe Stunde, ruhig ſtehen gelaſſen. Alsdann wird

dieſer Malzteig mit kochendem Waſſer verduͤnnt,

und damit in Ruhe gelaſſen, damit das Waſſer die ſuͤßen Theile des Malzes aufloͤſen koͤnne. Wenn ſich die Flüſſtgkeit nach Verlauf von ungefäͤhr 1 Stunden nach dem Einbrennen geklaͤrt hat, wird ſie von den Trebern abgelaſſen, und dieſe uͤber⸗ ſchuͤttet und durchruͤhrt man von neuem mit kochen⸗ dem Waſſer, um ſie voͤllig zu extrahiren. Die er⸗ haltenen Malzextrakte werden nun gekocht, um den darin enthaltenen Gluten auszuſcheiden. Je dau⸗ erhafter das Bier werden ſoll, deſto laͤnger muß der Malzexkrakt gekocht werden. Anfangs, wenn derſelbe ungefaͤhr eine halbe Stunde gekocht hat, häuft ſich der in der Hitze geronnene Gluten in kletnen Theflchen locker zuſammen und verbreitet ſich gleichförmig durch die ganze Fluͤſſigkeit; bey ſortge⸗ ſetztem Kochen vereinigt ſich derſelbe allmaͤhlig in groͤßere Flocken zuſammen, die nach und nach zu großen unfoͤrmlichen Klumpen anwachſen. Der ge⸗ ronnene Gluten muß fleißig von der ſiedenden Fluͤſ⸗ ſigkeit abgenommen werden. Der Extrakt zum Weißbier darf indeſſen nicht ſo lange gekocht wer⸗ den, bis der Gluten ſich in großen Klumpen ver⸗ einigt, weiſ it ſont die San des Biers zu dunkel . A