Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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Getraideart muß fuͤr ſich beſonders gemalzt werden) durchs Sieben von allem Staub und Unkrautſaa⸗ men befreyet worden, übergießt man daſſelbe in ei⸗ nem hoͤlzernen Bottich,(welcher dicht uͤber dem Bo⸗ den mit einem Zapfloch verſehen iſt, welches durch einen Zapfen verſchloſſen worden) mit weichem kal⸗ ten Waſſer, ſo daß dieſes zuletzt etwa eine halbe Viertelelle hoch daruͤber ſteht. Die tauben Getrai⸗ dekoͤrner, welche auf dem Waſſer ſchwimmen, wer⸗ den abgenommen und zum Viehfutter benutzt. Bey kalter Witterung wechſelt man das aufgegoſſene Waſſer nach 10 bis 12 Stunden, bey warmer hingegen ſchon nach 6 bis 8 Stunden ab, damit das Getraide nicht in Gaͤhrung gerathe, und wie⸗ derholt dieſe Erneuerung, ſo bald ein gleicher Zeit⸗ raum verfloſſen iſt, ſo oft, bis das Getraide gehoͤ⸗ rig gequellt oder erweicht worden. Dieſes iſt der Fall, wenn die Huͤlſen an den Spitzen ſich etwas geoͤffnet haben und von einander abſtehen, auch

ſich beym Zuſammendruͤcken umlegen, wobey das

Korn ſelbſt aber ganz bleibt, wie auch, wenn die Koͤrner beym ſanften Druck etwas weich anfuͤhlen und den Kern aus den Haͤlſen ſchluͤpfen laſſen, wenn ſie zwiſchen den Fingern gequetſcht werden.

Das erweichte Getraide wird, nachdem man das

Waſſer hat rein ablaufen laſſen, an einem temperirten aber etwas luftigen Orte, z. E. in

einem Keller auf einen glatten ſteinernen Bo⸗

den aufgeſchuͤttet und fleißig umgeſchaufelt, damit die Koͤrner aͤuherlich etwas abtrocknen. Alsdann

bringt man daſſelbe in üinen Haufen, der etwa ei⸗