trauben den eigentlichen Wein, der Obſtſaft den Zucker, der Honig den Meth, der Extrakt des ge⸗ malzten Getraides das Vier. Je zuckerreicher die
Fluͤſſigkeiten vor der geiſtigen Gaͤhrung ſind, deſto
weingeiſthaltiger oder ſpirituoͤſer werden ſie durch
dieſelbe, und umgekehrt. Wenn erſt eine gewiſſe Menge Weingeiſt durch die Gaͤhrung erzeugt iſt, ſo wird die fernere Gaͤhrung dadurch ſelbſt ge⸗
ſchwaͤcht und endlich ganz Lahenmtn wie dies die ſu⸗
hen Weine beweiſen. 6
Die Aufloſung des reinen Zuckers in Waſſer geraͤth nicht von ſelbſt in Gaͤhrung, ſondern man muß ihr erſt etwas Pflanzenſchleim oder Heſen zu⸗ ſetzen. Auf ſolche Flüſſigkeiten, worin ſich nur ei⸗ ne geringe Menge Zucker befindet, beduͤrfen eines Zuſatzes von Hefen, um gehoͤrig in Gaͤhrung zu
. gerathen.
949. Keſelbe elbier zu brauen.
d Das Bier, das man in Anſehung ſeiner Far⸗ be in Braun⸗ und Weißbier unterſcheidet, wird aus gemalztem Getraide bereitet. Zu dem Weiß⸗ bier nimmt man entweder bloß Weitzenmalz oder
auch zugleich einen groͤßern oder geringern Theil Gerſtenmalz; beydes hat man zu Luftmalz gemacht.
Das Braunbier wird aus Gerſtenmalz, das entwen
der ſaͤmmtlich, oder nur zum Theil auf einer Dar⸗
ree leicht geroͤſtet worden, bereitet. Bey dem Mal⸗ en des Getraides verfaͤhrt man auf folgende Art. Nachdem der Weitzen oder die Gerſte dim lede
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