— 90— de. Wenn das Fett etwa zur Haͤlfte ausgebraten
iſt, ſo macht man den Anfang mit dem Ausſchoͤ⸗
pfen deſſelben. Um von der Fuͤllkelle das abtriefen⸗ de Fett nicht zu verlieren, haͤlt man mit der lin⸗ ken Hand einen Teller unter die Kelle. Das Aus⸗ gießen der Kelle geſchiehet in einen Durchſchlag, der auf den Aufbewahrungstopf geſetzt iſt, wozu ein Steintopf am beſten iſt. Damit derſelbe aber durch das heiße Fett nicht ſpringe, erwaͤrmt man denſelben vorher am Feuer und ſetzt ihn dann in eine Schuͤſſel, damit bey etwaniger Zerſpringung
das Fett nicht verloren gehe. Zuletzt druͤckt man
die Grieven in dem Durchſchlage mit der Kelle aus, um ſie moͤglichſt vom Fett zu befreyen. Iſt das ausgeſchmolzene Fett oder Schmalz zur laͤngern Auf⸗ bewahrung beſtimmt, ſo fuͤllt man die Toͤpfe voͤllig damit an, verwahrt dieſe nach dem vöͤlligen Erkal⸗ ten des Fettes luftdicht, indem man dieſelben mit einem Teller bedeckt und die Fugen mit Wachs und Terpentin, beydes zu gleichen Theilen zuſam⸗ mengeſchmolzen, verküttet. Alsdann ſtellt man die Schmalztoͤpfe in einen trocknen kuͤhlen Kele
Auf gleiche Weiſe wird auch das Gaͤnſefett aufbewahrt. Das ausgeſchmolzene Rinder⸗ und Schoͤpſentalg ꝛc. gießt nian in tiefe Schuͤſſeln oder in ſolche irdene Gefaͤße, welche unten etwas ſpitzig, oben aber breit auslaufen, damit man das geron⸗
nene Talg nachher durch das Umſtuͤrzen des Gefaͤ⸗
ßes heraus bringen kann.
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