Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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det ſie in duͤnne Scheiben, und thut ſie bey der Bexeitung friſcher Butter in das Butterfaß, wenn eben die letztere zu tommen anfaͤngt, und arbeitet ſie gut damit durch einander.

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945. Bereiung des gemeinen Kaͤſes.

Den gemeinen vder magern Kaͤſe macht man aus der abgerahmten ſauren Milch. Man gießt diefelbe nach geuinder Erwaͤrmung, entweder uͤber Feuer, und durch Vermiſchung mit heißem Waſſer, um ſie dadurch zum Gerinnen zu bringen, in einen Beutel von grober lockerer Leinewand, bindet den⸗ ſelben zu, laͤßt den Molken ablaufen, und preßt zuletzt den Reſt deſſelben aus. Alsdann permengt man die Kaͤſemaſſe, Quarkkaͤſe, mit Salz, und Kuͤm⸗ mel und formt daraus Kaͤſe, entweder aus freyer Hand, aus in fein geflochtenen hoͤlzernen Koͤrbchen, und laͤßt ſie auf einer Unterlage von Otroh im. Sommer in ſogenannten Kaͤſekoͤrben an. freyer Luft, und im Winter auf Horden uͤber einem warmen Ofen abtrocknen. Alsdann legt man dieſelben in⸗ Steintoͤpfe oder Faͤſſer, entweder blos auf einander, oder zwiſchen Papier ꝛc. ein, deckt die Gefaͤße zu, und ſtellt ſie, je nachdem ſie fruͤher ader ſpaͤter butt terig werden ſallen, an einen mehr warmen oder temperirten Ort. Man muß ſie von Zeit zu Zeit unterſuchen, ob ſie die verlangte Cigenſchaft bekom⸗ men haben. Iſt dies der Fall, ſo muß wan ſie auf einer Untertage von Noggenſtroh an der Luft ab trocknen laſſen, ſonſt ſließen ſie aus einander.