Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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84 und derienige derſelben, der den Namen Sauerſtoft fuͤhrt, vereinigt ſich mit dem Rahm und bildet da⸗ mit die Butter. Wird Nahm unter dem Zutritt der Luft gebuttert, ſo wird auch ein Theil Lebens⸗ luft oder vielmehr der Sauerſtoff derſelben von dem Rahm aufgenommen, und der abseſchiedene Waͤrz meſtoff(denn die Lebensluft beſtehet aus Sauerſteff und Waͤrmeſtoff) wird frey und erhoͤhet die Tem⸗ peratur der Fluͤſſigkeit auf einige Grade. Aus dem Angefuͤhrten erhellet die Zweckmaͤhigkeit des Zuſatzes von etwas Eſſig zu Rahm, der bey uͤbrigens tegel⸗

maͤßigen Buttern ſich nicht in Butter verwandeln

will. Ganz entgegengeſetzte Wirkung bringt dem

Rahme zugeſetzter Zucker hervor.

Sobald die Butter entſtehet, wird die mecha⸗ niſche Bewegung des Butterns noch mehr gemaͤßigt⸗ dieſelbe aber ſo lange fortgeſetzt, bis die Butter⸗ koͤrnchen in groöͤßere Maſſen vereiniget ſind. Als⸗ dann nimmt man die Butter aus dem Butterfaſſe und giebt die Fluͤſſigkeit, welche nun Buttermilch heißt, durch einen ſehr feinloͤcherigen Durchſchlag, um die darin noch ſchwimmenden Buttertheilchen abzuſons

dern. Indeſſen iſt die Verwandſchaft des in dem Rah⸗

me enthaltenen butterartigen Beſtandtheils zu den üͤbrie gen Beſtandtheiten der Milch ſo groß, daß er durch das

gewoͤhnliche Verfahren nie ganz abgeſchieden werden

kann. Ein Theil deſſelben wird auch noch, in der abge⸗ rahimten Milch, und ſelbſt in den Molken angerroſſen.

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