Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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Schafmilch; die aus Stutenmilch und Eſelsmilch ſcheidet ſich nicht aus dem Rahme ab, ſondern bleibt in dem Zuſtande eines Rahms, und vereinigt ſich bey der Erwaͤrmung leicht wieder mit der Milch, was die Butter der Milch wiederkaͤuender Thiere nicht thut. Der Kaͤſe der Kuh⸗ und Ziegenmilch iſt am veſteſten. Die waͤßrigen Theile oder Mol⸗ ken ſind in der Stutenmilch haͤufiger als in der der Ziegen und Kuͤhe; in der Schafmilch aber in der geringſten Menge. Eben ſo verſchieden iſt das Verhoͤltniß des Milchzuckers in der Milch der ver⸗ ſchiedenen Thiergattungen, und bey einer und eben derſelben Gattung nach Berſhitdenhei der Um⸗

ſtaͤnde.

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939. Scheidung der Milch. 1

Setzt man friſche Kuhmilch ruhig an einen 5 temperirten Ort, ſo ſammelt ſich auf der Oberflaͤche nach und nach eine zaͤhe dickliche Subſtanz, der Rahm. Die unter demſelben befindliche M llch hat gemeiniglich eine dicke Konſiſtenſt angenommen und beſitzt einen ſaͤuerlichen Geſchmack. Bey der Ruhe

und noch ſchneller bey Erwaͤrmung ſcheidet ſich noch

ein geronnener Theil ab, welcher Kaͤſe genannt wird. Die uͤbrige Flüſſigkeit, welche von dem Kaͤſe durchs Durchſeihen abgeſchieden werden kann, heißt Molken. Dieſe allmaͤhlige Scheidung der Milch wird von der aus dem Milchzucker durch die Gaͤh⸗ rung erzeugte Eſſigſäure veranlaßt. Setzt man Eſ⸗ ſig oder auch eine andere Saͤure, oder ein mit

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