Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
441
Einzelbild herunterladen

ſie etwas feucht geworden ſind, trocknen oder mit friſchen wechſerln muß. Beſſere Aufbewahrungsme⸗ thoden ſind folgende: 8

Man taucht friſche Eyer,(welche man daran erkennt, daß ſie weiß und nicht gelblich oder blaͤu lich ꝛc. ausſehen, beym Schuͤtteln keinen leeren Raum verrathen, im Waſſer nicht ſchwimmen, und gegen das Lampenlicht gehalten, inwendig klar und nicht truͤbe erſcheinen,) in geſchmolzenen Talg ꝛc. und be⸗ wahrt ſie dann an einem kuͤhlen Orte auf.

Man packt ſie in Faͤßchen und üͤbergießt ſie mit friſchem Brunnenwaſſer, das alle 8 Tage er⸗ neuert wird.

Man loͤſcht eine verhaͤltnißmaͤßige Menge friſch⸗ gebrannten Kalk mit Waſſer zu einem Brey, thut auf eine Metze genommenen Kalk 4 Loth Kochſalz und 3 Loth fein geſtoßenen rohen Weinſtein und dann ſo viel Waſſer hinzu, daß ein in dieſe Fluͤſſig⸗ keit gelegtes Ey kaum ſchwebend erhalten wird. In dieſe Fluͤſſigkeit legt man die Eyer, die ſich 2 Jahre darin gut erhalten. Will man Gebrauch von dieſen Eyern machen, ſo nimmt man ſie be⸗ hutſam mit einer Sene heraus und ſpuͤhlt ſie in Waſſer ab.