Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
437
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druͤckt dabey die Kernen heraus. Wenn ſie fertig ſind, packt man ſie mit geſtoßenem Zucker in eine Schachtel ein, und hebt ſie, an einem rrocknen Orte, zum Gebrauch auf.

923. Kuͤchengewaͤchſe zu trocknen.

Außer den Baumfruͤchten kann man auch die . mehrſten uͤbrigen Gemuͤſe, als Kohl, Wurzeln, Kraͤu⸗ ter, ꝛc. zum Gebrauch fuͤr die Kuͤche trocknen. Der Hauptkunſtgriff hierbey beſtehet darin, daß die Ge⸗ waͤchſe weder im geringſten geroͤſtet werden noch in Gaͤhrung dabey gerathen, ſondern daß ſie bloß von ihrer waͤßerigen Feuchtigkeit befreyet, uͤbrigens aber in ihrem natuͤrlichen Zuſtande erhalten werden. Die Methode des Trocknens iſt einſach und leicht, und beſteht darin, daß die Waͤrme von unten kommt, ſich aber uͤber den Gewaͤchſen nicht aufhalten kann, und daß die Hitze nicht zu groß ſey. Es kann al⸗ ſo weder in der freyen Luft noch in einem Back⸗ oder Darrofen, wohl aber auf einem Stubenofen, Feuerheerd, oder einen eigenen mit Horizontatzuͤgen verſehenen niedrigen Ofen geſchehen. Die Gewaͤchſe werden vorher gut gereinigt, gewaſchen und uͤber⸗ haupt wie zum Kochen vorbereitet. Dann laͤßt man das Waſſer ablaufen, breitet ſie auf ausgeſpannten leinenen Tuͤchern oder Brettern aus, und wendet ſie fleißig um. Wenn ſie nun abgetrocknet ſind, bringt man ſie zum Austrocknen auf einen erwaͤrmten Ofen und wendet ſie fleißig um. Man trocknet ſie ſo lange, daß die Stengel beym Biegen leicht zerbre⸗