Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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keicht ſchimmlich werden und verderben wuͤrde, ſon⸗ dern es muß zuvor erkalten und nach Beſchaffenheit

ſeines Zuſtandes 1 bis 8 Tage an die freye Luft

geſtellt werden. Alsdann ſchuͤttet man jede Sorte

einzelnen in Faͤſſer, Kiſten, oder auch aus Stroh

geflochtenen Koͤrbe, ſtellt dieſe auf eine trockne Kam⸗ mer, und ſichert das Obſt vor den Maſene.

921. Pflaumen und Kirſchen zu trocknen.

Man legt dieſe Fruͤchte ohne Stiel auf Horden, ſchiebt dieſe, am beſten, in einen Darrofen und laͤßt ſie bey gelinder Waͤrme zuvoͤrderſt etwas ab⸗ welken, ſo daß ſie runzlicht werden. Alsdann ver⸗ ſtaͤrkt man die Hitze, zieht ſie aber ſchon aus dem Ofen heraus, ehe die Runzeln ſcharfkantig werden, und laͤßt ſie dann an der Luft vollends nachtrocknen.

Damiz ſie einen ſchoͤnen Firnißglanz bekommen,

ſo darf erſtlich die Hitze Anfangs nicht zu groß ſeyn, ſonſt wuͤrden ſie aufſpringen, ihren ſchleimig⸗

ſuͤßen Saft verlieren und unauſehnlich, auch bey⸗

feuchter Witterung leicht ſchmierig werden; ferner muß man ſie auch nicht im Ofen erkalten laſſen,

ſondern ſie ſchnelt aus der Hitze in die kalte Luft d

bringen, ſonſt werden ſie blaͤulich und blaß.

922. Pruͤnellen zu machen. Man ſucht die groͤßten und beßten blauen

Pflaumen aus, ſchaͤlt ſie nach dem Abbruͤhen mit kochendem Waſſer, trocknet ſie vorſichtig, auf rein⸗

nichen Horden, in einem Darr: oder Bratofen, und

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