Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
430
Einzelbild herunterladen

5354 914. Gurken mit Eſſig einzumachen. Man nimmt hierzu Gurken, von der Groͤße aines kleinen Mannsfingers, reiniget dieſelben, ver⸗ mittelſt einer Buͤrſte, in Waſſer, legt ſie darauf 12 Stunden in eine ſtarke Salzſoole, laͤßt ſie dann in einem Durchſchlag ꝛc. ablauſen, legt ſie abwech⸗ ſelnd ſchichtweiſe mit einigen Pfefferkoͤrnern, Ge⸗ wuͤrznelken, Lorbeerblaͤttern und einigen Dillzweigen in Steintoͤpfe, gießt kochenden Wein⸗ oder Getrai⸗ deeſſig darauf, und laͤßt ſie einige Tage damit ſte⸗ hen. Alsdann wird der Eſſig abgegeben, von neu⸗ em aufgekocht und, nach dem Erkalten, wieder dar⸗ auf gegoſſen. Das Gefaͤß wird luftdicht verſchloſ⸗ ſen, indem man auf daſſelbe einen irdenen Teller, vermittelſt einer zuſammengeſchmolzenen Maſſe von gelbem Wachs und etwas Baumoͤl oder Schmalz kuͤttet, und dann an einem kuͤhlen Orte aufbewahrt. Das Aufkochen des Eſſigs geſchiehet in ir⸗ denen, gut glaſirten, aber keinesweges in un⸗ verzinnten, kupfernen, oder meſſingenen Ge⸗ laͤßen.

4 4 4 77

915. Aciagurken einzumachen. Hierzu nimmt man große Gurken, welche bald reif zum Saamen ſind, ſchaͤlt ſie ab, macht die Ker⸗ nen heraus und ſchneidet das Fleiſch in Fingerslange Stuͤcke, ſtreuet Salz darauf, ſchwenkt ſie damit 4 durch und laͤßt ſie 12 Stunden ſtehen, damit ſich das Waͤßrige herausziehe, ſchichtet ſ 1:2 dann in kleine

1 6 7