Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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55 Steintoͤpfe mit etwas ganzen Pfeffer, Ingwer, Mus⸗ katblumen, Gewuͤrznelken, einige Bollen Knoblauch und etwas braunen Senf, kocht ſo viel Weineſſig auf, daß die Gurken davon bedeckt werden, und giebt ihn kochend darauf, laͤßt ſie einige Tage damit ſtehen, kocht den Eſſig nochmals, und nachdem die Gurken damit abermals vöͤllig erkaltet ſind, werden die Gefaße kuftdicht auf die oben(N. 914.) an⸗ gebene Art verkuͤttet. Vier Wochen nach⸗ dem Ein⸗ machen kann man dieſe Gurken ſchon, ſtatt Acia, zu Soſen gebrauchen, auch zu Braten geben.

916. Gurken mit Zucker einzumachen.

Man ſchaͤlt maͤßig kleine Gurken, ſchneidet ſie in der Mitte der Laͤnge nach von einander, ſiedet ſie in Weineſſig ein wenig weich, und laͤßt ſie dann auf einem Tuche abtrocknen. Unterdeſſen wird auf jedes Pfund Gurken ¾ Pfund Zucker mit der er⸗ forderlichen Quantitäͤt Weineſſig gelaͤutert und dann zum Erkalten bey Seite geſetzt. Waͤhrend deſſen beſteckt man die Gurken mit ganzem Zimmt und Gewuͤrznelken, legt ſie in ein Glas ein, gießt den erkalteten Syrup daruͤber, und bindet das Gefaͤß mit Blashaut zu. e85.

917. Weißkoht als Sauerkraut eine zumachen. Man nimmt veſte und friſche, noch nicht welk

gewordene Weißkohlkopfe, reißt die loſe, nicht veſt anſchließenden. Blaͤtter ab, ſpaltet ihn durch und