1⸗— 2 49——.
Waſſer, ziehet ihnen darauf die Haut ab, ſchneidet ſie in Scheiben, bringt dieſe Lagenweiſe mit einem Gemenge von kleinwuͤrflichtgeſchnittener Merrettig⸗ wurzel, Korianderſaamen, Anis und Kuͤmmel in ei⸗ nen Steintopf, gießt abgeſottenen und wieder erkal⸗ teten guten Weineſſig daruͤber, beſchwert die Ruͤben mit einem Stein und verbindet den Topf. Anſtatt die Ruͤben Anfangs zu kochen, kann man ſie auch in einem Topfe in einen heißen Backofen ſetzen und braten laſſen, und uͤbrigens auf angezeigte Weiſe verfahren.
908. Spargel einzumachen.
Man ſchneidet ganz friſche Spargelſtengel, nach dem Abputzen, ſo weit ſie weich ſind, in Stuͤcke, kocht ihn im Waſſer einmal auf und packt ihn, nach dem Abtropfen und Erkalten, in Glaͤſer, uͤber⸗ gießt ihn mit ſtark geſalzenem Waſſer, uͤberbindet die Glaͤſer mit Blashaut und verwahrt ſie an ei⸗ nem kͤhlen Orte. Man kann auch die friſchen
Spargelſtengel in Erbſen große Stuͤckchen zerſchnei⸗ den, in Waſſer aufſieden, nach dem Abtropfen und Erkalten in Bouteillen fuͤllen und Salzlake daruber gießen. Beym Gebrauch laͤßt man ihn in weichem Waſſer weichkochen, gießt dieſes ab und nochmals kochendes Waſſer daruͤber und laͤßt ihn einige Stun⸗ den damit ſtehen, damit ſolches das Salz recht aus⸗ ziehe. Alsdann ſchwitzt man etwas Mehl in But⸗ ter ab, giebt Fleiſchbruͤhe und Zitronenſaft darauf, laͤßt den Spargel darin zochen und zuirl die Vri⸗
he mit Eydotter ab.


