— 574ꝗ2— beſchrieben.) Man befreyet das blos an der euft getrocknete Weitzenmalz durch ſorgfaͤltiges Sieben voͤllig von den ihm noch anhaͤngenden Keimen oder Wurzelfaſern(weil dieſe ſonſt dem Syrup ihren unangenehmen Geſchmack mittheilen wuͤrden,) und laͤßt es hierauf, wie zum Brauen, groͤblich ſchro⸗ ten. Um nun den ſuͤßen Beſtandtheil des Malz⸗ ſchrotes auszuziehen und als Syrup darzuſtellen, teigt man daßelbe in einem Gefaͤße mit warmem, jedoch nicht heißem, Waſſer ein, gießt dann, un⸗ ter beſtaͤndigem Umruͤhren, nach und nach kochen⸗ des Waſſer darauf, ſetzt das Ruͤhren noch eine Weile fort und laͤßt dann das Ganze, wohl zuge⸗ deckt, ungefaͤhr eine Stunde ſtehen, gießt dann das Fluͤſſige durch ein Tuch, um die Trebern da⸗ von abzuſcheiden. Nun bringt man die Fluͤſſigkeit in einem gut verzinnten Keſſel uͤber ein mäßiges Feuer, kocht dieſelbe mit, feinzerſtoßenen Kohlen von Weiden,oder Buchen⸗ oder anderm Laubholze⸗ eine halbe Stunde lang, ſeihet ſie dann, ſorgfaͤltig durch ein leinen Tuch, um den Kohlenſtaub davon zu ſcheiden. Alsdann laͤßt man die Fluͤſſigkeit bis zu einem duͤnnen Syrup abdampfen, ſetzt dann eine verhaͤltnißmaͤßige Quantitaͤt zu Schnee ge⸗ ſchlagenes Eyweiß hinzu, ruͤhrt alles wohl durch einander, filtrirt es durch einen Filztrichter ꝛc⸗ und dampft es dann ooͤllig bis zur gewoͤhnlichen Syrupodicke ein. Drey Pfund gutes Weitzenmalz
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