Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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men von blauer Farbe, welche gut von Kernen ge⸗ hen, wegen ihrer groͤßern Suͤßigkeit denen von ro⸗ ther Farbe ꝛc. vorzuziehen. Iſt man verſichert, daß die Pflaumen durch reinliche Haͤnde vom Bau⸗ me geplluͤckt worden ſind, ſowerden ſi ſie gleich durchs Aufbrechen oder Aufſchneiden ausgekernk, im entge⸗ gen geſetzten Falle werden ſie vorher abgewaſchen und zum Abtropfen in reinliche Koͤrbe gethan. Ent⸗ kernt thut man ſie in ein Faß und ſtampft ſie, mit einem Stampfeiſen zu einer feinen Maſſe, bringt ſie in den Keſſel, worunter dann ein maͤßiges Feuer unterhalten wird. Um das Anbrennen der Pflau⸗ menmaſſe zu verhindern, wird di eſelbe vermittelſt der Muskruͤcke beſtaͤndig geruͤhret und damit vor⸗ zuͤglich auf dem Boden und an den Seiten des Keſſels herum gefahren, auch muß mit einem Loͤf⸗ fel die an der obern Seite des Keſſels ſich anhaͤn⸗ gende Maſſe ofters los gemacht werden. Wenn auf dieſe Art das Kochen der Pflaumenmaſſe meh⸗ rere Stunden fortgeſetzt worden, und das Mus anfaͤngt dicklich zu werden, ſo thut man eine ver⸗ haͤltnißmaͤßige Quantitaͤt Hollundermus, ferner ge⸗ ſtoßene Nelken, fein geſtoßene Zitronenſchale, der⸗ gleichen Ingwer, und welche Nuͤſſe in ihrer gruͤ⸗ nen Schale hinzu und ſetzt das Ruͤhren bey unter⸗ haltener maͤßiger Hitze, ununterbrochen fort, bis das Mus den zu ſeiner Dauer erforderlichen Grad der Konſiſtenz erhalten hat, welchen man gemei⸗ niglich darnach beurtheilt, daß wenn man eine kleine Quantitaͤt heißes Mus auf gutes Schreibpapier thut,