Mehlſpeiſen ꝛc. mit einander abwechſeln laſſen, ſon⸗
te der Speiſen, welche Fas die ſchaͤtbarſte gehalten wird, dem Auge bemerkbar zu machen, die ſchlech⸗ tere hingegen zu verſtecken. Verſchiedene Speiſen von mancherley Farben werden abſtechend neben ein⸗ ander geſetzt. V 8— Da der Geſchmack der P eingein Individuen ſo ſehr verſchieden iſt, und wir dennoch jeden Gaſt zu ſeiner Zufriedenheit bewirthen wollen, ſo muß man bey Beſetzung der Tafel auch auf Mannigfal⸗ tigkeit der Speiſen Ruͤckſicht nehmen. Es iſt nicht genug daß wir Fleiſch und Gemuͤſe, Fiſche und
dern man muß auch in den Znrichtungsarten die groͤßte Mannigfaltigkeit anzubringen ſuchen. Saure und ſuͤße Speiſen muͤſſen mit einander abwechſeln, und die Wahl den Gaͤſten uͤberlaſſen werden.
Sind nun die Speiſen mit Mannigfaltigkeit ge⸗ waͤhlt, aufs wohlſchmeckendſte bereitet, und aufs zierlichſte angerichtet, ſo iſt nun noch übrig die Tafel damit nach uͤblicher Ordnung zu beſetzen. Bey der Entwerfung des Küchenzettels iſt es uͤbri⸗ gens gleichviel ob die Tiſchgeſellſchaft⸗ mehr oder weniger zahlreich ſeyn werbe, die Ordnung der Speiſen bleibt immer einerley, nur daß wir nach der An⸗ zahl der Gaͤſte die Schuͤſſeln mit einer Speiſe ver⸗ doppeln und von manchen Speiſen zweyerley Zu⸗ richtungsarten anbringen muͤſſen. Hierbey muß man die Klaſſen von Speiſen wiſſen, welche bey Gaſtmahlen aufgetragen werden, und dann die Ordnung kennen, in welcher ſie aufgeſetzt werden.


