Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
347
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5- 347 und ſetzt damit runde Pletzen auf Papier. Sie werden vorſichtig in ſtarker Hitze abgebacken. Um ſie von dem Papier los machen zu koͤnnen, feuchtet man daſſelbe mit einem naſſen Schwamm an.

80 4. Marzipan. Man reibt ſuße Mandeln mit etwas Roſen⸗ waſſer fein, bringt ſie dann in einen flachen Keſ⸗ ſel, thut 2 Pfund fein geſtoßenen Zucker dazu, ſetzt den Keſſel auf ſtarkes Kohlenfeuer, arbei⸗ tet den Inhalt mit einer hoͤlzernen Keule gut durch⸗ einander und verhuͤtet ſorgfaͤltig das Anbrennen derſelben. Man ſetzt dieſe Arbeit ſo lange fort, bis die durch die Hitze Anfangs fluͤſſig gewordene Maſſe nach und nach wieder ſo ſteif geworden iſt, daß ſie ſich von dem Keſſel loͤſ't und etwas da⸗ von nach dem Herausnehmen und Erkalten nicht mehr an die Finger klebt. Hierauf durchwirkt man die Maſſe auf einem Kuchenbrette mit feinem Puder, läßt dieſelben einige Tage liegen und durch⸗ wirkt ſie dann von neuem mit Roſenwaſſer und Puder, bis ſie ſich mangeln laͤßt. Das Ausge⸗ mangelte wird mit blechernen Formen ausgeſtochen, guf, mit Roſenwaſſer beſtrichene, Oblaten gelegt, mit Raͤndern verſehen und im Ofen gebacken. Wenn der Marzipan aus dem Ofen kommt, macht man einen, aus Eyweiß und Zucker bereiteten, Guß darauf, beſtreuet ihn mit buntem Zucker und belegt ihn, nach Belieben, mit Bruſtkuchen, Zuckererbſen,