Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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geſtrichenen und mit fein geſtoßenem gerdͤſteten Brodt ausgeſtreueten Form im Ofen, bey gelinder Hitze, ab. Alsdann glaſſirt man ſie mit einem Zuckerguß. Hierzu nimmt man entweder den oben Nro. 630 beſchriebenen Eyerguß oder den Roſen⸗ waſſerguß. Letzterer entſteht, wenn man feinen, geſtoßenen Zucker mit etwas Roſenwaſſer ſo lange durchruͤhrt, bis ſich die Maſſe mit einem Meſſer ſtreichen laͤßt.

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784. Wienertorte. 3569,5

Man macht von 1 Pfund feinen Mehl, 1 Pfund in Stucke gepfluͤckter Butter, 10 Eydottern und 1 Eſſloͤffel voll Sahne oder Milch einen Teig⸗

rollt denſelben aus, uͤberſchlaͤgt ihn, rollt ihn

wieder eines Meſſerruͤckens dick aus, ſchneidet run⸗ de Boden daraus, wovon einer immer einen halben

Finger breit kleiner als der andere iſt, durchſtuͤpft ſie oft mit einer Gabel und laͤßt ſie auf Papier im

Ofen langſam backen. Wenn ſie erkaltet ſind, be⸗

legt man den groͤßten Boden mit eingemachten

Kirſchen, legt den zweyten mit eingemachten Him⸗

beeren, den dritten mit Aepfelmarmelade, den vier⸗

ten mit eingemachten Johannisbeeren darauf, und

ſetzt dieſes abwechſelnd fort, bis alle Platten uͤber

einander liegen und eine ſtumpfe Pyramide bilden-

Den uͤbrigen Teig rollt man auf, ſchneidet denſel⸗

ben in ſchmale Streifen und umlegt damit die/

mit Eydotter beſtrichene, Torte, daß nichts von

dem Cingemachkten zu ſehen iſt. Zuletzt glaſſirt man