Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
318
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518 2 men, thut denſelben in eine lange aber nur hand⸗ breite Blechform, ſo daß dieſelbe nur halb voll wird, und laͤßt ihn aufgehen. Alsdann wird er in dem Ofen braun gebacken, nach dem Erkalten, in Schei⸗ ben geſchnitten und dann noch ein wenig!(geba⸗ cken.

739. Rader⸗ oder Kraußhacknes. Man macht von Pfund feinen Weitzenmehl, 12 Loth Zucker, 8 Eydotter, 8 Loth Butter, etwas Muskatblumen und ein wenig Milch oder Roſen⸗ waſſer einen Teig, mangelt denſelben Meſſerruͤckens dick aus, ſchneidet ihn der Laͤnge nach in zwey Fingerbreite Streifen, ſchuͤrzt dieſelben loſe zuſam⸗ men, oder theilt dieſe wieder in Fingerslaͤnge anein⸗ anderhaͤngende Stuͤcke, kerbt ſie hin und wieder mit dem Backrade ein, daß ſie recht krauß werden, und baͤckt ſie in Schmalz ab.

740. Spritzgebacknes. Man kocht ein halb Maaß Milch mit 8 Loth Butter, auch etwas Zucker, Muskatblumen und Kardemomen auf, ruͤhrt dann ſo viel feines Mehl hinein, bis der Teig bey fortgeſetztem Reiben ſo trocken wird, daß er ſich von der Kelle und dem Kaſtroll loͤſ't. Alsdann laͤßt man denſelben in eine Backmolde auskuͤhlen und knaͤtet ihn vermittelſt ei⸗ ner hoͤlzernen Keule mit, in Zwiſchenraͤumen, paar⸗ weiſe hinzugeſetzten Eyern durch, bis er ſo geſchmei⸗ dig wird daß er ſi ch mit der Keule ziehen laßt.,